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Von: Emma

vCenter‑Root‑Passwort abgelaufen<faceplate‑perfmark name=“first‑post‑meaningful‑paint“></faceplate‑perfmark>

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Mir ist das Root‑Passwort abgelaufen, ich verwende vCenter Server 7.02. Ich war mir sicher, dass wir die Ablauffunktion deaktiviert hatten – offenbar nicht.

Kann ich über die Web‑Konsole des Photon‑OS eine Neustart durchführen und den Anweisungen zum Zurücksetzen des Root‑Passworts folgen, ohne Probleme oder Ausfallzeiten für unsere virtuellen Maschinen zu verursachen?

 

– Frage von Reddit

Kurze Antwort: Wenn Sie das aktuelle Root‑Passwort noch kennen, können Sie es über SSH in weniger als einer Minute zurücksetzen – ohne Neustart. Wenn es nicht mehr bekannt ist, aber administrator@vsphere.local weiterhin funktioniert, ist ebenfalls ein Zurücksetzen ohne Neustart möglich. Ein Neustart über GRUB ist nur als letztes Mittel erforderlich, wenn keine Anmeldeinformationen mehr zur Verfügung stehen.

Warum Ihr vCenter‑Root‑Passwort abgelaufen ist

Das VCSA‑Root‑Passwort läuft im Hintergrund ab. Im vSphere‑Client wird keine Warnung angezeigt, und standardmäßig erfolgt keine Benachrichtigung. Die Sperrung geht auf das Betriebssystem der Appliance zurück, nicht auf vSphere selbst.

  • Standard‑Gültigkeitsdauer von 90 Tagen: Das VCSA erzwingt ab Werk eine Passwort‑Gültigkeitsdauer von 90 Tagen, kürzer als die 365‑Tage‑Standardeinstellung in vSphere 6.5 und älteren Versionen.
  • Richtlinie auf Photon‑OS‑Ebene: Der Ablauf wird auf der Photon‑OS‑Ebene gesteuert, nicht von vSphere. Ab vCenter 7.0 U1 sowie 6.7 U3j und neuer wird im vSphere‑Client ein Alarm ausgelöst und eine vorherige E‑Mail‑Warnung versandt. Bei älteren Builds oder bei unbeachtetem Alarm gibt es vor dem Zugriffsverlust keine sichtbare Warnung.
  • Keine integrierte Erinnerung zur Passwortrotation: Der Countdown beginnt bei der Bereitstellung. Ohne externe Warnmechanismen erfolgt keine Benachrichtigung vor dem Zugriffsverlust.
  • Passwortablauf und Sperrung sind voneinander unabhängige Zustände: Der Ablauf ist zeitgesteuert und erfordert eine Passwortaktualisierung. Eine Sperrung wird durch fehlgeschlagene Anmeldeversuche ausgelöst und erfordert das Zurücksetzen eines separaten Zählers.

vcenter root password expired

Behebung eines abgelaufenen vCenter‑Root‑Passworts

Der richtige Wiederherstellungsweg hängt davon ab, auf welche Anmeldeinformationen Sie noch zugreifen können. Arbeiten Sie die folgenden Optionen von der am wenigsten bis zur am stärksten störenden Variante durch.

Lösung 1: Änderung über SSH (Passwort noch bekannt)

Verwenden Sie diese Methode, wenn das Root‑Passwort abgelaufen ist, Sie es aber noch wissen.

  1. Öffnen Sie eine SSH‑Sitzung zum VCSA und melden Sie sich als root mit dem aktuellen Passwort an.
  2. Ab vCenter 7.0 U1 fordert Sie das Terminal sofort zur Eingabe eines neuen Passworts auf. Geben Sie auf Aufforderung das aktuelle Passwort ein, legen Sie anschließend ein neues Passwort fest und bestätigen Sie es.
  3. Nach der Aktualisierung des Passworts sind SSH‑ und VAMI‑Zugriff wiederhergestellt.

reset via ssh

Hinweis: Ab vCenter 7.0 U1 können Sie sich auch über VAMI unter https://<vcenter‑fqdn>:5480 mit administrator@vsphere.local anmelden, um das Root‑Passwort direkt über die Oberfläche zurückzusetzen.

Lösung 2: Zurücksetzen über SSO‑Administrator ohne Neustart (vCenter 6.7 U1+)

Verwenden Sie diese Methode, wenn das Root‑Passwort abgelaufen oder vergessen ist, aber administrator@vsphere.local noch funktioniert. Dies ist der bevorzugte Weg in Produktivumgebungen, da kein Neustart erforderlich ist.

  1. Stellen Sie über SSH eine Verbindung zum VCSA her und melden Sie sich mit administrator@vsphere.local (oder einem anderen Benutzer aus der Gruppe SSO‑Administrators) an.
  2. Aktivieren und öffnen Sie die Bash‑Shell:
    shell
    shell.set --enable true
    shell
    
  3. Wechseln Sie zur Root‑Shell:
    shell
    sudo -i
    
  4. Falls das Root‑Konto durch fehlgeschlagene Anmeldeversuche gesperrt wurde, setzen Sie den Sperrzähler vor dem Zurücksetzen des Passworts zurück:
    • vCenter 7.x:
    shell
    pam_tally2 --user=root --reset
    
    • vCenter 8.0 U2 und neuer (Photon‑OS 4, pam_tally2 ist hier veraltet):
    shell
    sudo faillock --reset --user root
    
    Hinweis: Bei 8.0 U2+ kann die Ausführung von /usr/sbin/faillock --user root --reset zu einem Fehler „Zugriff verweigert“ führen. Verwenden Sie stattdessen sudo faillock --reset --user root.
  5. Legen Sie das neue Root‑Passwort fest:
    shell
    passwd
    
  6. Alternativ können Sie aus der Appliance‑Shell (ohne Wechsel in die Bash) folgenden Befehl ausführen:

    shell
    localaccounts.user.password.update --username root --password 
    

    Geben Sie das neue Passwort auf Aufforderung ein – dies erzielt das gleiche Ergebnis ohne Wechsel zur Root‑Bash‑Shell.

  7. Melden Sie sich mit dem neuen Passwort an, um das Zurücksetzen zu bestätigen. Ein Neustart ist nicht erforderlich.

Lösung 3: Zurücksetzen über GRUB (keine Anmeldeinformationen verfügbar)

Verwenden Sie diese Methode nur, wenn weder das Root‑Passwort noch der SSO‑Administrator‑Zugriff verfügbar sind. Sie erfordert den direkten Konsolenzugriff auf die VCSA‑Virtuelle Maschine und einen Neustart.

Tipp: Erstellen Sie einen Snapshot des VCSA vor Beginn. Falls das VCSA den ESXi‑Host verwaltet, auf dem es läuft, stellen Sie eine direkte Verbindung zu diesem ESXi‑Host her, um den Snapshot zu erstellen.
  1. Starten Sie das VCSA über den vSphere‑Client oder direkt von seinem ESXi‑Host neu.
  2. Wenn der Photon‑OS‑Startbildschirm erscheint, drücken Sie e, um den GRUB‑Editor zu öffnen.
  3. Suchen Sie die Zeile, die mit linux beginnt. Gehen Sie zum Ende dieser Zeile und fügen Sie Folgendes an:
    text
    rw init=/bin/bash
    
  4. Drücken Sie F10 zum Booten. Das System startet direkt in eine Root‑Shell ohne Anmeldeinformationen.
  5. Mounten Sie das Root‑Dateisystem mit Schreibberechtigungen neu:
    shell
    mount -o remount,rw /
    
  6. Falls das Root‑Konto gesperrt war, setzen Sie den Sperrzähler zurück (verwenden Sie die versionsspezifischen Befehle aus Lösung 2, Schritt 4).
  7. Legen Sie das neue Passwort fest:
    shell
    passwd
    
  8. Starten Sie die Appliance neu:
    shell
    reboot -f
    
    Hinweis: Die Ausführung von umount / vor reboot -f gibt in diesem Modus oft den Fehler „Ziel ist belegt“ zurück. Sie können diesen Schritt überspringen und direkt reboot -f ausführen.

Passwortablauf im Vergleich zur Kontosperrung: Was ist der Unterschied?

Diese beiden Zustände werden oft verwechselt. Wenn Sie nur eines beheben, ohne das andere zu berücksichtigen, bleibt das Root‑Konto unzugänglich. Hier der Unterschied:

  • Kontoablauf (zeitgesteuert): Das Passwort hat die maximale Gültigkeitsdauer gemäß der Photon‑OS‑Richtlinie chage überschritten. Das System fordert zur Aktualisierung auf, sperrt das Konto aber nicht vollständig.
  • Kontosperrung (versuchsgesteuert): Zu viele aufeinanderfolgende fehlgeschlagene Anmeldeversuche haben das PAM‑Sicherheitsmodul ausgelöst, das alle weiteren Authentifizierungsversuche blockiert – unabhängig davon, ob das Passwort korrekt ist.
  • Beide können gleichzeitig auftreten. Wenn ein Überwachungsskript oder Automatisierungstool nach dem Ablauf weiterhin mit veralteten Anmeldeinformationen versucht, sich anzumelden, erhöht es den Zähler für fehlgeschlagene Versuche und löst eine Sperrung aus. In diesem Fall stellt das bloße Zurücksetzen des Passworts den Zugriff nicht wieder her – der Sperrzähler muss ebenfalls zurückgesetzt werden.

Um den aktuellen Zustand des Root‑Kontos zu prüfen, führen Sie folgenden Befehl aus der Appliance‑Shell aus.

Prüfen der Passwort‑Alterungs‑ und Ablaufdetails:

shell
chage -l root

Prüfen auf aktive Sperrungen (verwenden Sie den zur vCenter‑Version passenden Befehl):

  • vCenter 7.x:
shell
pam_tally2 --user=root
  • vCenter 8.0 U2 und neuer:
shell
/usr/sbin/faillock --user root

Falls das Root‑Konto kurz nach dem Zurücksetzen immer wieder gesperrt wird, versucht wahrscheinlich ein externes Skript oder Überwachungstool mit veralteten Anmeldeinformationen. Um die Quelle zu ermitteln, prüfen Sie die SSH‑Authentifizierungsprotokolle:

  • vCenter 7.x:
shell
cat /var/log/audit/sshinfo.log
  • vCenter 8.x:
shell
cat /var/log/messages | grep sshd

Konfigurieren der vCenter‑Passwort‑Ablaufrichtlinie

Nach der Wiederherstellung des Root‑Zugriffs verhindert die Anpassung der Ablaufrichtlinie eine Wiederholung des Problems. Dies können Sie über die VAMI‑Oberfläche oder direkt über die Befehlszeile durchführen.

Anpassung über VAMI

  1. Melden Sie sich über VAMI unter https://<vcenter‑fqdn>:5480 als root an.
  2. Klicken Sie im linken Navigationsbereich auf Verwaltung.
  3. Klicken Sie unter Passwort‑Ablaufeinstellungen auf Bearbeiten.
  4. Setzen Sie Passwort läuft ab auf Nein, um den automatischen Ablauf zu deaktivieren.
  5. Klicken Sie auf Speichern.
Tipp: Konfigurieren Sie auf dieser Oberfläche eine E‑Mail‑Adresse für Ablaufwarnungen. Dadurch erhalten Sie eine Vorwarnung, falls Sie später wieder eine zeitbegrenzte Richtlinie aktivieren.

Anpassung über die Befehlszeile

  1. Stellen Sie über SSH eine Verbindung zum VCSA her und öffnen Sie die Bash‑Shell.
  2. Führen Sie folgenden Befehl aus, um alle Passwort‑Alterungsbeschränkungen für das Root‑Konto aufzuheben:
    shell
    chage -I -1 -m 0 -M 99999 -E -1 root
    
  3. Bestätigen Sie die Änderung:
    shell
    chage -l root
    

Falls Ihre Sicherheitsrichtlinie niemals ablaufende Anmeldeinformationen verbietet, legen Sie statt 90 Tagen eine maximale Gültigkeitsdauer von 365 Tagen fest. Dies senkt das Risiko unerwarteter Sperrungen und entspricht den meisten Compliance‑Rahmenwerken.

So verhindern Sie zukünftige Passwortabläufe

Das Beheben eines abgelaufenen Passworts ist unkompliziert. Um eine Wiederholung zu vermeiden, ist etwas mehr Planung erforderlich, die Schritte lassen sich aber einfach in bestehende Arbeitsabläufe integrieren.

Verwenden Sie einen Secrets‑Manager

Die zuverlässigste Schutzmaßnahme ist die Speicherung der VCSA‑Root‑Anmeldeinformationen in einem Unternehmens‑Secrets‑Manager wie HashiCorp Vault oder CyberArk. Diese Tools verfolgen das Alter von Anmeldeinformationen und warnen Ihr Team, bevor ein Passwort abläuft – Sie sind nicht mehr auf manuelle Nachverfolgung angewiesen.

Legen Sie einen Kalender‑Erinnerungstermin an

Für Teams ohne Secrets‑Manager eignet sich eine wiederkehrende Kalendererinnerung als Ausweichlösung. Legen Sie diese auf etwa Tag 75 nach jeder Passwortänderung fest. Dadurch bleibt genügend Zeit für eine Rotation, bevor die 90‑Tage‑Grenze von Photon‑OS erreicht wird.

Fügen Sie den Punkt zur vierteljährlichen Wartungs‑Checkliste hinzu

Die Rotation des Root‑Passworts sollte Teil der standardmäßigen vierteljährlichen VM‑Wartungs‑Checkliste sein. Die Kombination mit regulären Patch‑Zyklen sorgt für eine konsistente Durchführung ohne separaten Prozess oder Erinnerung.

Aktivieren Sie VAMI‑E‑Mail‑Benachrichtigungen

Konfigurieren Sie in VAMI unter Verwaltung > Passwort‑Ablaufeinstellungen eine E‑Mail‑Benachrichtigung. Sie erhalten automatisch eine Warnung einige Tage vor dem Ablauf – eine nützliche Absicherung, falls manuelle Prozesse versagen.

Sichern Sie Ihr VCSA vor der Behebung mit i2Backup

Die GRUB‑Wiederherstellungsmethode aus Lösung 3 erfordert einen vollständigen VCSA‑Neustart. Fehlkonfigurationen bei den Boot‑Parametern können dazu führen, dass die Appliance nicht mehr bootet. Bevor Sie das GRUB‑Menü bearbeiten oder systemweite Änderungen an der Appliance vornehmen, ist eine vollständige Sicherung des VCSA der entscheidende Schritt für eine sichere Rückfallmöglichkeit.

i2Backup ist genau für solche Szenarien entwickelt: zum Schutz der VMware‑Infrastruktur vor risikoreichen Vorgängen.

Hauptfunktionen von i2Backup

  • Agentenlose VM‑Sicherung: i2Backup nutzt native VMware‑APIs, um das VCSA als virtuelle Maschine zu sichern, ohne dass ein Agent auf der Appliance installiert werden muss. Die Sicherung läuft ohne Auswirkungen auf die Produktivumgebung.
  • Sofort‑VM‑Wiederherstellung: Falls eine GRUB‑Bearbeitung fehlschlägt oder die Appliance nicht bootet, kann i2Backup das VCSA auf einen vorherigen Zustand zurücksetzen, indem die VM‑Sicherung remote auf der Zielplattform eingebunden wird – die Wiederherstellungszeit wird auf ein Minimum beschränkt.
  • Flexible Sicherungsplanung: Geplante Sicherungen können stündlich, täglich oder in beliebigen Intervallen entsprechend Ihrem Wartungsfenster ausgeführt werden. Dadurch verfügt das VCSA immer über einen aktuellen Wiederherstellungspunkt vor geplanten Änderungen.
  • AES‑Verschlüsselung und unveränderbarer Speicher: Sicherungsdaten werden bei der Übertragung mit AES‑Verschlüsselung geschützt und in WORM‑konformem Speicher abgelegt, der unbefugte Änderungen oder Löschungen verhindert.
  • Zentrale Verwaltung: Eine webbasierte Konsole gibt Ihrem Team den Überblick über Sicherungsstatus, Aufgabenfortschritt und Warnungen für alle geschützten Workloads über eine einzige Oberfläche.

Für Teams, die über geplante Sicherungen hinaus einen kontinuierlichen Schutz benötigen, bietet i2Availability Echtzeit‑Replikation und automatisches Failover für kritische Systeme – Dienste bleiben auch dann verfügbar, wenn die primäre Umgebung ausfällt.

Fazit

Ein abgelaufenes VCSA‑Root‑Passwort ist störend, lässt sich aber vollständig vermeiden. Wenn Sie das alte Passwort noch kennen, reicht eine kurze SSH‑Sitzung zur Wiederherstellung des Zugriffs. Wenn das Root‑Passwort nicht mehr bekannt ist, aber der SSO‑Administrator‑Zugriff funktioniert, ist der neustartfreie Zurücksetzweg über administrator@vsphere.local die schnellere und sicherere Option für Produktivumgebungen. Die GRUB‑Methode steht als letztes Mittel zur Verfügung, wenn alle anderen Anmeldeinformationen verloren sind.

Unabhängig vom gewählten Zugriffsweg sind zwei Folgeschritte wichtig: Passen Sie die Passwort‑Ablaufrichtlinie an, damit der Standard‑Wert von 90 Tagen Ihr Team nicht erneut überrascht, und stellen Sie sicher, dass vor dem nächsten geplanten Wartungsfenster eine aktuelle VCSA‑Sicherung vorhanden ist. Info2softs i2Backup übernimmt diesen zweiten Schritt – agentenlose VMware‑Sicherungen mit Sofort‑Wiederherstellung, damit Ihr Team vor jeder systemweiten Änderung über eine zuverlässige Rückfallmöglichkeit verfügt.

Für eine bessere Gesundheit der vSphere‑Umgebung sollten Sie weitere häufige Appliance‑Probleme im Auge behalten – wie beispielsweise das Überlaufen der Log‑Festplatte bei vCenter. Dadurch lassen sich Kaskadenausfälle vermeiden, die routinemäßige Wartung zu Notfall‑Wiederherstellungsmaßnahmen machen.

Keine Kurzbiografie vorhanden

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