Im heutigen Zeitalter tief integrierter digitaler und intelligenter Gesundheitswesen-Systeme sind Krankenhausinformationssysteme zum „zentralen Nervensystem“ der klinischen Dienstleistungen geworden. Sie unterstützen nicht nur den effizienten Ablauf des täglichen Krankenhausbetriebs, sondern stehen zudem in direktem Zusammenhang mit der Patientensicherheit und der Behandlungsqualität.
Info2soft hat mit dem angegliederten Krankenhaus der Guizhou Medical University (im Folgenden als „GMU-Affiliated Hospital“ bezeichnet) zusammengearbeitet , um ein Full-Stack-Fernnotfallwiederherstellungssystem zu erstellen, das auf reale medizinische Szenarien abgestimmt ist – damit wurde ein praxisnaher Referenzstandard für die medizinische Datensicherheit in ganz Südwestchina geschaffen.
Überblick über das Krankenhaus
Das 1941 gegründete GMU-Affiliated Hospital ist ein erstklassiges Krankenhaus der Stufe A der dritten Ebene in der Provinz Guizhou, das weithin als „Kleines Peking-Unionskrankenhaus“ bekannt ist. Seit seiner Gründung hat das Krankenhaus fortschrittliche Managementkonzepte des Peking Union Medical College Hospital übernommen und führende medizinische Fachkräfte angezogen. Nach mehr als 80 Jahren Entwicklung ist es zu einer zentralen Säule der Gesundheitsversorgung in Südwestchina geworden.
- Jährlich werden mehr als 2,61 Millionen ambulante und notärztliche Besuche abgewickelt
- Jährlich werden 38.000 Operationen durchgeführt, davon 58,3 % hochschwierige Eingriffe der Stufe III/IV
- Es werden über 90 % der kritischen und komplexen Überweisungsfälle der gesamten Provinz behandelt
Vollständig digitalisierte Landschaft klinischer Systeme
Heute sind die Kernabläufe des Krankenhauses vollständig digitalisiert. Grundlegende Systeme wie elektronische Patientenakten (EMR), Krankenhausinformationssystem (HIS), Laborinformationssystem (LIS) und Bildarchivierungs- und Kommunikationssystem (PACS) sowie spezialisierte Systeme für Intensivstation, Elektrokardiographie, Triage, Anästhesie, Bluttransfusion, Pathologie und Rückverfolgung bilden ein Netz aus 25 medizinischen Informationssystemen – das „digitale Rückgrat“ des Krankenhauses.
Für ein großes Krankenhaus der dritten Ebene dieser Größenordnung sind Hochverfügbarkeit klinischer Systeme, Datenbankkonsistenz und unterbrechungsfreie Geschäftsabläufe unverzichtbar.
Typische Herausforderungen bei der Notfallwiederherstellung
Obwohl das Krankenhaus über Hochleistungsinfrastruktur wie Huawei-All-Flash-Speichersysteme verfügt und Produktionsumgebungen auf Plattformen wie VMware und Huawei-Virtualisierung betreibt, sah es sich mehreren gängigen Herausforderungen im Bereich der Notfallwiederherstellung gegenüber:
- Komplexe Systemlandschaft mit unvollständiger Backup-Abdeckung
Die gegenseitigen Abhängigkeiten zwischen Anwendungen und Datenbanken erzeugten blinde Flecken bei herkömmlichen Notfallwiederherstellungsverfahren. - Unzureichend genutzte Hardware-Ressourcen
Zwar waren Einrichtungen für die Notfallwiederherstellung vorhanden, doch fehlte eine einheitliche Planung und Orchestrierung, wodurch Ressourcen ungenutzt blieben. - Fehlende Echtzeit-Notfallwiederherstellung für kritische Systeme
Systeme wie die Intensivstation und die Anästhesie tolerieren keine Ausfallzeiten auch nur von wenigen Minuten, herkömmliche Backup-Methoden unterstützten jedoch keine schnelle Umschaltung auf das Ersatzsystem. - Strenge Konformitätsanforderungen
Die Bewertung der elektronischen Patientenakten der Stufe 5 schreibt strenge Standards für Fernnotfallwiederherstellung, Datenkontinuität und Sicherheit vor, wodurch der Aufbau einer Notfallwiederherstellungslösung zur Notwendigkeit und nicht zur Option wurde.
Gestufte Notfallwiederherstellungsstrategie abgestimmt auf das Gesundheitswesen
Medizinische Szenarien erfordern differenzierte Schutzstrategien:
- Klinische Kernsysteme benötigen rund um die Uhr Echtzeit-Notfallwiederherstellung
- Allgemeine Systeme legen den Fokus auf Datensicherung und Wiederherstellung
- Großskalige virtuelle Umgebungen erfordern eine genaue Definition des Schutzumfangs
Auf Grundlage umfassender Branchenerfahrung hat Info2soft eine gestufte, detaillierte und hochpraxistaugliche Notfallwiederherstellungsarchitektur vorgeschlagen:
Vorverkaufsphase: Vertrauensbildung durch Präzision
- Detaillierte Analyse aller 25 Systeme einschließlich deren Geschäftslogiken und Datenflüsse
- Mehrere gemeinsame technische Demonstrationen zur Validierung der Praxistauglichkeit
Implementierungsphase: Effiziente und zielgerichtete Bereitstellung
1. Präzise Definition des Schutzumfangs
- Bewertung und Filterung von 700 virtuellen Maschinen
- Identifizierung zentraler Schutzziele
- Erfolgreiche Bereitstellung der Notfallwiederherstellung für 25 Kernsysteme auf über 40 Servern, unter anderem für Intensivstation, Elektrokardiographie, Anästhesie und Endoskopie
2. Gestufter Technologieeinsatz
- i2Availability: Hochverfügbarkeits-Notfallwiederherstellung für kritische Datenbanken und Anwendungsserver mit nahtloser Systemumschaltung
- i2CDP: Echtzeit-Backup und zeitpunktgenaue Wiederherstellung für 60 Datenbankserver zur Gewährleistung eines vollständigen Ausschlusses von Datenverlusten
- i2VP: Agentenloses Backup für 200 virtuelle Maschinen zur Vereinfachung des Betriebs und Steigerung der Effizienz
- i2Backup: Zeitgesteuertes Sichern und Wiederherstellen von 15 allgemeinen Datenbanken zur ausgewogenen Kombination von Datenschutz und Ressourcennutzung
3. Hochleistungsnetzarchitektur
- Aufbau einer Hochgeschwindigkeitsverbindung mit 100 GBit/s
- Einsatz der VXLAN-Technologie zur Gewährleistung einer latenzarmen und hochstabilen Datensynchronisation zwischen Produktions- und Notfallwiederherstellungszentrum
4. Praxisnahe Simulation und Zusammenarbeit
- Erstellung einer geklonten Produktionsumgebung für umfassende Notfallwiederherstellungssimulationen
- Aktive Einbindung des IT-Teams des Krankenhauses, das zu einem gemeinsamen Gestalter der Lösung wurde
Mehr als reine Konformität: Aufbau eines echten medizinischen Sicherheitsnetzes
Diese Zusammenarbeit ermöglichte dem Krankenhaus nicht nur die Einhaltung der Konformitätsanforderungen der elektronischen Patientenakten Stufe 5, sondern stärkte zudem grundlegend seine Datensicherheit und Betriebsausfallsicherheit und lieferte vier zentralen Nutzen:
- Konformitätsgarantie
Ein vollständiges und nachvollziehbares Notfallwiederherstellungssystem erfüllt sämtliche behördlichen Vorgaben - Fähigkeitserweiterung
Ein einheitliches Notfallwiederherstellungsgerüst aus Datenbanksicherung, vollständigem Systemschutz und Umschaltung kritischer Systeme garantiert „keine Datenverluste und keine Ausfallzeiten“. - Strukturierte Planung
Der Aufbau der Notfallwiederherstellung wandelt sich von fragmentiert zu systematisch und gibt Orientierung für die zukünftige IT-Entwicklung - Ressourcenoptimierung
Maximierung des Nutzens vorhandener Hochleistungshardware zur Senkung der gesamten IT-Investitionskosten
Fazit
Das Projektbeispiel des GMU-Affiliated Hospital zeigt, dass eine wirksame Notfallwiederherstellung im Gesundheitswesen nicht allein auf Hardware-Investitionen beruhen kann. Es erfordert eine tiefe Abstimmung auf klinische Arbeitsabläufe, Systemabhängigkeiten und reale Betriebsanforderungen in Kombination mit einer angepassten, gestuften Strategie.
Mit langjähriger Branchenerfahrung im Gesundheitswesen bleibt Info2soft der Bereitstellung durchgängiger Lösungen verpflichtet – von Backup bis Notfallwiederherstellung, von Datensicherheit bis Geschäftskontinuität.
Zukünftig wird Info2soft weiterhin eng mit Gesundheitseinrichtungen zusammenarbeiten, um robuste, praxistaugliche und intelligente Notfallwiederherstellungssysteme zu erstellen und sicherzustellen, dass jede klinische Dienstleistung durch einen zuverlässigen Datenschutz abgesichert ist.



