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Die Migration von VMware-VMs von einem vCenter zu einem anderen ist eine häufige Aufgabe, die IT-Teams dabei unterstützt, Arbeitslasten auszugleichen und Rechenzentren neu zu strukturieren.
Warum Unternehmen VMs zwischen vCenter-Instanzen migrieren müssen
Organisationen migrieren VMware-VMs oft auf ein anderes vCenter, um Produktiv- und Entwicklungsumgebungen voneinander abzugrenzen oder alte Hardware im Rahmen einer Rechenzentrumsmodernisierung außer Betrieb zu nehmen.
Durch solche Umzüge lassen sich zudem Ressourcen nach Unternehmenszusammenschlüssen konsolidieren oder auf eine neuere vSphere-Version umstellen.
Wichtige Voraussetzungen vor der Migration einer VMware-VM zu einem anderen vCenter
Bevor Sie beginnen, müssen Sie:
Zusätzlich müssen Teams die Netzwerkerreichbarkeit zwischen den Verwaltungsservern prüfen und klare Erwartungen bezüglich möglicher Ausfallzeiten definieren, um die Dienstkontinuität zu gewährleisten.
Mithilfe von Cross vCenter vMotion lassen sich laufende virtuelle Maschinen von einem vCenter-Server auf einen anderen verschieben, ohne diese herunterzufahren.
Nutzen Sie diese Methode, wenn Sie eine VM zwischen vCentern migrieren müssen, während die Anwendung weiter betrieben wird. Sie eignet sich hervorragend für geschäftskritische Systeme, bei denen bereits wenige Minuten Ausfallzeit gravierende Störungen für Benutzer verursachen würden.
Das Verfahren ist zudem hilfreich bei der Rechenzentrumskonsolidierung oder Hardwareerneuerung. Es ermöglicht die Verschiebung laufender Arbeitslasten auf eine neue Infrastruktur, ohne lange Wartungsfenster einzuplanen oder Produktivdienste anzuhalten.
Cross vCenter vMotion ermöglicht die Verschiebung einer laufenden VM von einem vCenter zu einem anderen mit minimalen Ausfallzeiten. Der Vorgang lässt sich in folgende zentrale Schritte unterteilen:
Schritt 1 – Initiierung: Klicken Sie im vSphere Client des Quellsystems mit der rechten Maustaste auf die virtuelle Maschine und wählen Sie Migrieren. Wählen Sie „Sowohl Computerressource als auch Speicher ändern“, um den Cross-vCenter-Ablauf zu starten.
Schritt 2 – Authentifizierung am Ziel-vCenter: Wählen Sie die Option „Export über einen anderen vCenter-Server“. Sie werden aufgefordert, ein gespeichertes Ziel-vCenter auszuwählen oder die FQDN/IP-Adresse sowie Zugangsdaten für ein entferntes vCenter einzugeben (auch bei abweichenden SSO-Domänen).
Schritt 3 – Ressourcenzuordnung: Definieren Sie das Ziel für die VM. Wählen Sie das Ziel-Cluster/den Ziel-Host, das passende Datastore sowie den VM-Ordner aus.
Schritt 4 – Netzwerk- und Kompatibilitätsprüfung: Ordnen Sie das Quellnetzwerk der passenden Portgruppe auf dem Ziel-vCenter zu. vSphere führt eine Echtzeit-Kompatibilitätsprüfung durch, um sicherzustellen, dass der Zielhost die Hardwareversion der VM sowie die CPU-Befehle (EVC) unterstützt.
Schritt 5 – Durchführung der Live-Migration: Nach Bestätigung werden die Prozesse vMotion und Storage vMotion gleichzeitig gestartet. Die Festplattendateien der VM sowie der aktive Speicherzustand werden verschlüsselt über das Netzwerk übertragen, wodurch ein nahtloser Übergang entsteht.
Dieser vereinfachte Ablauf zeigt, wie Cross vCenter vMotion Automatisierung mit Live-Migration kombiniert. Dadurch ist das Verfahren für geschäftskritische Arbeitslasten praktikabel und senkt Ausfallzeiten.
Für eine erfolgreiche VM-Migration zwischen vCenter-Instanzen müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
Bevor Sie Cross vCenter vMotion starten, stellen Sie sicher, dass sowohl Quell- als auch Ziel-vCenter-Server uneingeschränkt betriebsbereit sind. Sollte die Verwaltungsoberfläche aufgrund des Fehlers „vCenter no healthy upstream“ nicht erreichbar sein, muss dieser Dienstfehler behoben werden, bevor Arbeitslasten migriert werden.
Die Migration über vCenter hinweg ist zwar leistungsstark, aber komplexer als eine Standardmigration innerhalb eines Standorts. Hohe Netzwerklatenz oder geringe Bandbreite zwischen den Standorten können dazu führen, dass der Vorgang fehlschlägt oder sehr lange dauert.
Zudem müssen Sie vor dem Start die Netzwerk- und Speichereinstellungen auf der Zielseite sorgfältig prüfen. Fehlen passende Netzwerkbezeichnungen oder kompatible Speichertypen am Ziel, kann die VM nach der Migration die Netzwerkverbindung verlieren.
Der VMware vCenter Converter ist ein kostenloses Werkzeug, das die Migration als Konvertierung durchführt. Er ist eine zuverlässige Lösung für den Umzug von Systemen zwischen isolierten Umgebungen.
Dieses Tool eignet sich vor allem für kleine Unternehmen, die VMs zwischen vCentern migrieren möchten, ohne komplexe Verknüpfungsmodi einrichten zu müssen.
Es ist besonders hilfreich, wenn einige wenige virtuelle Maschinen von einem alten Server auf einen neuen umgezogen werden sollen.
Die Offline-Migration (ausgeschaltete VM) mithilfe von VMware Converter Standalone umfasst folgende einfache Schritte:
Schritt 1 – Installation und Start: Installieren Sie VMware vCenter Converter Standalone (verfügbar über das Broadcom Support Portal) auf einem System mit Netzwerkzugriff auf Quell- und Zielumgebung. Starten Sie die Anwendung mit Administratorrechten.
Schritt 2 – Quellmaschine auswählen: Klicken Sie auf Maschine konvertieren. Wählen Sie unter „Quellsystem“ die Option „Virtuelle VMware-Infrastrukturmaschine“. Geben Sie die IP/FQDN sowie Zugangsdaten für das Quell-vCenter oder den ESXi-Host ein.
Schritt 3 – Ausgeschaltete VM auswählen: Navigieren Sie im Inventar und wählen Sie die betreffende ausgeschaltete VM aus. Hinweis: Die VM muss heruntergefahren sein, um die Datenkonsistenz während eines Kaltklons sicherzustellen.
Schritt 4 – Ziel festlegen: Geben Sie den Ziel-vCenter-Server oder eigenständigen ESXi-Host an. Bei Migrationen zwischen unterschiedlichen SSO-Domänen geben Sie die Zugangsdaten für das Ziel manuell ein.
Schritt 5 – Hardware und Speicher konfigurieren: Passen Sie den VM-Namen an, wählen Sie das Ziel-Datastore sowie die Version der virtuellen Hardware aus. An dieser Stelle lassen sich Festplatten von Thick- auf Thin-Provisioning umstellen, um Speicherplatz zu sparen.
Schritt 6 – Konvertierung starten: Überprüfen Sie die Zusammenfassung „Bereit zum Abschluss“. Nach dem Klick auf Fertig startet der Converter die blockbasierte Kopie der VMDK-Dateien von der Quelle zum Ziel.
Schritt 7 – Abschließende Bereinigung und Prüfung: Sobald der Status „Abgeschlossen“ angezeigt wird, schalten Sie die VM auf der Zielseite ein. Überprüfen Sie die Netzwerkverbindung und aktualisieren Sie die VMware Tools, um eine optimale Leistung auf dem neuen Host sicherzustellen.
Der Vorgang erfordert die Installation der Software und die Angabe von Quell- und Zielserver. Das Tool kopiert die Daten über das Netzwerk vom alten Host auf den neuen.
Vor dem Start benötigen Sie Administratorzugangsdaten für beide Standorte.
Zudem muss sichergestellt werden, dass auf der Zielseite ausreichend Speicher vorhanden ist und das Netzwerk Datenverkehr zwischen allen Komponenten zulässt.
Die Migration mit diesem Werkzeug erfordert üblicherweise das Herunterfahren der virtuellen Maschine, um Datenverluste zu vermeiden. Diese Ausfallzeit kann bei kritischen Geschäftsanwendungen problematisch sein, die dauernd online bleiben müssen.
Der Export einer OVF-Datei ermöglicht den Transport einer virtuellen Maschine, indem deren Daten als Dateigruppe heruntergeladen werden – während das System ausgeschaltet ist.
Dieses Verfahren eignet sich vor allem für Systeme, die während des Umzugs nicht online bleiben müssen. Es ist eine zuverlässige Methode zur VM-Migration zwischen vCentern, wenn Quell- und Zielnetzwerke nicht miteinander verbunden sind.
Kleine Unternehmen nutzen es häufig für Testlabore oder Entwicklungsserver, die Ausfallzeiten von mehreren Stunden verkraften.
Die Migration einer ausgeschalteten VM mithilfe einer OVF-Vorlage gliedert sich in zwei Hauptphasen:
Phase 1: Export der VM aus dem Quell-vCenter
Phase 2: Import der VM in das Ziel-vCenter
Dieser kompakte Ablauf zeigt, wie der OVF-Export/-Import eine gesteuerte Kaltmigration durchführt. Er ist ideal für geplante Ausfallzeiten oder unkritische Arbeitslasten.
Erforderliche Voraussetzungen und Vorbereitungen
Sie müssen zunächst das Gastsystem vollständig herunterfahren, damit die Daten während des Exports konsistent bleiben. Stellen Sie unbedingt sicher, dass Ihre lokale Arbeitsstation über genügend freien Festplattenspeicher für die großen VM-Dateien verfügt.
Zudem ist zu prüfen, ob der neue Host mit der Hardwareversion der zu migrierenden Maschine kompatibel ist.
Berücksichtigen Sie folgende mögliche Nachteile, bevor Sie sich für diese vCenter-Migrationsmethode entscheiden:
Lösungen von Drittanbietern wie i2Migration stellen eine spezialisierte Alternative dar, wenn die nativen VMware-Tools den Anforderungen komplexer Umgebungen nicht gerecht werden.
Die integrierten VMware-Hilfsprogramme erfordern oft bestimmte Softwareversionen oder direkte Netzwerkverbindungen für einen fehlerfreien Betrieb. i2Migration arbeitet unabhängig von der zugrundeliegenden Hypervisor-Verwaltungsebene und umgeht diese Einschränkungen.
Durch diese Flexibilität lassen sich VMs leichter zwischen vCentern migrieren, wenn Quelle und Ziel an unterschiedlichen Standorten stehen oder unterschiedliche Versionen ausführen.
Das Werkzeug ist für umfassende Datenmobilität konzipiert und nicht nur für einfache VM-Verschiebungen.
Große Unternehmen betreiben oft eine Mischung unterschiedlicher Hardwarehersteller, Speichertypen und Betriebssysteme. i2Migration wurde entwickelt, um diese heterogenen Umgebungen zu verwalten, in denen eine herkömmliche Cross-vCenter-Migration sonst fehlschlagen könnte.
Es ist besonders praktisch für Unternehmen, die eine hohe Verfügbarkeit aufrechterhalten müssen und keine langen Wartungsfenster einplanen können. Das Werkzeug von Information2 vereinfacht die Migration, indem es einen einheitlichen Ablauf für vielfältige Rechenzentrumsinfrastrukturen bietet.
Wichtige Funktionen für Unternehmensmigrationen
i2Migration nutzt fortschrittliche Replikationstechnologie, um Daten während des Übergangs sicher und synchron zu halten. Es senkt technische Risiken und den manuellen Aufwand für IT-Teams.
Die Migration einer VMware-VM auf ein anderes vCenter erfordert sorgfältige Planung, abgestimmt auf Ihre Umgebung, die tolerierbaren Ausfallzeiten und den Migrationsumfang.
Die Live-Migration mit Cross vCenter vMotion eignet sich am besten für laufende, kritische Arbeitslasten. VMware Converter und der OVF-Export sind für Offline-Szenarien innerhalb geplanter Wartungsfenster geeignet.
Für großangelegte oder komplexe Migrationsprojekte können Drittanbietertools wie i2Migration den Vorgang vereinfachen und die Datenkonsistenz sichern. Wenn IT-Teams die vorhandenen Optionen und deren Voraussetzungen kennen, lassen sich die zuverlässigste Methode für die vCenter-Migration auswählen, um Risiken und Ausfallzeiten zu minimieren.