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Von: Emma

Sowohl VirtualBox als auch VMware Workstation Pro sind kostenlose Desktop-Hypervisoren, eignen sich aber für unterschiedliche Arbeitsabläufe. Der Unterschied zwischen beiden zeigt sich deutlich bei praktischen Arbeitslasten. Festplatten-E/A, Grafikbeschleunigung, Host-Betriebssystem-Unterstützung und Ökosystem-Integration weisen jeweils eigenständige Merkmale auf, die je nach ausgeführten Anwendungen relevant sind.

Dieser Leitfaden vergleicht beide Hypervisoren hinsichtlich Host-System-Unterstützung, Festplattenformat-Kompatibilität, Ökosystem-Anbindung und Leistung, damit Sie die passende Lösung für Ihre Umgebung auswählen.

Überblick über VirtualBox und VMware

VirtualBox und VMware Workstation Pro sind Typ-2-Hypervisoren – sie werden auf einem vorhandenen Host-Betriebssystem installiert und nicht direkt auf der Hardware. Beide sind für lokale Entwicklungs-, Test- und Laborumgebungen ausgelegt, nicht für Produktivarbeitslasten.

virtualbox vs vmware

Hinsichtlich der Lizenzierung ist VirtualBox Open Source unter der GPL v2-Lizenz: Es darf uneingeschränkt genutzt, geprüft und modifiziert werden. Das Extension Pack, das Funktionen wie USB-3.0-Unterstützung und Festplattenverschlüsselung hinzufügt, unterliegt separaten kommerziellen Lizenzbestimmungen, die vor einem Unternehmenseinsatz geprüft werden sollten.

VMware Workstation Pro ist seit November 2024 für alle Nutzer kostenlos, einschließlich privater, schulischer und gewerblicher Nutzung. Workstation Player, vormals die kostenlose Basisversion, wurde zeitgleich eingestellt und in Pro integriert.

Hinweis: In diesem gesamten Leitfaden bezieht sich „VirtualBox“ auf Oracle VM VirtualBox und „VMware“ auf VMware Workstation Pro, sofern nicht anders angegeben.

Vorteile und Nachteile von VirtualBox und VMware

Beide Hypervisoren haben klare Stärken, die sich aus unterschiedlichen Entwicklungsausrichtungen ergeben. VirtualBox legt den Fokus auf Offenheit und plattformübergreifende Flexibilität; VMware Workstation Pro punktet mit maximaler Leistung und Unternehmensintegration.

Oracle VirtualBox

VirtualBox ist eine gute Wahl für Entwickler, denen Transparenz durch Open Source und Flexibilität wichtiger als maximale Leistung ist.

Vorteile:

  • Echte plattformübergreifende Host-Unterstützung: Läuft auf Windows, macOS, Linux und Solaris, sodass Teams mit unterschiedlichen Host-Systemen problemlos virtuelle Maschinen austauschen können.
  • Open Source (GPL v2): Die Kern-Engine ist vollständig prüfbar und frei von Herstellerbindungen – ein entscheidender Punkt für Unternehmen mit strengen Compliance-Vorgaben.
  • Breite Unterstützung von Festplattenformaten: Nativ kompatibel mit VDI, VMDK, VHD und QCOW2, sodass virtuelle Maschinen aus anderen Umgebungen ohne manuelle Umwandlung importiert werden können.
  • Native Vagrant- und Docker-Integration: Ist der Standardanbieter für Vagrant und daher ideal für Entwickler, die lokale Umgebungen über Kommandozeile und Infrastructure-as-Code verwalten.

Nachteile:

  • Schwächere 3D-Grafik: Die Obergrenze von OpenGL 2.1 macht es ungeeignet für grafikintensive Arbeitslasten oder Tests moderner 3D-Anwendungen.
  • Höherer RAM-Bedarf auf dem Host: Verbraucht mehr physischen Arbeitsspeicher pro laufender Gastmaschine als VMware – besonders spürbar bei mehreren gleichzeitig ausgeführten VMs.
  • Keine Registeroberfläche: Jede virtuelle Maschine öffnet sich in einem separaten Fenster, was die Verwaltung vieler Gastsysteme unübersichtlich macht.
  • Lizenzbeschränkungen beim Extension Pack: Der Basishypervisor unterliegt der GPL-Lizenz, das Extension Pack (mit USB-3.0-Unterstützung, NVMe und Festplattenverschlüsselung) erfordert für gewerbliche Nutzung eine kostenpflichtige Oracle Enterprise-Lizenz.

VMware Workstation Pro

VMware Workstation Pro verzichtet auf eine breite Host-Plattformunterstützung und bietet dafür deutlich bessere Leistung sowie tiefere Unternehmensintegration.

Vorteile:

  • Überlegene Festplatten-E/A-Leistung: Die PVSCSI- und NVMe-Controller liefern etwa 3,2-fach höhere sequenzielle Lesegeschwindigkeiten als VirtualBox – das beschleunigt Kompiliervorgänge, Datenbankabfragen und Operationen mit großen Dateien.
  • Bessere 3D- und Grafikleistung: Unterstützt DirectX 12 und OpenGL 4.3 und eignet sich daher für Tests grafikreicher Anwendungen sowie leichte GPU-Arbeitslasten innerhalb einer VM.
  • Niedrigerer RAM-Overhead auf dem Host: Fortgeschrittene Speicherverwaltung ermöglicht das gleichzeitige Ausführen mehrerer VMs auf derselben physikalischen RAM-Ausstattung.
  • Registeroberfläche: Alle aktiven virtuellen Maschinen lassen sich in einem einzigen Fenster verwalten, wodurch der Wechsel zwischen Gastsystemen vereinfacht wird.
  • Integration in das vSphere-Ökosystem: Direkte Verbindung zu ESXi-Hosts und vCenter Server, sodass VMs zwischen lokaler Workstation und Rechenzentrum verschoben werden können.

Nachteile:

  • Nur Windows- und Linux-Hosts: Keine Unterstützung für macOS oder Solaris. Mac-Nutzer benötigen das separate Produkt VMware Fusion.
  • Eigener Quellcode: Geschlossene Software ohne Zugriff auf den zugrundeliegenden Code – ein Nachteil für Unternehmen mit Open-Source-Vorgaben.
  • Ausgerichtet auf VMDK: Nur begrenzte native Unterstützung für VDI, VHD oder QCOW2; für die Kompatibilität müssen zuerst Umwandlungswerkzeuge ausgeführt werden.
  • Keine native Vagrant- oder Docker-Anbindung: Es existieren Drittanbieter-Plugins, aber keine vorkonfigurierte Kommandozeilen-Arbeitsweise wie bei VirtualBox mit Vagrant.

Leistungsvergleich von VirtualBox und VMware

Beide Hypervisoren führen Gastbetriebssysteme zuverlässig aus, aber ihre interne Architektur erzeugt messbare Leistungsunterschiede unter Last. Bei leichten Arbeitslasten ist der Abstand gering; bei datenbankintensiven, speicherbegrenzten oder grafikabhängigen Aufgaben fallen die Unterschiede deutlich auf.

CPU-Leistung

Der Single-Thread-CPU-Overhead beider Plattformen ist nahezu identisch.

  • VirtualBox: Bei Geekbench 6-Einkern-Tests liegt die Leistung um etwa 7 % unter der von VMware. Ausreichend für alltägliche Entwicklungsaufgaben, Skripte und leichte Webserver-Lasten.
  • VMware: Leicht überlegen bei der reinen CPU-Durchsatzleistung, der Unterschied ist für die meisten Entwicklungs- und Testanwendungen aber vernachlässigbar.

Speicher-Overhead

Die Speicherverwaltung wird zum entscheidenden Unterscheidungsmerkmal bei mehreren gleichzeitig laufenden VMs.

  • VirtualBox: Bei einer Windows-11-Gastmaschine mit 4 GB zugewiesenem RAM werden etwa 4,8 GB Host-RAM verbraucht.
  • VMware: Für dieselbe Gastmaschine sind nur rund 4,2 GB Host-RAM nötig – dank Speicherkompression und Seitenfreigabe. Dadurch lassen sich mehr VMs parallel betreiben, bevor Auslagerungsvorgänge Verlangsamungen verursachen.

Festplatten-E/A

Bei der Speicherleistung wird der Leistungsunterschied besonders groß.

  • VirtualBox: Ausreichend für allgemeine Arbeitslasten, bleibt aber bei E/A-intensiven Aufgaben zurück.
  • VMware: Die Unterstützung von PVSCSI- und NVMe-Controllern erreicht etwa 3,2-fach höhere sequenzielle Lesegeschwindigkeiten. Deutlich schneller bei großen Datenbankimporten, umfangreichen Kompiliervorgängen und mehrgigabytegroßen Dateioperationen.

3D- und Grafikbeschleunigung

Hier besteht der größte Leistungsunterschied zwischen beiden Lösungen.

  • VirtualBox: Höchstwert bei OpenGL 2.1, ungeeignet für Tests moderner 3D-Anwendungen oder GPU-beschleunigte Arbeitslasten.
  • VMware: Unterstützt DirectX 11 und OpenGL 4.3 in Gastmaschinen und nutzt die Host-GPU zur Beschleunigung. Benchmarks zeigen bei GPU-abhängigen Rendering-Tests eine etwa 5,6-fach höhere Bildrate als VirtualBox.

Netzwerksimulation

  • VirtualBox: Unterstützt gängige NAT-, Host-Only- und Bridge-Konfigurationen. Die Simulation von gestörten oder begrenzten Netzwerkverhältnissen erfordert externe Betriebssystemwerkzeuge.
  • VMware: Enthält den Virtual Network Editor zur Erstellung komplexer Netzwerktopologien mit konfigurierbarem Paketverlust, Latenz und Bandbreitenbegrenzungen – hilfreich für Tests verteilter Systeme und netzwerksensitiver Anwendungen.

Funktionsvergleich von VirtualBox und VMware

Die folgende Tabelle fasst die zentralen Merkmale beider Hypervisoren gegenüber:

Merkmal VirtualBox VMware
Unterstützte Host-Betriebssysteme Windows, macOS, Linux, Solaris Nur Windows, Linux
macOS-Host (Apple Silicon) Unterstützt (nur ARM-Gäste) VMware Fusion (separates Produkt)
Open Source Ja (GPL v2) Nein
Flexibilität bei Festplattenformaten VMDK, VHD, VDI, QCOW2, HDD, QED Hauptsächlich VMDK
Vagrant/Docker-Integration Nativ integriert Nur über Drittanbieter-Plugins
Verschlüsselung virtueller Maschinen Nur mit Extension Pack Integriert
Registeroberfläche Nein Ja
Integration in vSphere-Ökosystem Nein Ja

Die folgenden Abschnitte erläutern die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale detailliert.

Host-Plattformen und Apple Silicon

VirtualBox läuft auf Windows-, Linux-, macOS- und Solaris-Hosts und ist daher praktisch für Teams mit gemischten Betriebssystemen. VirtualBox 7.2 unterstützt Macs mit Apple Silicon, Gastsysteme sind aber auf ARM64-Varianten beschränkt – x86-Gäste lassen sich auf ARM-Hardware nicht ausführen.

VMware verfolgt eine geteilte Strategie: Workstation Pro ist ausschließlich für Windows und Linux vorgesehen, Mac-Nutzer benötigen VMware Fusion, eine separate Anwendung für macOS. Fusion unterstützt Apple Silicon und kann Windows 11 ARM als Gast ausführen; x86-Gastsysteme laufen ebenfalls nicht auf Apple-Silicon-Hardware.

Open Source vs. proprietäre Software

Die Kern-Engine von VirtualBox wird unter der GPL v2 veröffentlicht, vollständig prüfbar und frei von Herstellerbindungen. Dies ist relevant für Unternehmen mit Open-Source-Vorgaben oder strengen Compliance-Regeln.

VMware ist vollständig quellgeschlossen. Der Vorteil ist ein kontrollierter Entwicklungsprozess bei Broadcom, der für bessere Hardwaretreiberintegration und eine ausgereifte Standardfunktionalität sorgt.

Unterstützung von Festplattenformaten

VirtualBox verarbeitet zahlreiche virtuelle Festplattenformate nativ – VDI, VMDK, VHD und QCOW2 – ohne vorherige Umwandlung. Ein Festplattenabbild aus heterogenen Virtualisierungsumgebungen wie Hyper-V oder KVM kann direkt eingebunden und gestartet werden.

VMware ist auf das eigene VMDK-Format ausgelegt. Zum Import von VHD- oder QCOW2-Festplatten sind Umwandlungswerkzeuge wie qemu-img oder VMware vCenter Converter erforderlich.

Entwicklerwerkzeuge

VirtualBox ist der Standardanbieter für HashiCorp Vagrant und daher die erste Wahl für Infrastructure-as-Code-Arbeitsabläufe mit kommandozeilengesteuerter VM-Bereitstellung.

Für VMware ist eine zusätzliche Konfiguration zur Vagrant-Anbindung nötig. Es existiert ein von HashiCorp gepflegtes Plugin, die Einrichtung ist aufwendiger und nicht alle Vagrant-Boxen sind standardmäßig für VMware verpackt.

Sicherheit und Ökosystem

VMware bietet integrierte Funktionen wie VM-Verschlüsselung, TPM-2.0-Emulation für Windows-11-Gäste sowie direkte Anbindung an vSphere/vCenter. Dadurch lassen sich lokale VMs und entfernte Rechenzentrumsinstanzen über eine einheitliche Oberfläche verwalten.

VirtualBox realisiert erweiterte Funktionen über das Extension Pack, das Festplattenverschlüsselung, NVMe-Emulation und RDP-Zugriff hinzufügt. Hinweis: Die gewerbliche Nutzung des Extension Packs erfordert eine kostenpflichtige Oracle Enterprise-Lizenz. VirtualBox verfügt über keine native Verbindung zu Unternehmensvirtualisierungsplattformen wie VMware ESXi.

Einsatzempfehlung: VirtualBox oder VMware

Beide Plattformen sind mittlerweile kostenlos erhältlich – die Entscheidung hängt von Ihrer Host-Umgebung, den Arbeitsabläufen und Leistungsanforderungen ab.

Wählen Sie VirtualBox, wenn:

  • Sie macOS oder Solaris als Host-Betriebssystem nutzen: VirtualBox ist auf Windows, macOS, Linux und Solaris installierbar. Bei Teams mit gemischten Betriebssystemen reduziert ein einheitliches Tool den Verwaltungsaufwand.
  • Sie ältere Gastbetriebssysteme testen müssen: VirtualBox unterstützt eine breite Palette veralteter Systeme wie Windows XP, alte Linux-Distributionen und OS/2. Sehr alte Systeme wie MS-DOS oder Windows 98 laufen nur mit eingeschränkter Unterstützung und erfordern ggf. zusätzliche Anpassungen auf moderner Hardware.
  • Sie im Bildungsbereich oder Open-Source-Umgebungen arbeiten: Die GPL-v2-Kernkomponente von VirtualBox ist vollständig prüfbar, ohne proprietäre Binärdateien im Hypervisor. Für Unternehmen mit strengen Open-Source-Compliance-Vorgaben ist dies ein zentraler Vorteil.
  • Sie eine native Vagrant-Integration benötigen: VirtualBox ist der vordefinierte lokale Anbieter für Vagrant. Wenn Ihr Team standardisierte Entwicklungsumgebungen über die Kommandozeile bereitstellt, funktioniert VirtualBox ohne zusätzliche Plugin-Installationen sofort.

Wählen Sie VMware, wenn:

  • Sie grafikintensive virtuelle Maschinen betreiben: Die Unterstützung von DirectX 11 und OpenGL 4.3 eignet sich für KI-Entwicklung, 3D-Oberflächentests und GPU-beschleunigte Arbeitslasten, bei denen VirtualBoxs OpenGL-2.1-Obergrenze Rendering-Probleme verursacht.
  • Sie mehrere VMs gleichzeitig bei begrenztem Host-RAM ausführen: Speicherkompression und Seitenfreigabe bei VMware ermöglichen mehr parallele Gastsysteme, bevor Auslagerungsvorgänge das System verlangsamen – ideal für mehrknotige Laborumgebungen wie Active-Directory-Simulationen oder Microservice-Netze.
  • Sie E/A-intensive Arbeitslasten verarbeiten: Bei lokalen Datenbankservern, umfangreichen Kompiliervorgängen oder häufigen Dateioperationen verhindern die NVMe- und PVSCSI-Treiberoptimierungen von VMware, dass der Speicher zum Leistungsengpass wird.
  • Sie im VMware/vSphere-Ökosystem arbeiten: Wenn Sie bereits vSphere-HA-Cluster mit ESXi-Hosts oder vCenter verwalten, können Sie mit Workstation Pro Produktiv-VMs direkt vom lokalen Desktop aus steuern, ohne zwischen Tools wechseln zu müssen.
  • Sie eine Registeroberfläche für die Verwaltung vieler VMs bevorzugen: VMware bündelt alle laufenden Gastsysteme in einem einzigen Fenster mit Registern – übersichtlicher als die Verwaltung zahlreicher separater Fenster auf einer überladenen Taskleiste.

Migration von VMs zwischen VirtualBox und VMware

Der Wechsel zwischen Hypervisoren bringt Probleme durch inkompatible Festplattenformate, Treiberunterschiede und das Risiko eines fehlgeschlagenen Starts auf der Zielplattform mit sich. Der Standard-Export über OVF/OVA funktioniert für einfache Fälle, scheitert aber bei alten Systemtreibern, nicht kompatiblen Controllern oder großen VMs, die nach dem Transfer auf Integrität geprüft werden müssen.

Für Unternehmen mit Produktivarbeitslasten auf VMware oder VirtualBox, die eine plattformübergreifende Migration planen, löst i2Migration alle Sonderfälle durchgängig.

VM-Migration mit i2Migration

i2Migration ist eine plattformübergreifende Migrationsplattform für heterogene Umgebungen, die P2V, V2V, Physikal-zu-Cloud und Virtual-zu-Cloud-Szenarien abdeckt. Für Teams, die zwischen VirtualBox und VMware wechseln oder lokale VMs in ein Unternehmens-vSphere-Cluster migrieren, beseitigt es die Probleme manueller OVF-Exporte.

Relevante Kernfunktionen für die Hypervisor-Migration:

  • Vollständige Maschinenmigration ohne Ausfallzeit: Kombiniert Block- und Dateireplikation, um laufende Systeme ohne Herunterfahren der Produktivlasten zu migrieren. Die VMs bleiben während des Transfers betriebsbereit.
  • Hardwareunabhängige OS-Migration: Wandelt BIOS/UEFI automatisch um und injiziert passende Treiber, sodass VMs auf der Zielplattform ohne manuelle Treiberneuinstallation starten.
  • Unterstützung alter Betriebssysteme: Ermöglicht die fehlerfreie Migration älterer Windows- und Linux-Gastsysteme – praktisch bei der Übertragung veralteter VirtualBox-VMs, für die moderne VMware-Tools keine Unterstützung bieten.
  • Integrierte Validierung: Durchgängige Datensatzprüfung mit automatischer Korrektur, sodass Sie keine Unsicherheit über die Integrität migrierter VMs haben.
  • Sicherer Transfer: AES/SM4-Verschlüsselung, Bandbreitensteuerung und Fortsetzung ab abgebrochenem Punkt sorgen für zuverlässige Fern- oder Standortübergreifende Migrationen auch bei begrenzten Netzwerkressourcen.

Sobald Ihre VMs auf der Zielplattform laufen, stehen Hochverfügbarkeit und Schutz vor zukünftigen Ausfällen im Fokus. i2Availability bietet Echtzeit-Replikation und automatisches Failover für Produktivsysteme, während i2Backup geplante und kontinuierliche Sicherungen für physikalische, virtuelle und Cloud-Umgebungen bereitstellt.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F1: Warum wechseln Unternehmen von VMware ab?
Nach der Übernahme von VMware durch Broadcom wurden dauerhafte Lizenzen abgeschafft und nur noch Abonnementpakete angeboten, wodurch die Kosten für viele Organisationen deutlich stiegen. Gebündelte Produktpakete und neu strukturierter Support veranlassen kleine und mittlere Teams, nach kostengünstigeren Alternativen mit planbaren Ausgaben zu suchen.

F2: Ist VMware mittlerweile kostenlos?
Teilweise. VMware Workstation Pro (Windows/Linux) und Fusion Pro (macOS) sind seit Ende 2024 für alle Nutzer kostenlos. Der Unternehmenshypervisor ESXi (vSphere) bleibt ein kostenpflichtiges Abonnementprodukt.

F3: Kann ich VirtualBox und VMware auf demselben Rechner installieren?
Ja. Beide lassen sich auf einem gemeinsamen Host installieren und nutzen die Windows Hypervisor Platform (WHP) zur Koexistenz. Das gleichzeitige Ausführen von VMs auf beiden Hypervisoren wird nicht empfohlen, da sie um CPU, RAM und Festplattenressourcen konkurrieren.

F4: Welcher Hypervisor ist schneller: VirtualBox oder VMware?
VMware überzeugt bei Speicher- und Grafiklasten. Seine paravirtualisierten Festplattencontroller erreichen bis zu 3,2-fach höhere E/A-Geschwindigkeiten, die Unterstützung von DirectX 12 und OpenGL 4.3 verschafft ihm einen deutlichen Vorsprung bei GPU-abhängigen Aufgaben.

F5: Unterstützt VirtualBox Windows 11?
Ja. VirtualBox 7.0 und neuer enthalten native TPM-2.0-Emulation und Secure-Boot-Unterstützung, sodass Windows 11 ohne zusätzliche Umwege als Gastsystem ausgeführt werden kann.

F6: Welche Lösungen ersetzen VMware im Unternehmensumfeld?
Es gibt keine universelle Ersatzlösung. Häufig genutzte Alternativen sind Proxmox VE, Microsoft Hyper-V, Nutanix AHV und XCP-ng – abhängig von den individuellen Infrastrukturanforderungen.

Fazit

Sowohl VirtualBox als auch VMware Workstation sind leistungsstarke, kostenlose Desktop-Hypervisoren – aber nicht gegeneinander austauschbar. VMware liegt bei der reinen Leistung vor allem bei Festplatten-E/A und 3D-Grafiken vorn und ist die bessere Wahl für Entwickler mit ressourcenintensiven Arbeitslasten oder Teams, die bereits im VMware-Ökosystem arbeiten. VirtualBox punktet bei plattformübergreifender Flexibilität: Es läuft auf macOS- und Solaris-Hosts, unterstützt mehr Festplattenformate und ist vollständig Open Source.

Die Lizenzänderung durch Broadcom hat den Preis als Entscheidungskriterium für den Desktop-Einsatz beseitigt. Die Wahl hängt nun rein von Ihrem Host-Betriebssystem, der Art der Arbeitslasten und den Integrationsanforderungen ab. Nutzen Sie die Einsatzempfehlungen in diesem Artikel, um Ihre Anforderungen mit der passenden Lösung abzugleichen. Wenn Sie VM-Migrationen in großem Maßstab zwischen unterschiedlichen Plattformen durchführen, bewältigt die spezialisierte Lösung i2Migration von Info2soft die komplexen Herausforderungen, die manuelle OVF-Exporte nicht meistern können.

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