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Von: Dylan

Der Hyper‑V‑Hypervisor ist die zentrale Virtualisierungsebene, die es mehreren virtuellen Maschinen ermöglicht, dieselbe physische Hardware gemeinsam zu nutzen. Er befindet sich zwischen Betriebssystem und Hardware und abstrahiert CPU‑, Speicher‑, Speicher‑ und Netzwerkressourcen, sodass virtuelle Maschinen unabhängig voneinander ausgeführt werden können.

Wenn Sie jedoch versuchen, virtuelle Maschinen wie gewohnt zu starten, erhalten Sie möglicherweise folgende Fehlermeldung:

Beim Versuch, die ausgewählten virtuellen Maschine(n) zu starten, ist ein Fehler aufgetreten.“

xxx konnte nicht gestartet werden“.

Die virtuelle Maschine konnte nicht gestartet werden, da der Hypervisor nicht ausgeführt wird“.

hypervisor is not running

Wenn dieser Fehler angezeigt wird, bedeutet dies, dass diese Virtualisierungsebene nicht gestartet oder nicht geladen wurde. Dadurch können keine virtuellen Maschinen ausgeführt werden – unabhängig von deren individueller Konfiguration.

Keine Sorge! In diesem Artikel erklären wir, warum dieser Fehler auftritt, und helfen Ihnen, das Problem schrittweise zu beheben.

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Warum wird der Hypervisor nicht ausgeführt?

In der Praxis bedeutet „Hypervisor wird nicht ausgeführt“ nicht, dass die virtuelle Maschine selbst defekt ist. Stattdessen weist es auf ein Problem auf Host‑Ebene hin, bei dem die zugrundeliegende Virtualisierungsplattform nicht verfügbar ist. Im Folgenden die häufigsten Ursachen:

  1. Falsch konfigurierte BIOS‑/UEFI‑Einstellungen: Beispielsweise ist DEP eine Voraussetzung für Hyper‑V. Ist diese Funktion deaktiviert, kann der Hypervisor fehlschlagen. Außerdem können deaktivierte CPU‑Virtualisierungserweiterungen im BIOS/UEFI das Problem verursachen.
  2. Deaktivierter Hypervisor‑Starttyp in der Startkonfiguration: Windows steuert dieses Verhalten über die Boot Configuration Data (BCD). Ist der Hypervisor‑Starttyp auf „Aus“ gesetzt, überspringt Windows beim Start das Laden des Hypervisors, sodass dieser nicht ausgeführt wird.
  3. Konflizierende Virtualisierungs‑Hypervisoren: Die meisten Systeme können jeweils nur einen Hypervisor mit vollständigem Hardwarezugriff ausführen. Wenn mehrere Virtualisierungsplattformen um dieselben CPU‑Virtualisierungserweiterungen konkurrieren, treten Konflikte auf.
  4. Windows‑Updates oder Konfigurationsänderungen: Gelegentlich führen Windows‑Updates zu Änderungen, die die Virtualisierung beeinträchtigen. Nach solchen Updates kann es vorkommen, dass zuvor funktionierende Systeme den Hypervisor plötzlich nicht mehr laden.
  5. Beschädigte Systemdateien oder Treiber: Der Hypervisor hängt von niedrigstufigen Systemkomponenten ab, darunter Kernel‑Module, Hardware‑Abstraktionsschicht sowie CPU‑ und Chipsatztreiber. Wenn diese Dateien beschädigt oder inkonsistent sind, lässt sich der Hypervisor möglicherweise nicht korrekt initialisieren.

Alle oben genannten Ursachen verhindern das Laden des Hypervisors, noch bevor virtuelle Maschinen versuchen zu starten.

Diagnose des Problems (Prüfliste vor der Fehlerbehebung)

Bevor Sie Korrekturen durchführen, ermitteln Sie zunächst die tatsächliche Ursache.

Schritt 1. Überprüfung der Virtualisierungsunterstützung

Zuerst bestätigen Sie, dass das System die Hyper‑V‑Anforderungen auf Hardware‑ und Betriebssystemebene erfüllt.

1. Klicken Sie auf Start, geben Sie „cmd“ ein, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Ergebnis „Eingabeaufforderung“ und wählen Sie „Als Administrator ausführen“.

2. Führen Sie folgenden Befehl aus:

systeminfo

systeminfo

Scrollen Sie zum Abschnitt Hyper‑V‑Anforderungen und prüfen Sie folgende Punkte:

  • VM‑Überwachungsmoduserweiterungen: Ja
  • Virtualisierung in Firmware aktiviert: Ja
  • Adressübersetzung der zweiten Ebene (SLAT): Ja
  • Datenausführungsverhütung verfügbar: Ja

Wenn einer dieser Punkte mit „Nein“ angezeigt wird, lädt Windows den Hypervisor nicht und virtuelle Maschinen können nicht gestartet werden. Die Ursache liegt dann in nicht unterstützter Hardware oder deaktivierten Firmware‑Funktionen.

Schritt 2. Überprüfung von DEP und Virtualisierung im BIOS / UEFI

1. Starten Sie das System neu und drücken Sie wiederholt die BIOS‑/UEFI‑Taste, um das BIOS‑/UEFI‑Setup aufzurufen. Die Taste hängt vom jeweiligen Computer‑/Server‑Modell ab. Falls Sie sie nicht kennen, versuchen Sie F11, F12, F10 oder Entf.

2. Stellen Sie sicher, dass folgende Optionen aktiviert sind:

Intel VT‑x / Intel VT‑d bzw. AMD‑V

Datenausführungsverhütung (DEP), teilweise auch bezeichnet als:

  • Execute Disable Bit
  • NX
  • No Execute Memory Protection

Sind Virtualisierung oder DEP auf dieser Ebene deaktiviert, wird Hyper‑V nicht initialisiert – unabhängig von der Windows‑Konfiguration.

Schritt 3. Auswertung der Ereignisanzeige‑Protokolle

Wenn Hyper‑V nicht startet, speichert Windows detaillierte Diagnoseinformationen in der Ereignisanzeige. Diese Protokolle geben Aufschluss darüber, warum der Hypervisor nicht initialisiert werden konnte.

1. Öffnen Sie die Ereignisanzeige

2. Navigieren Sie zu „Windows‑Protokolle“ > „System“.

Windows event viewer

3. Suchen Sie nach Fehlern im Zusammenhang mit Hyper‑V, Hypervisor‑Startfehlern und Virtualisierungsdiensten.

Häufige Hinweise:

  • Ereignis‑ID 3112: Windows hat versucht, den Hypervisor zu starten, dieser wurde aber nicht erfolgreich geladen
  • Meldungen, dass Virtualisierung nicht verfügbar oder blockiert ist

Anhand der Ereignisprotokolle lassen sich unterscheiden zwischen:

  • Hardware‑ oder Firmware‑Einschränkungen
  • Problemen mit der Startkonfiguration
  • Systemweiten Konflikten oder Ausfällen

Schritt 4. Überprüfung der Hyper‑V‑Dienste und Startkonfiguration

Für den ordnungsgemäßen Betrieb benötigt Hyper‑V sowohl eine Startzeit‑Konfiguration als auch Laufzeitdienste. Stellen Sie sicher, dass der Hypervisor beim Systemstart geladen werden darf und dass die erforderlichen Verwaltungsdienste unter Windows ausgeführt werden.

Prüfen Sie folgende Punkte:

1. Stellen Sie sicher, dass die Hyper‑V‑bezogenen Dienste vorhanden sind, ausgeführt werden und auf Starttyp „Automatisch“ eingestellt sind.

2. Wichtige Dienste: Hyper‑V‑VM‑Verwaltung, Hyper‑V‑Host‑Compute‑Dienst

3. Bestätigen Sie, dass der Hypervisor in der Windows‑Startkonfiguration aktiviert ist.

Behebung des Fehlers „Hyper‑V‑Hypervisor wird nicht ausgeführt“ unter Windows

Sobald die Ursache ermittelt ist, können Sie die passende Korrektur durchführen. In den meisten Fällen lässt sich das Problem ohne Neuinstallation des Betriebssystems beheben, indem Sie Konfigurations‑ oder Systemeinstellungen korrigieren.

Die folgenden Lösungen sind nach Häufigkeit sortiert und können nacheinander angewendet werden.

Lösung 1. Aktivieren von Virtualisierung und DEP im BIOS

Wenn die Hardwarevirtualisierung oder DEP im BIOS/UEFI deaktiviert ist, kann der Hypervisor beim Systemstart nicht geladen werden.

Schritt 1. Starten Sie das System neu und drücken Sie beim ersten Bildschirm wiederholt die BIOS‑Taste, um das BIOS‑/UEFI‑Setup aufzurufen. Falls Sie die BIOS‑Taste nicht kennen, versuchen Sie F11, F12, F10 oder Entf.

Schritt 2. Suchen Sie die CPU‑ oder Erweiterte‑Einstellungen.

Schritt 3. Aktivieren Sie folgende Optionen:

  • Intel VT‑x / Intel VT‑d bzw. AMD‑V
  • Datenausführungsverhütung (DEP)

Schritt 4. Speichern Sie die Änderungen und starten Sie das System neu.

Tipp: Auf manchen Systemen wird DEP als Execute Disable Bit, NX oder No Execute Memory Protection bezeichnet.

Nach dem Neustart sollte Windows den Hypervisor normal initialisieren können.

Lösung 2. Festlegen des Hypervisor‑Starttyps auf „Automatisch“

Selbst bei installiertem Hyper‑V kann Windows so konfiguriert sein, dass der Hypervisor beim Boot‑Vorgang nicht geladen wird.

So aktivieren Sie ihn erneut:

Schritt 1. Öffnen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator.

Schritt 2. Führen Sie folgenden Befehl aus:

bcdedit /set hypervisorlaunchtype auto

set hypervisorlaunchtype auto

Schritt 3. Starten Sie Windows neu.

Diese Lösung ist besonders wirksam, wenn der Fehler auftritt nach:

  • vorübergehender Deaktivierung von Hyper‑V
  • Installation oder Deinstallation anderer Virtualisierungssoftware
  • Systemwiederherstellungen oder Startreparaturen

Sobald der Hypervisor auf automatischen Start eingestellt ist, lädt Hyper‑V beim Systemstart und virtuelle Maschinen sollten normal starten.

Lösung 3. Rückgängigmachen kürzlicher Windows‑Updates

In einigen Fällen verursacht ein kürzlich installiertes Windows‑Update Änderungen, die die Virtualisierung beeinträchtigen. Machen Sie in diesem Fall das betreffende Update rückgängig.

So machen Sie ein Windows‑Update rückgängig:

Schritt 1. Klicken Sie auf Start > „Einstellungen“ > „Update und Sicherheit“.

Schritt 2. Zeigen Sie den Verlauf installierter Updates an und identifizieren Sie Updates, die vor dem Auftreten des Problems installiert wurden.

Windows update history

Schritt 3. Wählen Sie „Updates deinstallieren“ und entfernen Sie das entsprechende Update.

Lösung 4. Aktualisierung von BIOS/UEFI und Systemtreibern

Veraltete Firmware oder Treiber können eine ordnungsgemäße Hypervisor‑Initialisierung verhindern. Aktualisieren Sie das System‑BIOS/UEFI über die Website des Hardware‑Herstellers.

Stellen Sie sicher, dass Chipsatztreiber, CPU‑bezogene Treiber und Firmware‑Verwaltungsprogramme auf dem neuesten Stand sind. Solche Aktualisierungen verbessern häufig die Stabilität der Virtualisierung und die Kompatibilität mit neueren Windows‑Versionen.

Lösung 5. Prüfung auf Softwarekonflikte

Konflikte mit anderen Virtualisierungsplattformen können Hyper‑V den Zugriff auf Hardware‑Virtualisierungsfunktionen verwehren. Daraufhin lassen sich Hyper‑V‑VMs nicht starten und der Fehler „Hypervisor wird nicht ausgeführt“ tritt auf.

Deaktivieren Sie vorübergehend VMware Workstation, VirtualBox oder alte Docker‑Konfigurationen sowie Sicherheits‑ oder Sandbox‑Software, die Virtualisierung nutzt.

Entfernen Sie die Konfliktquellen und starten Sie das System neu, damit die Hardware‑Virtualisierungsressourcen freigegeben werden.

Lösung 6. Reparatur von Windows‑Systemdateien

Wenn die für den Hypervisor benötigten Systemdateien beschädigt sind, startet Hyper‑V unter Umständen nicht zuverlässig. Führen Sie folgende Schritte zur Wiederherstellung der Systemintegrität durch.

Schritt 1. Führen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator aus.

Schritt 2. Führen Sie nacheinander folgende Befehle aus:

sfc /scannow

dism /online /cleanup-image /restorehealth

Diese Tools scannen und reparieren beschädigte Systemdateien – einschließlich der Komponenten für die Hypervisor‑Initialisierung.

Wann ist eine Neuinstallation oder Support in Betracht zu ziehen?

In den meisten Fällen lässt sich der Fehler „Hypervisor wird nicht ausgeführt“ durch Korrektur von BIOS‑Einstellungen, Startkonfiguration oder Systemdiensten beheben. Es gibt jedoch Fälle, in denen die üblichen Fehlerbehebungsschritte nicht mehr wirken.

In dieser Situation sollten Sie prüfen, ob eine tiefgreifende Systemreparatur oder externer Support die effizienteste Lösung ist.

1. Wiederholte Ausfälle trotz aller durchgeführten Korrekturen

Wenn Sie alle oben genannten Lösungen ausprobiert haben und der Fehler nach jedem Neustart erneut auftritt, liegt oft eine tieferliegende systemweite Inkonsistenz vor, die sich manuell nur schwer beheben lässt.

2. Fortbestehende Fehler in der Ereignisanzeige

Die Ereignisanzeige liefert wertvolle Hinweise zum Systemzustand. Bleiben in den Protokollen folgende Meldungen bestehen:

  • wiederholte Hypervisor‑Initialisierungsfehler
  • Kernel‑ oder virtualisierungsbezogene Fehler bei jedem Systemstart
  • Fehler, die auch nach Konfigurationsänderungen andauern

Dann liegen Probleme vor, die über einfache Fehleinstellungen hinausgehen – beispielsweise beschädigte Kernkomponenten oder instabile Firmware‑Interaktionen.

3. Beeinträchtigte Betriebssystemintegrität

In manchen Umgebungen entsteht Systeminstabilität durch:

  • fehlgeschlagene oder unterbrochene Windows‑Updates
  • Festplattenfehler oder beschädigtes Dateisystem
  • langfristige Treiberinkonsistenzen

Wenn mehrere Systemkomponenten betroffen sind, können Versuche, einzelne Einstellungen zu reparieren, weitere Instabilitäten verursachen. In diesen Fällen ist eine saubere Neuinstallation des Betriebssystems oft die schnellste und zuverlässigste Möglichkeit, die Virtualisierungsfunktion wiederherzustellen.

Regelmäßige Hyper‑V‑Sicherung zum Schutz von virtuellen Maschinen

Virtuelle Maschinen hängen stark von der Stabilität des Host‑Systems ab. Wenn der Hypervisor ausfällt, sind VMs sofort nicht mehr erreichbar – auch wenn deren Daten intakt sind.

Es wird empfohlen, einen Sicherungszeitplan für Ihre virtuellen Maschinen einzurichten. So lassen sich VMs auch bei einem Ausfall des Hyper‑V‑Hosts wiederherstellen und Ausfallzeiten im Problemfall minimieren.

Für diese Herausforderungen bietet Info2Soft i2Backup eine unternehmensgerechte Sicherung und Wiederherstellung für Hyper‑V‑Umgebungen.

Mit i2Backup können Unternehmen:

  • Agent‑lose Hyper‑V‑Sicherungen mit geringer Leistungsbeeinträchtigung durchführen
  • laufende virtuelle Maschinen konsistent schützen
  • VMs nach Hypervisor‑Ausfällen oder Systemneuerstellungen schnell wiederherstellen
  • Sicherungen in komplexen virtuellen Umgebungen zentral verwalten

Durch eine Kombination aus proaktiver Systemwartung und einer zuverlässigen Hyper‑V‑Sicherungslösung senken Unternehmen das Risiko und stellen sicher, dass Virtualisierungsprobleme wie ein nicht startender Hypervisor nicht zu Datenverlust oder langen Ausfallzeiten führen.

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Fazit

Der Fehler „Hypervisor wird nicht ausgeführt“ wird üblicherweise durch systemweite Konfigurationsprobleme verursacht und nicht durch Fehler einzelner virtueller Maschinen. Meist liegt die Ursache in deaktivierten Virtualisierungseinstellungen, falscher Startkonfiguration, Softwarekonflikten oder Problemen mit der Systemintegrität.

Administratoren können das Problem effizient beheben, indem sie Hardware‑ und BIOS‑Einstellungen prüfen, Startkonfiguration und Dienste auswerten, Ereignisprotokolle analysieren und gezielte Korrekturen durchführen.

Ebenso wichtig: Bereits ein kurzzeitiger Hypervisor‑Ausfall macht alle virtuellen Maschinen unzugänglich. Nutzen Sie i2Backup, um eine zuverlässige, regelmäßige Sicherungsstrategie für Ihre Hyper‑V‑VMs einzurichten.

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