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In einer wachsenden VMware-Umgebung ist die Kenntnis des Ressourcenstatus nicht nur eine tägliche Aufgabe, sondern eine Notwendigkeit für Sicherheit, Kapazitätsplanung und Katastrophenwiederherstellung. Wenn Ihre VM-Daten im vCenter-Benutzeroberfläche eingeschlossen bleiben, sind Sie stets einen Schritt im Nachteil.
Dieser Leitfaden verzichtet auf überflüssige Ausführungen und stellt vier professionelle Verfahren zum Export der vollständigen VM-Liste vor – von einfachen GUI-Exporten bis hin zu Hochgeschwindigkeitsautomatisierung. Ganz gleich, ob Sie einen schnellen Statusbericht oder eine tiefgreifende technische Prüfung benötigen: Diese von Technikern erprobten Methoden ermöglichen Ihnen die sofortige Kontrolle über die Daten Ihrer Infrastruktur.
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Für die meisten Administratoren ist die integrierte Benutzeroberfläche des vSphere Clients die schnellste Möglichkeit, ein Inventar virtueller Maschinen über vSphere zu exportieren. Für diese Methode sind keine Skriptkenntnisse erforderlich, sie funktioniert direkt im Browser.
Dieser Ansatz eignet sich hervorragend für schnelle Audits, nicht technisch versierte Manager, die einen Statusbericht benötigen, oder kleine Umgebungen, in denen Automatisierung noch keine Priorität darstellt. Es ist die ideale Sofortlösung für einen sauberen Inventarschnappschuss.
Die Schritte unterscheiden sich geringfügig je nach vCenter-Version. So gehen Sie bei aktuellen Umgebungen vor:
Wenn Sie mehr als einige wenige Hosts verwalten, ist PowerCLI die Referenzlösung. Es handelt sich um das offizielle Befehlszeilentool von VMware auf Basis von PowerShell. Mit PowerCLI können Sie individuelle Datenfelder festlegen und Tausende von VMs innerhalb weniger Sekunden verarbeiten – Aufgaben, die über die Benutzeroberfläche mühsam wären.
Der Export der Liste aus vCenter mithilfe von PowerCLI eignet sich hervorragend, um saubere, wiederholbare Inventardaten für professionelle Berichte zu erhalten.
Schritt 1: PowerCLI installieren
Wenn Sie das Tool noch nicht verwendet haben, öffnen Sie PowerShell als Administrator und führen Sie folgenden Befehl aus:
Install-Module -Name VMware.PowerCLI -Scope CurrentUser -Force
Schritt 2: Verbindung zum vCenter-Server herstellen
Ersetzen Sie die Platzhalter durch Ihre tatsächlichen Serverdaten:
Connect-VIServer -Server <vCenter-IP/FQDN> -User <Benutzername> -Password <Passwort>
Schritt 3: Alle VMs exportieren (Basisliste)
Dieser Befehl ruft die Standarddaten ab und speichert sie in einer CSV-Datei:
Get-VM | Export-Csv -Path "C:\vCenter_VM_List.csv" -NoTypeInformation -Encoding UTF8
Schritt 4: Benutzerdefinierte Felder exportieren (Profiversion)
Administratoren benötigen häufig spezielle Daten wie IP-Adressen und UUIDs für die Inventarzuordnung. Nutzen Sie dieses erweiterte Skript:
Get-VM | Select-Object Name, @{N="IP-Adresse";E={$_.Guest.IPAddress -join ","}}, NumCpu,
MemoryGB, VMHost, Datastore, UUID | Export-Csv -Path "C:\Custom_VM_List.csv"
-NoTypeInformation -Encoding UTF8
Schritt 5: Verbindung trennen (Empfehlung)
Trennen Sie nach Abschluss die Sitzung, um Ressourcen auf vCenter freizugeben:
Disconnect-VIServer -Server * -Confirm:$false
Für Entwickler und DevOps-Ingenieure ist die Nutzung der vCenter-REST-API die leistungsstärkste Variante zum Export von VM-Listen. Mit der vSphere Automation API können Sie Inventardaten direkt in individuelle Dashboards, CMDB-Systeme oder CI/CD-Pipelines einbinden, ohne auf manuelle Werkzeuge angewiesen zu sein.
Für diese Methode benötigen Sie eine installierte Python-Umgebung sowie die requests-Bibliothek. Das Skript übernimmt die Authentifizierung, den Datenabruf und die Erstellung der CSV-Datei.
Schritt 1: Authentifizierung und Abruf eines Sitzungstokens
Zuerst stellen Sie eine sichere Verbindung zu vCenter her, um ein Authentifizierungstoken zu erhalten.
import requests
import csv
from requests.packages.urllib3.exceptions import InsecureRequestWarning
# SSL-Warnungen für selbst signierte Zertifikate deaktivieren
requests.packages.urllib3.disable_warnings(InsecureRequestWarning)
vcenter_ip = "<vcenter-ip>"
username = "<Benutzername>"
password = "<Passwort>"
# Authentifizierungstoken abrufen
auth_url = f"https://{vcenter_ip}/rest/com/vmware/cis/session"
response = requests.post(auth_url, auth=(username, password), verify=False)
token = response.json()["value"]
headers = {"vmware-api-session-id": token}
Schritt 2: Abruf der VM-Daten
Nach erfolgreicher Anmeldung fragen Sie den Endpunkt vcenter/vm ab, um die Rohdaten des Inventars zu erhalten.
vm_url = f"https://{vcenter_ip}/rest/vcenter/vm"
vm_response = requests.get(vm_url, headers=headers, verify=False)
vm_data = vm_response.json()["value"]
Schritt 3: Auswertung und Export als CSV
Abschließend durchlaufen Sie die JSON-Antwort und schreiben die gewünschten Felder in eine lokale CSV-Datei.
with open("vCenter_VM_List_API.csv", "w", newline="", encoding="utf8") as f:
writer = csv.writer(f)
# Spaltenüberschriften definieren
writer.writerow(["VM-Name", "Betriebszustand", "CPU-Anzahl", "Arbeitsspeicher (GB)"])
for vm in vm_data:
# Umrechnung von MiB in GB für bessere Lesbarkeit
memory_gb = vm.get("memory_size_MiB", 0) / 1024
writer.writerow([vm["name"], vm["power_state"], vm["cpu_count"], memory_gb])
print("Export abgeschlossen: vCenter_VM_List_API.csv")
Für Administratoren, die detailliertere technische Auswertungen oder plattformspezifische Flexibilität benötigen, sind diese beiden Tools branchenweit beliebt, um Daten aus vCenter auszulesen.
Der Export der VM-Liste ist der erste Schritt zur Transparenz über die Infrastruktur, aber Transparenz allein schützt nicht vor Datenverlust. Nachdem Sie durch den Inventarexport Ihre geschäftskritischen Workloads identifiziert haben, steht der Schutz dieser Systeme im Fokus.
i2Backup ermöglicht den nahtlosen Übergang von „Wissen über vorhandene Systeme“ zu „Schutz vorhandener Systeme“ mit einer leistungsstarken, agentenlosen Sicherungslösung.
Die Wahl der passenden Exportmethode hängt von Ihrem Ziel ab: Nutzen Sie den vSphere Client für schnellen Abruf, PowerCLI für große Umgebungen, die REST-API für Integrationen oder Drittanbieterwerkzeuge für detaillierte Prüfungen.
Beachten Sie jedoch, dass eine CSV-Datei lediglich ein zeitlicher Schnappschuss ist. Um Ihre Umgebung wirklich zu beherrschen, nutzen Sie das Inventar, um eine resiliente Datenstrategie aufzubauen. Der Wechsel von manueller Erfassung zu einer automatisierten, agentenlosen Lösung wie i2Backup stellt sicher, dass jede von Ihnen identifizierte VM nicht nur erfasst, sondern umfassend geschützt und wiederherstellbar ist. Hören Sie auf, Ihre Ressourcen nur aufzulisten – beginnen Sie, sie zu schützen.