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Von: Dylan

Was ist der VMware vSphere Client?

In der Dokumentation von VMware und Broadcom bedeutet der Begriff „vSphere Client“ je nach Kontext unterschiedliche Dinge, zudem hat sich die Bedeutung im Laufe der Zeit verändert.

1. Der veraltete C#-Desktop-Client

Dabei handelt es sich um die ursprüngliche Windows-Anwendung (Dicker Client), die viele langjährige Administratoren kennen. Die letzte Version wurde im Februar 2017 mit vSphere 6.0 Update 3 veröffentlicht. Der Client ist abgekündigt und wird nicht mehr unterstützt – VMware hat die Entwicklung nach vSphere 6.0 eingestellt, er kann keine Verbindung zu vSphere 6.5 oder neuer herstellen. Seine einzige verbleibende Anwendung liegt bei alten ESXi-Hosts der Versionen 5.x/6.0, die nicht aktualisiert werden können.

2. HTML5 vSphere Client (vCenter-Verwaltungsoberfläche)

Heute bezeichnet „vSphere Client“ offiziell die HTML5-basierte Weboberfläche, die in jeder vCenter Server-Bereitstellung integriert ist. VMware hat den HTML5-basierten vSphere Client mit vSphere 6.5 eingeführt und den Flash-basierten vSphere Web Client mit vSphere 7 vollständig abgekündigt. Ein separater Download ist nicht erforderlich – der Zugriff erfolgt über die Eingabe der Adresse Ihres vCenter Servers im Browser.

VMware Host Client (ESXi-Host-Client)

Dies ist ein separates webbasiertes Tool zur Verwaltung eines einzelnen ESXi-Hosts, der nicht mit vCenter Server verbunden ist. Es bietet grundlegende Funktionen zur Verwaltung von virtuellen Maschinen und Hosts und eignet sich zudem für Notzugriffe, wenn vCenter nicht erreichbar ist. Der VMware Host Client befindet sich derzeit im Wartungsmodus, Broadcom plant eine Ersatzanwendung für eine zukünftige Release-Version.

Kernfunktionen und Merkmale:

Sowohl der moderne HTML5 vSphere Client als auch der VMware Host Client stellen folgende Funktionen für den täglichen Betrieb bereit:

  • Lebenszyklusverwaltung virtueller Maschinen: Erstellen, Konfigurieren, Ein-/Ausschalten, Klonen, Erstellen von Snapshots und Migrieren von VMs zwischen Hosts und Datenspeichern – alles über das Inventarfenster.
  • Ressourcenkonfiguration: Verwaltung von CPU-, Arbeitsspeicher- und Speicherzuweisungen auf Host- und Cluster-Ebene.
  • Erweiterte Cluster-Funktionen (nur vCenter): Aktivieren von vSphere HA für den automatischen Neustart von VMs bei Host-Ausfällen, vSphere DRS für intelligente Lastverteilung sowie vMotion für die unterbrechungsfreie Live-Migration virtueller Maschinen.
  • Integrierte Plattformverwaltung: Verwaltung von NSX-Netzwerken, vSphere-Speicher und Patch-Verwaltung über Update Manager in derselben vSphere Client-Oberfläche – ohne Wechsel zwischen separaten Konsolen.
  • Erweiterbarkeit durch Plugins: Die Architektur des vSphere Clients unterstützt Plugin-Erweiterungen über das vSphere Client SDK. Entwickler von Remote-Plugins können dynamische Überwachungs-, Konfigurations- und Aktionserweiterungen definieren sowie dynamische Karten in der Übersichtsansicht eines beliebigen vSphere-Objekts anzeigen lassen. Der mit vSphere 8.0 eingeführte Integrated Solution Installer vereinfacht die Installation von Lösungen und reduziert deutlich den Bedarf, zur Konfiguration und Plugin-Registrierung die eigenständige Benutzeroberfläche der jeweiligen Lösung aufzurufen.
  • Schnellstart-Arbeitsabläufe: Geführte Assistenten unterstützen die schrittweise Erweiterung und Konfiguration von Clustern und senken den Lernaufwand für neue Administratoren.
  • Skalierbarkeit: Eine einzelne vCenter Server 6.0-Instanz unterstützt bis zu 1.000 ESXi-Hosts und 10.000 laufende virtuelle Maschinen. Diese Grenzen wurden in späteren Versionen deutlich angehoben – vCenter 6.5 unterstützt 2.000 Hosts und 25.000 laufende VMs.

vSphere Client vs. vSphere Web Client vs. Host Client:

Client

Typ

Verbindet sich mit

Einsatzzweck

Aktueller Status

Veralteter vSphere Client (C#)

Desktop-Anwendung (nur Windows)

ESXi 5.x/6.0 oder alter vCenter

Nur für alte Hosts

Abgekündigt; letzte Version 6.0 U3 (Februar 2017)

vSphere Client (HTML5)

Webanwendung (Browser)

vCenter Server (7.0/8.0)

Hauptverwaltung im täglichen Betrieb

Aktiv weiterentwickelt; Bestandteil jeder vCenter-Bereitstellung

VMware Host Client

Webanwendung (Browser)

Direkt einzelner ESXi-Host

Eigenständige Hosts; Notzugriff

Wartungsmodus; Ersatzanwendung in Entwicklung

Warum ist der Download schwierig? Seit Mai 2024 hat Broadcom alle VMware-Software-Downloads im Broadcom Support Portal zusammengefasst. Das alte VMware Customer Connect Portal bietet keine vSphere-Downloads mehr an. Zum Herunterladen beliebiger vSphere-bezogener Software benötigen Sie ein gültiges Broadcom-Konto mit passenden Berechtigungen, die an Ihre vSphere-Lizenzen gebunden sind.

Herunterladen und Installieren des VMware vSphere Clients

Für moderne vCenter-Umgebungen (vSphere 7.0 / 8.0): Der HTML5 vSphere Client ist in der vCenter Server Appliance (VCSA) integriert. Es gibt keine separate Installationsdatei. Öffnen Sie einfach einen unterstützten Webbrowser und geben Sie die IP-Adresse oder den FQDN Ihres vCenter Servers ein (z. B. https://vcenter.ihredomain.de). Die Anmeldeseite wird sofort geladen. Stellen Sie sicher, dass die Firewall den Zugriff des vSphere Clients auf vCenter Server über Port 443 erlaubt.

Für eigenständige ESXi-Hosts (VMware Host Client): Öffnen Sie einen Browser und geben Sie die IP-Adresse des ESXi-Hosts ein. Die Anmeldeseite des VMware Host Clients wird angezeigt. Dies funktioniert bei allen aktuellen ESXi-Versionen ohne zusätzliche Installationen.

Für den veralteten C#-Desktop-Client (nur alte ESXi 5.x / 6.0): Wenn in solchen Umgebungen kein vCenter verfügbar ist, müssen Sie das Installationsprogramm über das Broadcom Support Portal herunterladen und installieren. Gehen Sie wie folgt vor:

Schritt 1. Melden Sie sich mit Ihren registrierten Zugangsdaten im Broadcom Support Portal unter https://support.broadcom.com an.

Schritt 2. Klicken Sie im linken Menü auf „Meine Downloads“.

Schritt 3. Wählen Sie Ihr berechtigtes Produkt aus (z. B. „VMware vSphere – Enterprise“).

Schritt 4. Wählen Sie die Hauptversion von vSphere aus (z. B. 6.0). Hinweis: Die Benutzeroberfläche des Portals kann sich im Laufe der Zeit ändern, da Broadcom die Darstellung stetig überarbeitet.

Schritt 5. Suchen Sie den Installer des vSphere Clients in der Produktliste.

Schritt 6. Akzeptieren Sie die Broadcom-EULA, indem Sie das Kontrollkästchen der Vereinbarung markieren, anschließend starten Sie den Download.

Schritt 7. Führen Sie nach dem Herunterladen das Installationsprogramm aus.

Schritt 8. Bei der ersten Verbindung akzeptieren Sie die Sicherheitswarnung zum Zertifikat und melden sich mit Ihren ESXi-Zugangsdaten an. Folgen Sie den Aufforderungen, um die Installation abzuschließen.

Hinweis: Wenn Sie den Download nicht finden oder das Kontrollkästchen „Ich stimme zu“ ausgegraut ist, liegt vermutlich ein Problem mit den Lizenzberechtigungen vor. Sie benötigen ein registriertes Konto mit passenden Berechtigungen, um auf die Installer des alten vSphere Clients zuzugreifen.

Zugriff auf den VMware vSphere Client herstellen

Die Vorgehensweise unterscheidet sich je nachdem, ob Sie eine Verbindung zu einem vCenter Server (Mehr-Host-Verwaltung) oder einem eigenständigen ESXi-Host herstellen. Wählen Sie das Szenario aus, das Ihrer Umgebung entspricht. Stellen Sie vor dem Start sicher, dass die Firewall den Zugriff über die erforderlichen Ports erlaubt: Port 443 für die Verbindung des vSphere Clients zum vCenter Server sowie Port 902 für den Konsolenverkehr virtueller Maschinen zwischen vCenter Server und ESXi-Host.

• Verbindung zu vCenter Server (vSphere Client)

Schritt 1. Öffnen Sie einen unterstützten Webbrowser. Geben Sie in der Adressleiste eine URL im Format https://<vcenter-ip-oder-fqdn> ein.

Schritt 2. Bei der ersten Verbindung zeigt der Browser eine Sicherheitswarnung zum Zertifikat an – dies ist normal, wenn vCenter das standardmäßige selbst signierte Zertifikat verwendet. Fahren Sie fort, indem Sie auf „Erweitert“ → „Risiko akzeptieren und fortfahren“ (Firefox) oder „Details“ → „Trotzdem auf diese Webseite zugreifen“ (Edge) klicken.

Schritt 3. Geben Sie auf der Anmeldeseite Ihre vCenter Single Sign-On-Zugangsdaten ein. Das Standard-Administratorkonto hat das Format administrator@vsphere.local und das Passwort, das Sie bei der Installation von vCenter festgelegt haben. Wenn bei der Installation eine andere SSO-Domäne konfiguriert wurde, melden Sie sich stattdessen als administrator@ihredomain an.

Schritt 4. Klicken Sie auf „Anmelden“. Die Hauptoberfläche des vSphere Clients wird im Browser geladen.

• Verbindung zu einem eigenständigen ESXi-Host (VMware Host Client)

Schritt 1. Öffnen Sie einen unterstützten Webbrowser. Geben Sie in der Adressleiste eine URL im Format https://<esxi-ip-oder-fqdn>/ui ein.

Schritt 2. Wenn die Sicherheitswarnung zum Zertifikat erscheint, akzeptieren Sie das Risiko und fahren Sie wie oben beschrieben fort.

Schritt 3. Auf dem Anmeldebildschirm geben Sie die Zugangsdaten des ESXi-Hosts ein – üblicherweise der Benutzername root und das bei der ESXi-Installation festgelegte Passwort.

Schritt 4. Klicken Sie auf „Anmelden“, um das Dashboard des VMware Host Clients aufzurufen.

Die Hauptnavigationsoberfläche

Nach der Anmeldung sehen Sie folgende Bereiche:

  • Linkes Inventarfenster: Hier wird eine hierarchische Baumstruktur mit Rechenzentren, Clustern, Hosts, virtuellen Maschinen, Datenspeichern und Netzwerken angezeigt.
  • Mittlerer Arbeitsbereich: Zeigt Übersichtsinformationen, Leistungsdiagramme und Konfigurationsoptionen für das im Inventar ausgewählte Objekt an.
  • Panel für aktuelle Aufgaben und Alarme (unten): Zeigt laufende und abgeschlossene Aufgaben sowie aktive Warnungen an.
  • Globale Suchleiste (oben): Geben Sie den Namen einer VM, eines Hosts oder eines Datenspeichers ein, um direkt dorthin zu springen.
  • Menü-Schaltfläche (oben links): Öffnet das vollständige Navigationsmenü mit Verknüpfungen zu allen Funktionsmodulen (Hosts & Cluster, VMs, Speicher, Netzwerke usw.).

Verwendung des vSphere Clients

Hier werden detaillierte Schritte zum Erstellen einer virtuellen Maschine, eines Clusters und zur Überwachung der Leistung erläutert, um Ihnen die Nutzung zu zeigen.

Virtuelle Maschine erstellen

Schritt 1. Wählen Sie im Inventar des vSphere Clients das Rechenzentrum, den Host oder den Cluster aus, auf dem die VM erstellt werden soll.

Schritt 2. Klicken Sie auf „Aktionen“ und wählen Sie „Neue virtuelle Maschine“ aus.

vSphere Client Neue virtuelle Maschine erstellen

Schritt 3. Der Assistent zum Erstellen neuer virtueller Maschinen wird geöffnet. Wählen Sie bei „Erstellungstyp auswählen“ die Option „Neue virtuelle Maschine erstellen“ aus und klicken Sie auf „Weiter“.

vSphere Client Assistent für neue VM

Schritt 4. Geben Sie einen eindeutigen Namen für die VM ein und wählen Sie den Zielspeicherort (Rechenzentrum oder Ordner) aus. Klicken Sie auf „Weiter“.

Schritt 5. Wählen Sie die Rechenressource (Host oder Cluster) aus, auf der die VM ausgeführt wird, und klicken Sie auf „Weiter“.

Schritt 6. Wählen Sie den Ziel-Datenspeicher für die VM-Dateien aus und klicken Sie auf „Weiter“.

Schritt 7. Wählen Sie die Familie und Version des Gastbetriebssystems aus und klicken Sie auf „Weiter“.

Schritt 8. Passen Sie die virtuelle Hardware an:

  • Legen Sie CPU-, Arbeitsspeicher- und Festplattengröße fest.
  • Hinzufügen, Entfernen oder Ändern virtueller Geräte (Netzwerkadapter, CD/DVD-Laufwerke usw.).
  • Erweitern Sie den Pfeil unter Neue Festplatte, um den Festplattentyp (z. B. Thin Provisioning) und den Speicherort zu konfigurieren.

Schritt 9. Klicken Sie auf „Weiter“, prüfen Sie die Konfiguration auf der Übersichtsseite und klicken Sie auf „Fertigstellen“, um die VM zu erstellen. Optional können Sie vor dem Abschluss das Kästchen „Nach Erstellung einschalten“ markieren.

Cluster erstellen

Dieser Vorgang erfordert eine vCenter Server-Instanz und ist im VMware Host Client nicht verfügbar.

Schritt 1. Klicken Sie im Inventarbaum des vSphere Clients mit der rechten Maustaste auf das Rechenzentrum.

Schritt 2. Wählen Sie „Neuer Cluster“ aus.

vSphere Client Neuen Cluster erstellen

Schritt 3. Geben Sie einen Clusternamen ein und aktivieren Sie optional „DRS“ und „vSphere HA“, indem Sie die entsprechenden Kontrollkästchen markieren. Klicken Sie auf „OK“, um den Cluster zu erstellen.

vSphere Client Einstellungen für neuen Cluster

  • Wenn DRS aktiviert ist, wählen Sie den Automatisierungsgrad (Manuell, Teilweise automatisiert, Vollständig automatisiert) und den Migrationsschwellenwert aus.
  • Bei aktivierter HA konfigurieren Sie bei Bedarf die Host-Überwachung, die Zugriffskontrolle und die Datenspeicher-Herzschläge.

Leistungsüberwachung

Schritt 1. Navigieren Sie im Inventar des vSphere Clients zu einer „VM“, einem „Host“, einem „Cluster“ oder einem „Datenspeicher“, dessen Leistung Sie einsehen möchten.

Schritt 2. Klicken Sie auf den Reiter „Überwachen“.

Schritt 3. Wählen Sie im Bereich „Leistung“ die Option „Übersicht“ für zusammenfassende Diagramme oder „Erweitert“ für detaillierte, anpassbare Ansichten aus.

vSphere Client Leistungsübersicht

Schritt 4. Wählen Sie den gewünschten Zeitbereich aus (Echtzeit, letzte Stunde, Tag, Woche, Monat oder benutzerdefinierter Bereich).

Schritt 5. Wählen Sie den Typ des Leistungsdiagramms (CPU, Arbeitsspeicher, Festplatte, Netzwerk usw.) über die Dropdown-Menüs aus.
Bei virtuellen Maschinen können Sie zudem Leistungsindikatoren des Gastbetriebssystems einsehen.

Schritt 6. Nutzen Sie die Diagrammoptionen (Zoomen, Bereich auswählen und Aktualisieren), um bestimmte Zeitintervalle genauer zu betrachten.
Zum Exportieren von Daten klicken Sie auf das Export-Symbol und wählen Sie das CSV- oder Bildformat aus.

Kommunikationsarchitektur, Netzwerkports und Sicherheit

Das Verständnis der Kommunikationswege des vSphere Clients ist wichtig für die Firewall-Konfiguration und den sicheren Fernzugriff.

Funktionsweise der Kommunikation:

Der vSphere Client läuft vollständig im Browser des Benutzers und stellt HTML5-Ansichten dar. Er kommuniziert mit dem Dienst vsphere-ui – einem OSGi-Java-Anwendungsserver, der auf jedem vCenter Server-Knoten ausgeführt wird – um HTML- und JavaScript-Dateien sowie Inventardaten von vSphere anzufordern. Der Dienst vsphere-ui kommuniziert wiederum über verschiedene API-Stile und Protokolle mit allen Backend-Diensten des vCenter Servers und hält eine authentifizierte Sitzungsverbindung zu jedem Dienst aufrecht.

Erforderliche Ports

Die Dokumentation von Broadcom legt folgende Firewall-Voraussetzungen für Verbindungen des vSphere Clients fest:

  • Die Firewall muss den Zugriff des vSphere Clients auf vCenter Server über Port 443 erlauben.
  • Die Firewall muss den Zugriff von vCenter Server auf den ESXi-Host über Port 902 erlauben.

Für Verbindungen mit dem VMware Remote Console (VMRC): Die Firewall muss den Zugriff von VMRC auf vCenter Server über Port 443 und auf den ESXi-Host über Port 902 für VMRC-Versionen vor 11.0 erlauben; ab VMRC Version 11.0 wird ausschließlich Port 443 verwendet.

Bei direkten ESXi-Verbindungen über den VMware Host Client muss die Firewall den Zugriff auf den ESXi-Host über die Ports 443 und 902 erlauben. Der VMware Host Client nutzt Port 902 zur Übertragung der MKS-Aktivitäten des Gastbetriebssystems auf virtuellen Maschinen.

Bewährte Sicherheitsverfahren

  • Zertifikate: Ersetzen Sie die standardmäßigen selbst signierten Zertifikate durch vertrauenswürdige CA-signierte Zertifikate, um Browser-Warnungen zu vermeiden.
  • VPN: Leiten Sie den Verkehr des vSphere Clients für die Fernverwaltung über ein Unternehmens-VPN, statt vCenter Server direkt dem öffentlichen Internet auszusetzen.
  • Firewall-Regeln: Beschränken Sie den Zugriff auf Port 443 des vCenter Servers ausschließlich auf autorisierte Verwaltungs-Subnetze. Beachten Sie, dass die Regelgruppe „vSphere Web Client (443, 902)“ auf ESXi die IP-Adressen des vCenter Servers in die Liste der erlaubten Adressen aufnehmen muss.

Alternativen zum vSphere Client für Verwaltungsverfahren

Der vSphere Client ist für tägliche Betriebsaufgaben und visuelle Überwachung ausgelegt. Er ist nicht die einzige Möglichkeit zur Verwaltung Ihrer Infrastruktur. Je nach Anwendungsfall können diese Alternativen besser geeignet sein:

  • PowerCLI / ESXCLI: PowerShell-basierte Automatisierung für Skripte, Massenoperationen und umfangreiche Konfigurationsänderungen. Ideal für wiederkehrende Aufgaben und großskalige Umgebungen.
  • DCUI (Direct Console User Interface): Die textbasierte Konsole, die direkt am ESXi-Host aufgerufen wird, für Notfall-Netzwerkkonfigurationen und grundlegende Wiederherstellungsmaßnahmen – nützlich, wenn das Netzwerk oder Verwaltungsdienste ausgefallen sind.
  • Verwaltungsplattformen von Drittanbietern: Open-Source-Lösungen wie gCenter bieten Linux-basierte Alternativen zur ESXi-Verwaltung.
  • SSH (nur zur vorläufigen Fehlerbehebung): Broadcom empfiehlt den SSH-Zugriff ausschließlich für kurzfristige Troubleshooting-Maßnahmen, nicht für den regulären Betrieb.

Häufige Fehler des vSphere Clients und Lösungen

1. Problem: „Der Dienst des vSphere Clients funktioniert nicht mehr“ & 503 Dienst nicht verfügbar

Symptome und Ursachen: Dies ist einer der häufigsten Fehler, auf den vSphere-Administratoren stoßen. Auf der vCenter-Oberfläche wird ein Hinweis mit dem Text „Der Dienst des vSphere Clients funktioniert nicht mehr“ zusammen mit einer 503-Seite „Dienst nicht verfügbar“ angezeigt. Laut Broadcom-KB-Artikeln liegen die Hauptursachen entweder in einer vollständigen Auslastung der Host-CPU (100 %) oder einer vollständigen Auslastung des Host-Arbeitsspeichers (100 %). Wenn der ESXi-Host, auf dem die VCSA ausgeführt wird, 100 % CPU- oder Speicherauslastung erreicht, wird die vCenter Server Appliance instabil, was zu Dienstausfällen führt. Hohe CPU-Konkurrenz lässt vCenter-Dienste oft bei ihren Keep-Alive-Prüfungen ein Timeout erleben, woraufhin der Überwachungsdienst (vmon) diese beendet.

Lösung:

Schritt 1: Host-Ressourcen freigeben: Melden Sie sich direkt über die IP-Adresse am VMware Host Client des ESXi-Hosts an (nicht über vCenter). Identifizieren Sie nicht kritische VMs und schalten Sie diese aus, um die CPU- und Speicherauslastung des Hosts unter 90 % zu senken. Legen Sie eine Ressourcenreservierung für die vCenter-VM fest, um zukünftige Drosselungen zu verhindern.

Schritt 2: vCenter-Dienste neu starten: Sobald der Host wieder ausreichend Ressourcen hat, melden Sie sich per SSH am vCenter Server an, prüfen Sie den Dienststatus mit service-control –status –all und starten Sie alle Dienste neu mit service-control –stop –all && service-control –start –all. Broadcom empfiehlt zudem die Nutzung von Skyline Health Diagnostics für weitergehende Fehleranalysen.

2. Fehler „Keine gesunde Upstream-Verbindung“

Symptome und Ursachen: Der Fehler „keine gesunde Upstream-Verbindung“ tritt häufig zusammen mit einer 503-Antwort auf und bedeutet, dass der Envoy-Proxy in vCenter keine Verbindung zu Backend-Diensten wie vsphere-ui, vpxd oder vapi-endpoint herstellen kann. Häufige Ursachen sind:

  1. Abgelaufene Zertifikate (häufigster Grund): Wenn das STS- oder Maschinen-SSL-Zertifikat abläuft, schlägt die SSO-Authentifizierung fehl und der Reverse-Proxy kann keine sicheren Verbindungen zu den Backend-Diensten aufbauen.
  2. Voller Festplattenspeicher: Die Partitionen /storage/log oder /storage/seat können durch Protokolle und Statistiken vollständig belegt werden, was Dienstausfälle zur Folge hat. Große Java-Heap-Dump-Dateien (.hprof) oder Core-Dumps können sich unter /var/log/vmware/vsphere-ui/ ansammeln.
  3. DNS-Auflösungsfehler: Wenn die VCSA ihren eigenen FQDN nicht auflösen kann, bricht die Startsequenz der Dienste ab.

Lösung:

Schritt 1: Erstellen Sie vor Änderungen einen Snapshot der vCenter-VM.

Schritt 2: Melden Sie sich per SSH an der VCSA an, führen Sie df -h aus, um volle Partitionen zu erkennen, und geben Sie Speicherplatz frei, falls ein Log-Volume zu 100 % belegt ist.

Schritt 3: Prüfen Sie die Ablaufdaten der Zertifikate – falls das STS- oder Maschinen-Zertifikat abgelaufen ist, erneuern Sie es mit dem Certificate Manager (/usr/lib/vmware-vmca/bin/certificate-manager) (Option 8 „Alle Zertifikate zurücksetzen“ ist meist der schnellste Weg).

Schritt 4: Starten Sie die gesamte Dienstebene neu mit service-control –stop –all && service-control –start –all. Warten Sie 10–15 Minuten, bis alle Dienste initialisiert sind, bevor Sie den Test durchführen.

Schritt 5: Wenn der Fehler weiterhin auftritt, prüfen Sie die Protokolle des vSphere Clients (/var/log/vmware/vsphere-ui/logs/vsphere_client_virgo.log) auf OutOfMemoryError und stellen Sie sicher, dass der VCSA ausreichend Arbeitsspeicher zugewiesen hat.

Wichtig: Regelmäßige Sicherung der vSphere-Umgebung

Der vSphere Client ist das primäre Werkzeug zur Verwaltung der vSphere-Infrastruktur, bietet aber keine robuste native Sicherungs- und Katastrophenwiederherstellungsfunktionalität. Für Unternehmen mit großen VMware-Umgebungen ist üblicherweise spezielle Sicherungssoftware erforderlich. Zum einfachen Schutz aller Ihrer virtuellen Maschinen empfehlen wir i2Backup von Information2 (Info2soft).

i2Backup ist eine umfassende Sicherungs- und Wiederherstellungslösung, die agentenlose VM-Sicherungen im großen Maßstab für VMware vSphere (Versionen 5.0 bis 8.0), Microsoft Hyper-V und weitere gängige Virtualisierungsplattformen unterstützt – zusätzlich zu physischen Servern, Cloud-Plattformen und mehr als 100 Datenbanken und Anwendungen. Es bietet Voll-, Inkremental-, Differenzial- und synthetische Sicherungsmodi mit individuell anpassbaren Zeitplänen bis zur minutengenauen Ausführung.

Kernvorteile:

  • Agentenlose Sicherung: i2Backup nutzt die native VMware vSphere API for Data Protection (VADP), sodass keine Sicherungsagenten in jeder virtuellen Maschine installiert werden müssen. Dadurch sinkt die Ressourcenbelastung auf den Produktivarbeitslasten und die Bereitstellung wird vereinfacht.
  • Changed Block Tracking (CBT): Durch die CBT-Unterstützung erfasst i2Backup ausschließlich die Datenblöcke, die seit der letzten Sicherung verändert wurden. Dadurch verkürzen sich die Sicherungsfenster drastisch und der benötigte Speicherplatz sinkt.
  • Schutz vor Ransomware mit unveränderlichem Speicher: i2Backup nutzt einen kernelbasierten Manipulationsschutz-Treiber, um sicherzustellen, dass Sicherungsdaten während ihrer Aufbewahrungsfrist nicht verschlüsselt, verändert oder gelöscht werden können. Dies bietet höchste Sicherheit vor Ransomware-Angriffen.
  • Plattformübergreifende einheitliche Verwaltung: Für Unternehmen mit gemischten Umgebungen bietet i2Backup eine einzige grafische Konsole zur Verwaltung von Sicherungen für VMware, Hyper-V, Cloud-Plattformen und physische Server an einem zentralen Ort.

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Fazit

Der Begriff „vSphere Client“ bezeichnet heute eine leistungsstarke, plattformunabhängige HTML5-Verwaltungsoberfläche im vSphere-Ökosystem. Wenn Sie vCenter Server 7.0 oder 8.0 verwalten, ist der moderne vSphere Client bereits integriert. Bei alten ESXi-Hosts der Versionen 5.x oder 6.0 bleibt das Broadcom Support Portal die Quelle für den alten C#-Client – eine Aktualisierung sollte jedoch Ihr langfristiges Ziel sein.

Neben dem täglichen Betrieb ist der Schutz Ihrer virtuellen Infrastruktur mit einer zuverlässigen Sicherungslösung ebenso entscheidend. i2Backup von Info2soft bietet native, agentenlose Sicherungen für vSphere mit CBT-Unterstützung, LAN-freier Datenübertragung und kernelbasiertem Schutz vor Ransomware – alles verwaltbar über eine einheitliche Konsole.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Frage: Ist der vSphere Client kostenlos?
Antwort: Der HTML5 vSphere Client ist ohne zusätzliche Kosten in jeder vCenter Server-Lizenz enthalten. Der Zugriff auf das Broadcom Support Portal für Downloads erfordert gültige Lizenzberechtigungen. Der VMware Host Client ist in ESXi integriert und ebenfalls ohne separate Lizenz nutzbar.

Frage: Wo finde ich den alten vSphere Client (C#-Desktop-Client) zum Download?
Antwort: Melden Sie sich im Broadcom Support Portal an, navigieren Sie zu „Meine Downloads“, wählen Sie Ihr berechtigtes vSphere-Produkt und die Version (6.0 oder älter) aus und suchen Sie den Installer des vSphere Clients. Dieser Client ist abgekündigt und darf nur für alte ESXi-Hosts der Versionen 5.x/6.0 verwendet werden.

Frage: Was ist der Unterschied zwischen vSphere Client und vSphere Web Client?
Antwort: Der vSphere Web Client war der Flash-basierte Vorgänger, der mit vSphere 7.0 abgekündigt wurde. Der moderne vSphere Client ist eine HTML5-basierte Oberfläche, die ihn ersetzt hat und nun die primäre Verwaltungsoberfläche für vCenter Server darstellt.

Frage: Kann der vSphere Client auf Mac oder Linux ausgeführt werden?
Antwort: Ja. Der moderne HTML5 vSphere Client läuft in jedem unterstützten Webbrowser (Chrome 89+, Firefox 80+, Microsoft Edge 90+, Safari 9.0+) unter Windows, macOS oder Linux.

Frage: Warum zeigt mein vSphere Client den Fehler „503 Dienst nicht verfügbar“ an?
Antwort: Häufige Ursachen sind eine vollständige Auslastung des ESXi-Host-Arbeitsspeichers (100 %), abgelaufene vCenter-Zertifikate, volle Festplattenpartitionen auf der VCSA oder ausgefallene Backend-Dienste (vsphere-ui, vpxd). Prüfen Sie zuerst die Ressourcenauslastung des Hosts und die Gültigkeit der Zertifikate.

Frage: Wie hat die Übernahme durch Broadcom den Download-Vorgang verändert?
Antwort: Alle VMware-Downloads – einschließlich vSphere, ESXi und vCenter – laufen nun über das Broadcom Support Portal. Sie müssen ein Broadcom-Konto registrieren und über gültige Lizenzberechtigungen verfügen, die an Ihre Standort-ID gebunden sind, um Downloads abzurufen. Alte Links zum VMware Customer Connect funktionieren nicht mehr.

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