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Von: Emma

In einer wachsenden VMware-Umgebung ist die Kenntnis des Ressourcenstatus nicht nur eine tägliche Aufgabe, sondern eine Notwendigkeit für Sicherheit, Kapazitätsplanung und Katastrophenwiederherstellung. Wenn Ihre VM-Daten im vCenter-Benutzeroberfläche eingeschlossen bleiben, sind Sie stets einen Schritt im Nachteil.

Dieser Leitfaden verzichtet auf überflüssige Ausführungen und stellt vier professionelle Verfahren zum Export der vollständigen VM-Liste vor – von einfachen GUI-Exporten bis hin zu Hochgeschwindigkeitsautomatisierung. Ganz gleich, ob Sie einen schnellen Statusbericht oder eine tiefgreifende technische Prüfung benötigen: Diese von Technikern erprobten Methoden ermöglichen Ihnen die sofortige Kontrolle über die Daten Ihrer Infrastruktur.

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So exportieren Sie die VM-Liste über den vSphere Client aus vCenter

Für die meisten Administratoren ist die integrierte Benutzeroberfläche des vSphere Clients die schnellste Möglichkeit, ein Inventar virtueller Maschinen über vSphere zu exportieren. Für diese Methode sind keine Skriptkenntnisse erforderlich, sie funktioniert direkt im Browser.

Dieser Ansatz eignet sich hervorragend für schnelle Audits, nicht technisch versierte Manager, die einen Statusbericht benötigen, oder kleine Umgebungen, in denen Automatisierung noch keine Priorität darstellt. Es ist die ideale Sofortlösung für einen sauberen Inventarschnappschuss.

So exportieren Sie die vollständige VM-Liste aus vCenter

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Die Schritte unterscheiden sich geringfügig je nach vCenter-Version. So gehen Sie bei aktuellen Umgebungen vor:

  1. Melden Sie sich beim vSphere Client an (Webclient: https://<vCenter-IP>/ui; Desktop-Client: vSphere Client 6.7+).
  2. Wählen Sie im linken Navigationsmenü Inventar und navigieren Sie zu Virtuelle Maschinen und Vorlagen.
  3. Nutzen Sie den oberen Filter, um Alle virtuellen Maschinen auszuwählen (stellen Sie sicher, dass alle VMs angezeigt werden; passen Sie ggf. die Seitenaufteilung an).
  4. Klicken Sie auf die Schaltfläche Exportieren (Symbol ist üblicherweise eine Ablage mit nach oben gerichtetem Pfeil) neben der Suchleiste.
  5. Es öffnet sich ein Fenster. Wählen Sie die gewünschten Spalten und das Format aus (CSV ist der Standard).
  6. Klicken Sie auf Speichern, um die vollständige VM-Liste zu exportieren.
Hinweis: Bei vCenter 8.x befindet sich die Schaltfläche „Liste exportieren“ im Menü „⋮“ (Weitere Optionen) – suchen Sie dort nach dem Eintrag „Exportieren“.

Vorteile beim Export der VM-Liste über den vSphere Client

  • Schnelligkeit: Der Vorgang ist in weniger als einer Minute abgeschlossen.
  • Benutzerfreundlich: Es sind keine Programmierkenntnisse oder eine PowerCLI-Installation erforderlich.
  • Eingebaute Werkzeuge: Sie müssen keine Drittskripte oder externe Software verwenden.

Nachteile beim Export der VM-Liste über den vSphere Client

  • Eingeschränkte Anpassung: Sie können nur die Daten exportieren, die auf dem Bildschirm sichtbar sind. Es ist schwierig, tiefgreifende technische Details wie spezifische MAC-Adressen oder individuelle Speicherpfade einzubeziehen.
  • Manueller Ablauf: Der Vorgang lässt sich nicht einfach terminieren; Sie müssen sich jedes Mal anmelden und die Schaltflächen betätigen.

So exportieren Sie die vollständige VM-Liste mit PowerCLI

Wenn Sie mehr als einige wenige Hosts verwalten, ist PowerCLI die Referenzlösung. Es handelt sich um das offizielle Befehlszeilentool von VMware auf Basis von PowerShell. Mit PowerCLI können Sie individuelle Datenfelder festlegen und Tausende von VMs innerhalb weniger Sekunden verarbeiten – Aufgaben, die über die Benutzeroberfläche mühsam wären.

Der Export der Liste aus vCenter mithilfe von PowerCLI eignet sich hervorragend, um saubere, wiederholbare Inventardaten für professionelle Berichte zu erhalten.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Schritt 1: PowerCLI installieren

Wenn Sie das Tool noch nicht verwendet haben, öffnen Sie PowerShell als Administrator und führen Sie folgenden Befehl aus:

powershell
Install-Module -Name VMware.PowerCLI -Scope CurrentUser -Force

Schritt 2: Verbindung zum vCenter-Server herstellen

Ersetzen Sie die Platzhalter durch Ihre tatsächlichen Serverdaten:

powershell
Connect-VIServer -Server <vCenter-IP/FQDN> -User <Benutzername> -Password <Passwort>

Schritt 3: Alle VMs exportieren (Basisliste)

Dieser Befehl ruft die Standarddaten ab und speichert sie in einer CSV-Datei:

powershell
Get-VM | Export-Csv -Path "C:\vCenter_VM_List.csv" -NoTypeInformation -Encoding UTF8

Schritt 4: Benutzerdefinierte Felder exportieren (Profiversion)

Administratoren benötigen häufig spezielle Daten wie IP-Adressen und UUIDs für die Inventarzuordnung. Nutzen Sie dieses erweiterte Skript:

powershell
Get-VM | Select-Object Name, @{N="IP-Adresse";E={$_.Guest.IPAddress -join ","}}, NumCpu,
MemoryGB, VMHost, Datastore, UUID | Export-Csv -Path "C:\Custom_VM_List.csv"
-NoTypeInformation -Encoding UTF8
Hinweis: Verwenden Sie stets -Encoding UTF8. Dadurch wird verhindert, dass Excel unleserliche Zeichen anzeigt, wenn VM-Namen Sonderzeichen oder nicht englische Zeichen enthalten.

Schritt 5: Verbindung trennen (Empfehlung)

Trennen Sie nach Abschluss die Sitzung, um Ressourcen auf vCenter freizugeben:

powershell
Disconnect-VIServer -Server * -Confirm:$false

Vorteile beim Export der VM-Liste mit PowerCLI

  • Hoch skalierbar: Es lassen sich problemlos mehr als 1.000 VMs exportieren, ohne dass der Browser abstürzt.
  • Vollständig anpassbar: Sie wählen exakt die Datenspalten aus (wie RAM, CPU oder UUID), die benötigt werden.
  • Automatisierbar: Ideal für geplante wöchentliche Berichte.

Nachteile beim Export der VM-Liste mit PowerCLI

  • Einarbeitungsaufwand: Grundlegende Kenntnisse von PowerShell sind erforderlich.
  • Einrichtung: Das PowerCLI-Modul muss einmalig installiert werden.

So exportieren Sie die VM-Liste aus vCenter über die REST-API

Für Entwickler und DevOps-Ingenieure ist die Nutzung der vCenter-REST-API die leistungsstärkste Variante zum Export von VM-Listen. Mit der vSphere Automation API können Sie Inventardaten direkt in individuelle Dashboards, CMDB-Systeme oder CI/CD-Pipelines einbinden, ohne auf manuelle Werkzeuge angewiesen zu sein.

Schritt-für-Schritt-Anleitung (Python-Beispiel)

Für diese Methode benötigen Sie eine installierte Python-Umgebung sowie die requests-Bibliothek. Das Skript übernimmt die Authentifizierung, den Datenabruf und die Erstellung der CSV-Datei.

Schritt 1: Authentifizierung und Abruf eines Sitzungstokens

Zuerst stellen Sie eine sichere Verbindung zu vCenter her, um ein Authentifizierungstoken zu erhalten.

python
import requests
import csv
from requests.packages.urllib3.exceptions import InsecureRequestWarning

# SSL-Warnungen für selbst signierte Zertifikate deaktivieren
requests.packages.urllib3.disable_warnings(InsecureRequestWarning)

vcenter_ip = "<vcenter-ip>"
username = "<Benutzername>"
password = "<Passwort>"

# Authentifizierungstoken abrufen
auth_url = f"https://{vcenter_ip}/rest/com/vmware/cis/session"
response = requests.post(auth_url, auth=(username, password), verify=False)
token = response.json()["value"]
headers = {"vmware-api-session-id": token}

Schritt 2: Abruf der VM-Daten

Nach erfolgreicher Anmeldung fragen Sie den Endpunkt vcenter/vm ab, um die Rohdaten des Inventars zu erhalten.

python
vm_url = f"https://{vcenter_ip}/rest/vcenter/vm"
vm_response = requests.get(vm_url, headers=headers, verify=False)
vm_data = vm_response.json()["value"]

Schritt 3: Auswertung und Export als CSV

Abschließend durchlaufen Sie die JSON-Antwort und schreiben die gewünschten Felder in eine lokale CSV-Datei.

python
with open("vCenter_VM_List_API.csv", "w", newline="", encoding="utf8") as f:
    writer = csv.writer(f)
    # Spaltenüberschriften definieren
    writer.writerow(["VM-Name", "Betriebszustand", "CPU-Anzahl", "Arbeitsspeicher (GB)"])
    
    for vm in vm_data:
        # Umrechnung von MiB in GB für bessere Lesbarkeit
        memory_gb = vm.get("memory_size_MiB", 0) / 1024
        writer.writerow([vm["name"], vm["power_state"], vm["cpu_count"], memory_gb])

print("Export abgeschlossen: vCenter_VM_List_API.csv")

Vorteile der Nutzung der vCenter-REST-API:

  • Tiefe Integration: Ideal zur Einspeisung von VM-Daten in andere Software.
  • Hochleistung: Schneller als die Benutzeroberfläche bei sehr großen, globalen Umgebungen.
  • Plattformunabhängig: Läuft unter Linux, macOS oder Windows – überall, wo Python ausgeführt werden kann.

Nachteile der Nutzung der vCenter-REST-API:

  • Technische Anforderungen: Programmierkenntnisse (Python, JavaScript oder vergleichbar) sind erforderlich.
  • Überdimensioniert für einfache Aufgaben: Wenn Sie nur einmalig eine Liste benötigen, ist Methode 1 oder 2 deutlich schneller.

Export der VM-Liste aus vCenter mit Drittanbieterwerkzeugen

Für Administratoren, die detailliertere technische Auswertungen oder plattformspezifische Flexibilität benötigen, sind diese beiden Tools branchenweit beliebt, um Daten aus vCenter auszulesen.

  • RVTools ist ein kostenloses Windows-Tool, das einen detaillierten Schnappschuss Ihrer Umgebung liefert. Anstelle einer einfachen Liste exportiert es eine Excel-Tabelle mit mehreren Reitern, die alle Daten von VM-CPU und Arbeitsspeicher bis hin zu Snapshots und verwaisten Dateien enthält. Es ist die beste Wahl für tiefgreifende Systemprüfungen und Kapazitätsplanung.
  • govc ist eine quelloffene Binärdatei von VMware, geschrieben in Go. Es wurde für Linux- und macOS-Nutzer entwickelt, die eine schnelle, abhängigkeitsfreie Möglichkeit zum Abfragen von vCenter benötigen. Da keine Benutzeroberfläche oder PowerShell erforderlich ist, eignet es sich hervorragend für schnelle Inventarabfragen über das Linux-Terminal oder einfache Shell-Skripte.

Sichere VMware-Datenverwaltung mit i2Backup

Der Export der VM-Liste ist der erste Schritt zur Transparenz über die Infrastruktur, aber Transparenz allein schützt nicht vor Datenverlust. Nachdem Sie durch den Inventarexport Ihre geschäftskritischen Workloads identifiziert haben, steht der Schutz dieser Systeme im Fokus.

i2Backup ermöglicht den nahtlosen Übergang von „Wissen über vorhandene Systeme“ zu „Schutz vorhandener Systeme“ mit einer leistungsstarken, agentenlosen Sicherungslösung.

  • Zentrale Verwaltung: Über die Verwaltungsoberfläche von i2Backup können Sie Sicherungs- und Wiederherstellungsaufgaben virtueller Maschinen in mehreren Virtualisierungsumgebungen zentral steuern.
  • Flexible Sicherungsstrategien: Unterstützung verschiedener Sicherungsverfahren wie Vollsicherung, inkrementelle Sicherung und differenzielle Sicherung zur Erfüllung unterschiedlicher Szenarioanforderungen.
  • Sofortige Wiederherstellung: Nach einem Datenausfall können Sie VMs direkt aus den VMware-Sicherungen starten, ohne langwierige vollständige Wiederherstellung – eine Wiederaufnahme des Geschäftsbetriebs innerhalb weniger Minuten ist möglich.
  • Automatisierte Aufgaben: Unterstützung hochgenauer Terminplanung – minütlich, stündlich, täglich oder wöchentlich. Diese Automatisierung vermeidet manuellen Eingriff und stellt sicher, dass Ihre VM-Inventare rund um die Uhr ohne menschliche Fehler geschützt werden.
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Fazit

Die Wahl der passenden Exportmethode hängt von Ihrem Ziel ab: Nutzen Sie den vSphere Client für schnellen Abruf, PowerCLI für große Umgebungen, die REST-API für Integrationen oder Drittanbieterwerkzeuge für detaillierte Prüfungen.

Beachten Sie jedoch, dass eine CSV-Datei lediglich ein zeitlicher Schnappschuss ist. Um Ihre Umgebung wirklich zu beherrschen, nutzen Sie das Inventar, um eine resiliente Datenstrategie aufzubauen. Der Wechsel von manueller Erfassung zu einer automatisierten, agentenlosen Lösung wie i2Backup stellt sicher, dass jede von Ihnen identifizierte VM nicht nur erfasst, sondern umfassend geschützt und wiederherstellbar ist. Hören Sie auf, Ihre Ressourcen nur aufzulisten – beginnen Sie, sie zu schützen.

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