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Von: Dylan

Was ist HPE SimpliVity?

In der heutigen Ära der digitalen Transformation stellt die hyperkonvergente Infrastruktur (HCI) den zentralen Baustein für agile und skalierbare Rechenzentren dar.

HPE SimpliVity ist eine führende HCI-Plattform für Unternehmen, die den herkömmlichen IT-Stack vereint und Rechenleistung, Speicher und Netzwerk in einem einzigen softwaredefinierten x86-System integriert. Ihr Kern bildet die OmniStack-Plattform – eine softwaredefinierte Architektur mit Virtualisierung, inline-Datenreduktion, Sicherung, Replikation und Hardwarebeschleunigung.

Ihr entscheidender Vorteil ist ein natives, VM-zentriertes Sicherungssystem, das herkömmliche Lösungen übertrifft.

Wesentliche Unterschiede zwischen der nativen Sicherung von HPE SimpliVity und herkömmlichen Lösungen:

  • Sicherungsarchitektur: Herkömmliche Lösungen basieren auf Snapshots, inkrementellen Sicherungen oder separaten Tools, was langsame Wiederherstellungen und eine komplexe Verwaltung zur Folge hat. Die native Sicherung von SimpliVity erstellt vollständige logische VM-Images (keine Snapshot-Ketten) und ermöglicht unbegrenzte Aufbewahrungsdauern sowie sofortige Wiederherstellungen.
  • Integration: Herkömmliche Sicherungslösungen arbeiten unabhängig von der Infrastruktur; die SimpliVity-Sicherung ist fest in OmniStack integriert, sodass Dritttools entfallen und eine nahtlose VMware-Anbindung möglich ist.
  • Ransomware-Schutz: SimpliVity speichert unveränderte VM-Images zu jedem Zeitpunkt, während herkömmliche Snapshots und Sicherungsketten anfällig für Datenbeschädigungen sind.

Ein weiterer zentraler Vorteil ist die hohe Dateneffizienz:

  • Hardwarebeschleunigte Datenreduktion: SimpliVity nutzt die OmniStack Accelerator Card (dedizierte FPGA) für inline-Deduplizierung und Kompression, entlastet die CPUs und erhält die Systemleistung.
  • Branchenführende Reduktionsfaktoren: HPE garantiert eine Datenreduktion um den Faktor 10:1; in realen Umgebungen werden durchschnittlich 40:1 bis 52:1 (bis zu 300:1) erreicht, wodurch Speicherkosten um 90 % sinken.
  • vCenter-Integration: Administratoren verwalten Sicherungen direkt über die vSphere-Oberfläche, Arbeitsabläufe werden vereinfacht und separate Verwaltungstools entfallen.

Funktionsweise der nativen SimpliVity-Sicherung

Die Effizienz von HPE SimpliVity gründet auf der OmniStack Data Virtualization Platform (DVP). Im Gegensatz zu herkömmlichen Speichersystemen, die Daten zunächst auf Festplatten schreiben und erst danach deduplizieren (Nachverarbeitung), führt SimpliVity Inline-Deduplizierung, Kompression und Optimierung unmittelbar bei der Erstellung der Daten durch.

OmniStack DVP und die 8-KB-Granularität

Die DVP verwaltet Daten mit einer einzigartigen Feinheit. Während viele Systeme große Blockgrößen verwenden, verarbeitet SimpliVity Daten in 8-KB-Blöcken. Jeder 8-KB-Block erhält einen Hashwert und wird mit einer globalen Datenbank vorhandener Blöcke abgeglichen. Ist der Block bereits irgendwo innerhalb der Föderation (der Gesamtheit aller SimpliVity-Knoten) vorhanden, erstellt das System lediglich einen kleinen Metadaten-Zeiger, statt die Daten erneut abzuspeichern.

Bei Modellen der 10. Generation wurde dieser Vorgang ursprünglich durch eine dedizierte PCIe-Beschleunigerkarte (eigener ASIC) realisiert, um die Host-CPU vollständig zu entlasten. Bei den aktuellen Modellen der 11. Generation wurde dies zu einer softwareoptimierten Architektur weiterentwickelt, die moderne Prozessorbefehlssätze nutzt und die gleiche hohe Leistung ohne spezielle Hardware erzielt.

Technische Umsetzung der 10:1-Effizienzgarantie

HPE bietet die bekannte HyperGuarantee mit dem Faktor 10:1 und verspricht Kunden eine Einsparung von 90 % der gesamten Kapazität für Speicher und Sicherungen kombiniert. Dies wird durch drei technische Merkmale ermöglicht:

  • Dauernd aktive Deduplizierung: Da Daten bereits vor dem Schreiben auf die Festplatte dedupliziert werden, werden redundante Daten aus Produktiv-VMs und deren Sicherungen niemals mehrfach gespeichert.
  • Metadatenbasierte Sicherungen: Eine „Sicherung“ im SimpliVity-Sinne ist keine Kopie der Daten, sondern eine Metadaten-Snapshot der Zeiger. Das Erstellen einer Sicherung erfordert keine Übertragung von tatsächlichen Datenbits – daher lässt sich eine 1-TB-VM in unter 60 Sekunden sichern oder wiederherstellen.
  • Globale Effizienz: Die Deduplizierung erstreckt sich über die gesamte Föderation. Bei 50 Kopien einer Windows-Server-VM wird nur der eindeutige Datenbestand einer Instanz gespeichert, ergänzt um geringfügige Abweichungen der übrigen Instanzen.

Jede Sicherung ist eine „logische Vollsicherung“

VMware-Administratoren fragen häufig, ob SimpliVity inkrementelle oder vollständige Sicherungen nutzt. Technisch erstellt SimpliVity logische Vollsicherungen. Zwar werden nur die veränderten eindeutigen Blöcke gespeichert (wie bei einer inkrementellen Sicherung), jede Sicherung besteht jedoch aus einem vollständigen, unabhängigen Satz an Metadaten-Zeigern. Es gibt keine bruchgefährdeten Sicherungsketten; Sie können jede beliebige Sicherung jederzeit löschen, ohne die Wiederherstellbarkeit anderer Sicherungen einzubüßen.

Sichern von HPE SimpliVity über vCenter

HPE SimpliVity erreicht eine tiefe Integration mit dem VMware-Ökosystem über ein dediziertes Plug-in, das Datenschutzaufgaben direkt in den vSphere Web Client einbettet. Dadurch entfällt für den täglichen Betrieb eine separate Sicherungskonsole.

Installation des HPE SimpliVity Plug-ins

Um VM-zentrierte Sicherungsaktionen nutzen zu können, muss das HPE SimpliVity Plug-in auf der vCenter Server Appliance (VCSA) installiert werden.

1. Herunterladen: Beziehen Sie das Installationsprogramm für das HPE SimpliVity Plug-in für den vSphere Web Client über das HPE Support Center.

2. Zugriff: Stellen Sie über SSH eine Verbindung zur vCenter Server Appliance mit Root-Berechtigungen her.

3. Hochladen und Vorbereiten: Laden Sie das Installationsprogramm in ein temporäres Verzeichnis der VCSA hoch und aktivieren Sie die Ausführungsberechtigung mit folgendem Befehl:

chmod +x <plugin-installer-file>.run

4. Installation: Führen Sie das Installationsprogramm aus mit:

./<plugin-installer-file>.run

Befolgen Sie die Eingabeaufforderungen, um die Registrierung bei vCenter abzuschließen.

5. Überprüfung: Nach der Installation erscheint das Menü „HPE SimpliVity Actions“ bei einem Rechtsklick auf Objekte im vSphere-Bestand.

Erstellen und Verwalten von Sicherungsrichtlinien

Der Datenschutz bei SimpliVity basiert auf Richtlinien: Sie definieren die gewünschten Ziele (RPO und Aufbewahrungsdauer), das System übernimmt die automatisierte Ausführung.

  • Definieren von Regeln: Navigieren Sie in vCenter zu SimpliVity Federation > Backup Policies, um eine neue Richtlinie zu erstellen. Jede Richtlinie enthält Regeln für die Häufigkeit (z. B. stündlich), die Aufbewahrungsdauer (z. B. 30 Tage) und den Zielcluster.
  • Anwendungsbezogene Konsistenz: Für kritische Datenbanken wie SQL Server oder Exchange lassen sich Regeln mit der Einstellung „Application Consistent“ festlegen. Dabei wird Microsoft VSS genutzt, um die Anwendung vor der Erstellung der metadatenbasierten Sicherung in einen ruhenden Zustand zu versetzen und eine saubere Wiederherstellung zu gewährleisten.
  • Zuweisung: Richtlinien lassen sich auf Datastore-Ebene zuweisen, um alle darin enthaltenen VMs automatisch zu schützen, oder auf VM-Ebene für eine feingranulare Steuerung.

Ausführen manueller Sicherungen

Für Wartungsarbeiten wie Betriebssystem-Patches oder Anwendungsaktualisierungen können Administratoren eine bedarfsgesteuerte Sicherung auslösen.

  • Vorgehensweise: Rechtsklicken Sie die VM und wählen Sie Alle HPE SimpliVity-Aktionen > Virtuelle Maschine sichern.
  • Vorteil: Im Gegensatz zu herkömmlichen VMware-Snapshots sind diese manuellen SimpliVity-Sicherungen nahezu sofort abgeschlossen und verursachen keine „Snapshot-Verzögerungen“ oder dauerhafte Leistungseinbußen der VM.

Integration von HPE StoreOnce und Cloud Bank für Langzeitarchivierung

Die internen Föderationssicherungen von HPE SimpliVity eignen sich hervorragend für schnelle operative Wiederherstellungen. Große Unternehmen benötigen jedoch häufig eine Langzeitaufbewahrung (LTR) sowie Schutz vor standortweiten Ausfällen oder Ransomware-Angriffen. Hier kommt die Integration externer Speicher wie HPE StoreOnce und Cloud Bank Storage ins Spiel.

HPE StoreOnce: Speziell entwickeltes Sicherungsgerät (PBBA)

HPE StoreOnce bildet eine sekundäre Sicherungsebene außerhalb der SimpliVity-Föderation. Durch die Replikation von VM-Daten auf StoreOnce erfüllen Unternehmen die 3-2-1-1-0-Sicherungsstrategie (3 Datenkopien auf 2 Medientypen, eine extern gespeicherte und eine unveränderliche Kopie).

  • Effizienz: Die Integration über das HPE StoreOnce Catalyst-Protokoll ermöglicht einen optimierten Datentransfer, bei dem nur eindeutige Blöcke an das Gerät übermittelt werden.
  • Skalierbarkeit: Es unterstützt eine Langzeitaufbewahrung im Petabyte-Bereich und erlaubt die Archivierung von Daten aus mehreren entfernten oder Edge-Standorten an einem zentralen Ort.
  • Ransomware-Schutz: Da StoreOnce ein speziell konzipiertes Gerät ist, ist sein Dateisystem nicht über gängige Netzwerkprotokolle zugänglich – ein robuster Schutz vor Verschlüsselungsangriffen.

HPE Cloud Bank Storage: Sichere Cloud-Erweiterung

Für Unternehmen mit Cloud-First-Strategie ermöglicht HPE Cloud Bank Storage eine kostengünstige nahtlose Sicherung auf öffentlichen Cloud-Objektspeichern.

  • Cloud-Ziele: Unterstützt AWS S3, Microsoft Azure Blob und Scality.
  • Kostenoptimierung: Da SimpliVity die Daten vor der Übertragung in die Cloud dedupliziert und komprimiert, sinken Bandbreiten- und Ausgangskosten deutlich.
  • Compliance: Cloud-Sicherungen lassen sich bis zu 10 Jahre aufbewahren und erfüllen strenge regulatorische Archivierungsvorgaben.
  • Unveränderbarkeit: Mithilfe nativer Cloud-Sperrfunktionen (wie Azure Blob Immortality oder AWS Object Lock) sichern Administratoren, dass Sicherungen über einen festgelegten Zeitraum weder gelöscht noch verändert werden können – die ultimative Rückfalloption bei Cyberangriffen.

Vergleich HPE SimpliVity natives Backup vs. Drittlösung Info2Soft i2Backup

Die native Sicherung von HPE SimpliVity bietet einen robusten Schutz für die eigene HCI-Föderation und deckt Anforderungen der Langzeitaufbewahrung ab. Viele Unternehmen betreiben jedoch heterogene IT-Umgebungen, die flexiblere, plattformübergreifende Sicherungsfunktionen erfordern.

In diesen Szenarien bietet Info2Softs i2Backup Datenmobilität und feinere Granularität, die nativen HCI-Tools fehlt. Es handelt sich um eine Unternehmenssicherungssoftware, die alle VMware-VMs über eine Weboberfläche sichert und Funktionen wie Sofortwiederherstellung oder automatisierte Sicherungen integriert, um vielfältige Anforderungen abzudecken.

KOSTENLOSE 60-Tage-Testversion

Die native Sicherung von HPE SimpliVity und Info2Softs i2Backup ergänzen sich, sie stehen nicht in Konkurrenz zueinander: SimpliVity überzeugt mit dem integrierten HCI-eigenen Schutz, i2Backup glänzt bei heterogenen, plattformübergreifenden Ausfallsicherheitskonzepten. Nachfolgend eine kompakte entscheidungsorientierte Gegenüberstellung:

Kriterium Native Sicherung von HPE SimpliVity Info2Soft i2Backup
Kernfokus Ausschließlich SimpliVity-HCI-Föderation; VMware-zentriert Hybride/heterogene IT-Stacks (SimpliVity + Altsysteme + Cloud + physische Server)
Dateneffizienz Garantierte 10:1 (Durchschnitt 40:1–52:1) durch Inline-Deduplizierung Plattformübergreifende Deduplizierung, AES-Verschlüsselung, skalierbare parallele Verarbeitung
Granularität der Wiederherstellung Standardmäßig Sofortwiederherstellung auf VM-Ebene; anwendungsbewusst über Plug-ins Anwendungs-/Datenbankebene (Oracle, PostgreSQL, MySQL) + VM-Ebene; RPO im Minutenbereich via CDP
Unterstützung heterogener Umgebungen Nur auf SimpliVity beschränkt Native Unterstützung für VMware/Hyper-V/LVM/AWS/Azure/SAN/NAS/physische Systeme
Ransomware-Ausfallsicherheit Unveränderliche Snapshots + Air-Gapping über StoreOnce/Cloud Bank 3-2-1-1-0-Architektur, plattformübergreifendes Air-Gap-Backup, unveränderbarer Speicher + Prüfprotokolle
Verwaltungsaufwand Keiner (nativ in vCenter/SimpliVity integriert) Leichter Agent oder agentloser Betrieb, zentrale Weboberfläche
Datenmobilität Replikation nur innerhalb der Föderation Nahtlose plattformübergreifende Migration/Replikation (Lokal ↔ Cloud ↔ Altsysteme)
Wann empfehlt sich HPE SimpliVity?
  • Die gesamte Umgebung ist vollständig auf HPE SimpliVity standardisiert, keine Altsysteme oder Multi-Cloud-Abhängigkeiten vorhanden
  • Priorität auf vereinheitlichter vCenter-Verwaltung und sofortiger VM-Wiederherstellung für VMware-Workloads
  • Kurz- bis mittelfristige Aufbewahrung (max. 1 Jahr) ausreichend; Langzeitbedarf wird über StoreOnce/Cloud Bank abgedeckt
  • Eine infrastrukturintegrierte Sicherung ohne Dritttools mit minimalem Verwaltungsaufwand gewünscht
Wann empfehlt sich Info2Soft i2Backup?
  • Heterogener IT-Stack (SimpliVity kombiniert mit Altspeichern, Cloud oder Nicht-VMware-Systemen)
  • Anwendungsorientierter Schutz für geschäftskritische Datenbanken (Oracle, PostgreSQL, MySQL) erforderlich
  • Plattformübergreifende Datenmobilität nötig (z. B. Migration von Altsystemen auf SimpliVity oder Cloud)
  • Einhaltung der 3-2-1-1-0-Regel und plattformübergreifendes Air-Gapping gegen Ransomware gefordert
  • Flexible agentenbasierte oder agentlose Sicherung für gemischte physische, virtuelle und Cloud-Workloads bevorzugt
Heterogene Datenmobilität – zentraler Unterschied
  • SimpliVity: Datenbewegungen sind auf die eigene Föderation beschränkt, keine native Unterstützung für Sicherungen externer Systeme
  • i2Backup: Vereinheitlicht die Sicherungsverwaltung über alle Plattformen hinweg und ermöglicht Ein-Klick-Replikation/Migration zwischen SimpliVity, Altspeichern und Cloud – löst Dateninseln in hybriden IT-Umgebungen auf

Fazit

Für VMware-Administratoren mit HPE SimpliVity-Umgebungen ist eine ausgewogene Sicherungsstrategie für Ausfallsicherheit und Compliance unerlässlich. Die native Sicherung von HPE SimpliVity, gestützt auf die OmniStack DVP und Inline-Deduplizierung, bietet eine garantierte Dateneffizienz von 10:1 sowie eine nahtlose vCenter-Integration und eignet sich optimal für standardisierte SimpliVity-Föderationen mit VMware-Workloads.

Letztendlich ergibt die Kombination aus der nativen Effizienz von HPE SimpliVity und der Flexibilität von i2Backup eine ganzheitliche, kostengünstige Sicherungslösung für HPE SimpliVity mit VMware, die den Anforderungen moderner Unternehmen gerecht wird.

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