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Von: Emma

Datenverluste durch Hardware‑Ausfälle oder Ransomware stellen eine ständige Bedrohung dar. Obwohl USB‑Laufwerke weit verbreitet sind, fehlt ihnen die für den professionellen Datenschutz erforderliche Redundanz. Das Einrichten eines Windows‑Backups auf ein NAS (Network Attached Storage) – beispielsweise gängige Modelle von Synology – erstellt ein zentrales, RAID‑geschütztes Speicherrepository, das Ihre Daten sicher und zugänglich hält.

Wenn Sie Windows‑Daten auf ein NAS sichern, werden System‑Images und Dateien außerhalb des Rechners gespeichert. Diese physische Trennung ist entscheidend für die Wiederherstellung bei Ausfall oder Beschädigung des lokalen Laufwerks.

Was ist ein NAS und warum eignet es sich für Windows‑Backups

Ein NAS (Network Attached Storage) ist ein dediziertes Speichergerät im lokalen Netzwerk, das wie eine private Cloud für Privat‑ oder Geschäftsumgebungen fungiert. Im Gegensatz zu einem einfachen externen USB‑Laufwerk arbeitet ein NAS mit allen Ihren Geräten über das Netzwerk zusammen.

Die meisten NAS‑Geräte nutzen RAID‑Technologie, um Daten über mehrere Festplatten zu spiegeln. Fällt eine Festplatte aus, bleiben Ihre Backups erhalten – etwas, das kein einzelnes USB‑Laufwerk garantieren kann.Was ist ein NAS

Wichtigste Vorteile von Windows‑Backups auf ein NAS:

  • Zentralisierung: Speichern Sie Backups aller PCs und Server an einem einzigen Ort.
  • Automatischer Schutz: Einfaches Einrichten automatischer Windows‑Backups auf das NAS über WLAN oder Ethernet.
  • Skalierbare Speicherkapazität: Festplatten hinzufügen oder Speicher bei Bedarf erweitern.
  • Widerstandsfähigkeit gegen Ransomware: Integrierte Momentaufnahmen ermöglichen die Datenwiederherstellung vor einer Infektion.

Für kleine und mittlere Unternehmen ist ein NAS eine kostengünstige Möglichkeit, die 3‑2‑1‑Backup‑Regel umzusetzen. Es erstellt eine sichere, lokale Zweitkopie Ihrer Daten, die unabhängig von Ihrem primären Windows‑Rechner ist.

4 Methoden für Windows‑Backups auf ein NAS

Es gibt mehrere Verfahren, um Windows‑Daten auf ein NAS zu sichern – je nachdem, ob einzelne Dateien oder das gesamte Betriebssystem geschützt werden sollen. Unten die vier zuverlässigsten Methoden, die heute von IT‑Fachkräften eingesetzt werden.

Methode 1: Dateiversionsverlauf (Windows 10/11)

Der Dateiversionsverlauf ist das integrierte Windows‑Werkzeug für dateibasierte Backups auf ein NAS. Er verfolgt automatisch Änderungen in Ordnern wie Dokumente, Musik, Bilder und Desktop, sodass Sie frühere Versionen wiederherstellen können, falls Dateien verloren gehen oder beschädigt werden.

Einsatzzweck

Privatanwender und Büromitarbeiter, die Versionsverwaltung für täglich genutzte Dateien benötigen.

Einrichten des Dateiversionsverlaufs für Backups auf das NAS:
  1. NAS‑Ordner zuordnen: Öffnen Sie den Datei‑Explorer, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Dieser PC und wählen Sie Netzlaufwerk zuordnen. Weisen Sie dem NAS‑Backup‑Ordner einen Laufwerksbuchstaben zu.NAS‑Ordner zuordnen
  2. Dateiversionsverlauf öffnen: Gehen Sie zu Einstellungen > Update und Sicherheit > Sicherung (Windows 10) oder suchen Sie in der Systemsteuerung nach Dateiversionsverlauf (Windows 11).Windows 11 Dateiversionsverlauf
  3. NAS auswählen: Klicken Sie auf Laufwerk hinzufügen und wählen Sie den zugeordneten NAS‑Speicherort aus.
  4. Häufigkeit festlegen: Unter Weitere Optionen legen Sie fest, wie oft automatische Backups auf das NAS ausgeführt werden sollen.
Vorteile
  • Einfache Wiederherstellung einzelner Dateiversionen.
  • Läuft im Hintergrund ohne Störungen.
Nachteile
  • Sichert keine Windows‑Systemdateien, Anwendungen oder Einstellungen.
  • Instabile NAS‑Verbindungen können Backups ohne klare Warnungen unterbrechen.
Tipp: Verwenden Sie eine statische IP‑Adresse für Ihr NAS. Ändert sich die IP‑Adresse, verliert Windows den Backup‑Pfad und zeigt den Fehler „Laufwerk getrennt“ an.

Methode 2: Sichern und Wiederherstellen (Windows‑7‑Tool) – Systemimage‑Backups

Obwohl es als Windows‑7‑Tool bezeichnet wird, ist dieses integrierte Dienstprogramm auch unter Windows 10 und 11 eine gängige Methode, um Windows‑Backups auf NAS‑Ebene von Systemimages durchzuführen. Im Gegensatz zum Dateiversionsverlauf, der nur persönliche Dateien sichert, erstellt diese Methode ein vollständiges Bare‑Metal‑Backup.

Fällt Ihr Hauptlaufwerk aus, können Sie mit diesem Image das gesamte Betriebssystem, Anwendungen und Einstellungen auf ein neues Laufwerk wiederherstellen.

Einsatzzweck

IT‑Administratoren und fortgeschrittene Benutzer, die eine vollständige Notfallwiederherstellung ohne Drittsoftware benötigen.

Schritte zum Erstellen eines Systemimage‑Backups auf das NAS:
  1. Öffnen Sie Systemsteuerung > System und Sicherheit > Sichern und Wiederherstellen (Windows 7).Sichern und Wiederherstellen Windows 7
  2. Klicken Sie links auf Systemimage erstellen.Systemimage erstellen
  3. Wählen Sie An einem Netzwerkspeicherort und klicken Sie auf Auswählen.
  4. Geben Sie den Netzwerkpfad des NAS ein (z. B. \\192.168.1.50\Backup) und melden Sie sich mit Ihren NAS‑Zugangsdaten an.
  5. Wählen Sie die zu sichernden Laufwerke aus (in der Regel System reserviert und C:) und starten Sie das Backup.
Vorteile
  • Vollständig kostenlos und in Windows integriert.
  • Wiederherstellung des gesamten Systems inklusive Software und Einstellungen.
Nachteile
  • Langsamer als moderne Backup‑Tools.
  • Begrenzte Verschlüsselungs‑ und Kompressionsmöglichkeiten.
Tipp: Erstellen Sie einen Windows‑Wiederherstellungs‑USB‑Stick, um das Systemimage vom NAS wiederherzustellen, wenn Windows nicht mehr bootet.

Methode 3: Windows‑Server‑Backup auf NAS (für Server‑Editionen)

Für Windows Server 2016, 2019 und 2022 ist das Windows‑Server‑Backup (WSB) das integrierte Werkzeug für anspruchsvollere Szenarien. Es unterstützt Volumeschattenkopien (VSS) und eignet sich damit für Active Directory, SQL Server und andere geschäftskritische Dienste.

Einsatzzweck

IT‑Administratoren und KMU, die eine kostenlose, zuverlässige Möglichkeit benötigen, Windows‑Server‑Daten auf ein NAS zu sichern.

Einrichten des Windows‑Server‑Backups auf das NAS:
  1. Installieren Sie das Windows‑Server‑Backup über den Server‑Manager.
  2. Öffnen Sie das Tool und starten Sie den Assistenten für Sicherungszeitpläne. Windows‑Server‑Backup Bilder © Microsoft
  3. Wählen Sie Gesamter Server oder benutzerdefinierte Volumes aus.
  4. Wählen Sie Sicherung in einen freigegebenen Netzwerkordner.
  5. Geben Sie den UNC‑Pfad des NAS sowie die Zugangsdaten ein.
  6. Legen Sie den Zeitplan für das automatische Windows‑Backup auf das NAS fest.
Vorteile
  • VSS‑Unterstützung für Datenbanken und Geschäftsanwendungen.
  • Unterstützt Bare‑Metal‑Wiederherstellung.
Nachteile
  • Netzwerkfreigaben behalten nur die aktuellste Sicherung.
  • Erfordert die manuelle Installation der Funktion.
Hinweis: Sie müssen eine VHDX‑Datei auf Ihrem NAS‑Laufwerk einbinden, um inkrementelle Backups und mehrere Wiederherstellungspunkte zu ermöglichen.

Methode 4: Empfohlene automatische Lösung für Windows‑Backups (auch VM‑Backups) auf das NAS

In Unternehmensumgebungen oder bei komplexen Datenanforderungen fehlt den nativen Windows‑Tools oft an Flexibilität und zentraler Steuerung. i2Backup ist eine professionelle Komplettlösung, mit der Sie über eine einzige Weboberfläche physische Rechner, virtuelle Maschinen und Datenbanken auf ein NAS sichern können.

Einsatzzweck: KMU und IT‑Administratoren, die eine zuverlässige automatische Windows‑Backup‑Lösung für das NAS suchen.

Warum i2Backup für NAS‑Backups überzeugt

  • Breite Kompatibilität: Unterstützt Windows, Windows Server, Linux, VMware, Hyper‑V, SQL Server und Oracle – mit agentenlosem VM‑Backup.
  • Speichereffizienz: Nutzt Deduplizierung und Kompression für eine effiziente Speichernutzung auch bei großen Datenmengen.
  • Ransomware‑Schutz: WORM‑basierte unveränderbare Backups verhindern unbefugte Änderungen durch Ransomware. Zusätzlich wird die AES‑Verschlüsselung für gesicherte Daten unterstützt.
  • Höchste Leistung bei Wiederherstellungen: Sofort‑VM‑Wiederherstellung und dateibasierte Wiederherstellung minimieren Ausfallzeiten.

Mit i2Backup erhalten Sie eine unternehmensweite Überwachung, Bandbreitensteuerung und durchgängige Automatisierung für Ihre Backup‑Abläufe.

Best Practices für Windows‑Backups auf das NAS

Das Einrichten einer zuverlässigen Backup‑Routine ist nur der erste Schritt. Damit Ihre Daten bei echten Störfällen sicher und wiederherstellbar bleiben, folgen Sie diesen praxiserprobten Branchenempfehlungen.

Einhalten der 3‑2‑1‑Backup‑Regel

Ein NAS bietet eine gute lokale Redundanz, sollte aber nicht die einzige Kopie Ihrer wichtigen Daten sein.

  • 3 Kopien: Originaldaten, lokales Backup und eine externe Kopie
  • 2 unterschiedliche Medientypen: Systemlaufwerk und Netzwerkspeicher
  • 1 externe Kopie: Cloud‑Replikation zum Schutz vor physischen Schäden oder Diebstahl

Kabelgebundene Verbindung für große Sicherungsaufgaben nutzen

Drahtlose Verbindungen eignen sich für kleine Dateien. Große Systemimages und vollständige Backups laufen über eine kabelgebundene Gigabit‑Ethernet‑Verbindung deutlich stabiler. Dadurch sinkt das Risiko von Datenbeschädigungen und extrem langen Übertragungszeiten.

Eingeschränktes dediziertes Backup‑Konto verwenden

Vermeiden Sie die Nutzung Ihres Haupt‑Administratorkontos für Backup‑Aufgaben. Erstellen Sie ein eingeschränktes Dienstkonto, das nur Zugriff auf den Backup‑Freigabeordner erhält.

Nutzen Sie nach Möglichkeit WORM‑ oder unveränderbaren Speicher, um versehentliche oder böswillige Änderungen an Wiederherstellungspunkten zu verhindern.

Snapshots auf dem NAS aktivieren

Snapshots erstellen zeitpunktgenaue Versionen Ihrer gespeicherten Daten. Bei Beschädigungen oder Infektionen können Sie schnell in einen sauberen Zustand zurückkehren, ohne vollständige Backups wiederherstellen zu müssen.

Regelmäßige Wiederherstellungstests durchführen

Ein Backup ist nur nutzbar, wenn Sie daraus auch wiederherstellen können. Testen Sie mindestens einmal pro Quartal die Wiederherstellung von Dateien, Ordnern oder sogar vollständigen Systemimages, um die Funktionsfähigkeit sicherzustellen.

Häufig gestellte Fragen

F1. Kann ich mehrere Windows‑PCs auf dasselbe NAS sichern?
Ja. Ein NAS ist für die zentrale Speicherung ausgelegt. Erstellen Sie für jeden PC separate Freigabe‑ oder Unterordner (z. B. \\NAS\Backup\PC‑Sales‑01), um ein Überschreiben von Daten zu vermeiden. Für eine einfachere Verwaltung können Sie mit i2Backup alle Clients über eine einheitliche Weboberfläche überwachen.

 

F2. Warum schlägt mein Windows‑Backup auf das NAS mit dem Fehler „Zugriff verweigert“ fehl?
Dies entsteht meist durch nicht übereinstimmende Zugangsdaten. Windows versucht die Verbindung mit den Anmeldedaten des PCs herzustellen, die nicht mit dem NAS‑Benutzer übereinstimmen.

Lösung: Stellen Sie sicher, dass der NAS‑Benutzer Lese‑/Schreib‑Berechtigungen für den Zielordner hat. Gehen Sie unter Windows zu Systemsteuerung > Benutzerkonten > Anmeldeinformationen verwalten und fügen Sie unter „Windows‑Anmeldeinformationen“ die NAS‑IP‑Adresse sowie die Zugangsdaten hinzu.

 

F3. Sollte ich einen zugeordneten Laufwerksbuchstaben oder einen UNC‑Netzwerkpfad verwenden?
Für automatische Windows‑Backups auf das NAS ist ein UNC‑Pfad (z. B. \\192.168.1.50\Backup) in der Regel zuverlässiger. Zugeordnete Laufwerke (z. B. Z:) werden erst nach einer Benutzeranmeldung verbunden, sodass geplante Hintergrundaufgaben fehlschlagen können, wenn der Rechner sich im Sperrbildschirm befindet.

 

F4. Wie viel Speicherplatz benötige ich auf dem NAS für ein Systemimage‑Backup?
Ein übliches Windows‑Systemimage‑Backup hat ungefähr die Größe des belegten Speicherplatzes auf Ihrem C‑Laufwerk. Bei 200 GB belegtem Speicher erwarten Sie eine Backup‑Datei von ca. 200 GB. Mit modernen Tools wie i2Backup lässt sich dieser Bedarf durch Deduplizierung und Kompression deutlich senken.

Fazit

Windows‑Backups auf ein NAS sind eine effektive Möglichkeit, um von anfälligen USB‑Speichern zu einem professionellen Datenschutz zu wechseln. Ob Sie die einfache Dateiversionsverwaltung für private Dokumente oder die robuste Bare‑Metal‑Wiederherstellung des Windows‑7‑Backup‑Tools wählen – entscheidend ist die Konsistenz.

Für Geschäftsumgebungen und komplexe Workloads bietet ein automatisches Windows‑Backup auf das NAS mit i2Backup die beste Balance aus Leistung und Sicherheit.

Analysieren Sie noch heute Ihre kritischen Daten. Durch automatisierte Backups und die Einhaltung der 3‑2‑1‑Regel ist Ihre Windows‑Umgebung jederzeit für eine schnelle und erfolgreiche Wiederherstellung gerüstet.

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