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Von: Dylan

Was ist VMware vCenter Converter?

VMware vCenter Converter ist eines der am weitesten verbreiteten Tools für Physical-to-Virtual-Migrationen (P2V) und Virtual-to-Virtual-Migrationen (V2V) in VMware-Umgebungen. Egal, ob Sie alte physische Server auf VMware ESXi migrieren, Workloads konsolidieren oder virtuelle Maschinen von einer anderen Plattform umziehen möchten – Converter vereinfacht den Migrationsvorgang bei minimaler Ausfallzeit.

Ist das Tool kostenlos?

vCenter Converter ist ein offizielles P2V- und V2V-Konvertierungsprogramm, das kostenlos heruntergeladen und verwendet werden kann. Beachten Sie jedoch folgende Punkte:

1. Zum Herunterladen ist ein registriertes Konto im Broadcom Support Portal erforderlich.

2. Verfügbare Support-Leistungen sowie herunterladbare Versionen hängen vom Kontostatus Ihres Unternehmens und den VMware-Lizenzvereinbarungen ab. Broadcom vertreibt Converter derzeit über sein offizielles Software-Download-Portal.

Hinweis: Was bedeuten Converter, vSphere Converter und Converter Standalone?

Es handelt sich um dasselbe Tool: VMware vCenter Converter Standalone. Früher hieß es vSphere Converter, der aktuelle offizielle Name lautet vCenter Converter Standalone. Der Zusatz „Standalone“ verdeutlicht, dass es sich um ein eigenständig installierbares Tool handelt, das ohne laufendes vCenter betrieben werden kann.

Dieser Leitfaden erläutert, was VMware vCenter Converter ist, wo Sie es herunterladen, wie Sie es sicher installieren und wie Sie sowohl P2V- als auch V2V-Migrationen erfolgreich durchführen.

Herunterladen und Installieren von VMware vCenter Converter

Sie müssen das Tool über Broadcom herunterladen und installieren. Prüfen Sie vor Download und Installation die unterstützten Betriebssysteme:

► Unterstützte Installationsplattformen (Systeme, auf denen Converter ausgeführt wird):

  • Windows Server 2012 / 2012 R2 / 2016 / 2019 / 2022 (64-Bit)
  • Windows 10 (32-Bit und 64-Bit)
  • Windows 11 (64-Bit)

► Unterstützte Quellsysteme:

  • Windows: Windows Server 2012–2022, Windows 10/11 – Konvertierung laufender Maschinen wird unterstützt
  • Linux: CentOS 7.x, Red Hat Enterprise Linux 7.x / 8.x / 9.x, Ubuntu 14.04 LTS / 16.04 LTS / 18.04 LTS / 20.04 LTS / 22.04 LTS – Konvertierung laufender Maschinen wird unterstützt

► Unterstützte Zielplattformen:

  • VMware vSphere 8.0 / 8.0 (Update 1) / 8.0 (Update 2) / 9.0
  • VMware Cloud Foundation 9.0
  • VMware Workstation 17 und 17.5
  • VMware Fusion 13 und neuer
  • Virtuelle Hardware-Version 22 (bis zu 960 vCPUs pro virtueller Maschine)

Hinweis: 4K-Native-Festplatten (4Kn) werden nicht unterstützt

Download:

Schritt 1. Rufen Sie das Broadcom Support Portal auf (https://support.broadcom.com/) und melden Sie sich mit Ihrem registrierten Konto an.

Schritt 2. Navigieren Sie zu „Meine Downloads“ > „Kostenlose Software-Downloads“.

Schritt 3. Suchen Sie nach „VMware vCenter Converter“ oder „VMware Converter Standalone“.

Schritt 4. Suchen Sie die neueste Version, akzeptieren Sie die Nutzungsbedingungen und starten Sie den Download.

Installation:

Schritt 1. Starten Sie das Installationsprogramm auf einer Windows-Verwaltungsarbeitsstation.

Schritt 2. Akzeptieren Sie die Lizenzvereinbarung.

Schritt 3. Wählen Sie das Installationsverzeichnis aus.

Schritt 4. Installieren Sie die Converter-Komponenten.

Schritt 5. Starten Sie VMware vCenter Converter Standalone.

Die meisten Administratoren installieren Converter auf einer dedizierten Verwaltungsarbeitsstation und nicht direkt auf Produktionsservern.

Im Folgenden zeigen wir Ihnen, wie Sie das Tool für P2V- oder V2V-Konvertierungen verwenden. Es wird empfohlen, vorab eine vollständige Systemsicherung oder VM-Sicherung des Quellsystems zu erstellen, um Fehler abzufedern.

Verwenden von VMware vCenter Converter für P2V- und V2V-Migrationen

Vorbereitungen vor der Durchführung:✎…
Firewalls müssen die Kommunikation zwischen Quell- und Zielsystem zulassen.
Erforderliche VMware-Dienste und Verwaltungsports müssen erreichbar sein.
Stellen Sie sicher, dass das Ziel-VM ausreichend Datenspeicherkapazität sowie freie CPU- und Arbeitsspeicherressourcen zur Verfügung hat.

P2V-Konvertierung

Schritt 1. Führen Sie VMware vCenter Converter als Administrator auf der installierenden Verwaltungsmaschine aus.

Schritt 2. Klicken Sie im oberen Menü auf „Maschine konvertieren“, um den Konvertierungsassistenten zu starten.

convert machine

Schritt 3. Wählen Sie im Assistenten die Option „Eingeschaltet“ und anschließend „Remote-Windows-Maschine“. Geben Sie anschließend die IP-Adresse oder den Hostnamen, den Benutzernamen und das Passwort ein.

Die Option „Eingeschaltet“ dient für laufende physische Maschinen – das Quellsystem muss nicht heruntergefahren werden.

Source System VMware vCenter Converter

Schritt 4. Das Tool informiert Sie, dass ein Agent installiert wird, und fragt, ob der vCenter Converter-Agent nach erfolgreichem Import automatisch oder manuell deinstalliert werden soll. Wählen Sie die Schaltfläche „Ja“ aus.

agent uninstall prompt VMware converter

Nach abgeschlossener Agent-Installation werden die Details der Quellmaschine angezeigt.

Schritt 5. Wählen Sie in diesem Fenster den Zieltyp „VMware-Infrastruktur-Virtuelle Maschine“. Wird die VM von vCenter verwaltet, geben Sie die Server-IP, Benutzername und Passwort ein. Klicken Sie auf „Weiter“.

VMware infrastructure VMware infrastructure virutal machine

Hinweis: Wenn Sie VMware ESXi-VMs auf VMware Workstation konvertieren möchten, wählen Sie einfach „VMware Workstation oder andere virtuelle VMware-Maschine“ aus.

Schritt 6. Wählen Sie anschließend ein Rechenzentrum und einen VM-Namen für die abzulegende Ziel-VM aus und klicken Sie auf „Weiter“.

destination virtual machine

Schritt 7. Wählen Sie einen mit dem gewählten Rechenzentrum verbundenen Datenspeicher sowie eine Version der virtuellen Hardware aus. Stellen Sie sicher, dass genügend Speicherplatz für die VM vorhanden ist, und klicken Sie auf „Weiter“.

destination location

Schritt 8. Auf der Seite „Optionen“ können Sie Parameter für die Konvertierungsaufgabe festlegen:

  • Kopierdaten: Wählen Sie die Festplatten oder Partitionen aus, die auf das Ziel kopiert werden sollen.
  • Geräte: Legen Sie virtuelle Prozessoren, Arbeitsspeichergröße, Kerne und weitere Hardware fest.
  • Netzwerke: Wählen Sie einen Netzwerkadapter für die virtuelle Maschine aus.
  • Dienste: Hier können Sie Windows-Dienste auf dem Quellsystem vor Start der P2V-Konvertierung beenden und den Startmodus für die Ziel-VM definieren.
  • Erweitert: Konfigurieren Sie den Einschaltzustand nach der Konvertierung und Nachbearbeitungsaufgaben.
  • Drosselung: Steuern Sie die CPU-Auslastung und die Netzwerkbandbreite.

Schritt 9. Auf der Zusammenfassungsseite werden alle Konvertierungsdetails angezeigt. Klicken Sie auf „Fertigstellen“, falls alle Einstellungen korrekt sind.

Die P2V-Konvertierung startet nun – warten Sie bis zum Abschluss des Vorgangs. Anschließend schalten Sie die Ziel-VM ein; Sie sehen eine virtuelle Maschine mit dem Zusatz „converted“ im Namen.

V2V-Migration

Die Durchführung einer V2V-Konvertierung verläuft weitgehend identisch zur P2V-Konvertierung, weist aber geringfügige Unterschiede auf.

Schritt 1. Führen Sie VMware vCenter Converter als Administrator aus und klicken Sie im oberen Menü auf „Maschine konvertieren“, um den Assistenten zu öffnen.

Schritt 2. Wählen Sie als Quelltyp „Ausgeschaltet“ und die Option „VMware Workstation oder andere virtuelle VMware-Maschine“. Suchen und wählen Sie die Quell-VM oder das Image aus, klicken Sie auf „Weiter“.

Source-system V2V

Schritt 3. Wählen Sie als Zieltyp „VMware-Infrastruktur-Virtuelle Maschine“ aus, geben Sie Serveradresse, Benutzername und Passwort ein und klicken Sie auf „Weiter“.

Schritt 4. Legen Sie anschließend wie bei der P2V-Konvertierung die Ziel-VM, den Zielspeicherort und die Optionen fest.

Schritt 5. Prüfen Sie alle Einstellungen in der Zusammenfassung und klicken Sie auf „Fertigstellen“, um die Aufgabe zu übermitteln.

Häufige Fehler und Fehlerbehebung bei VMware vCenter Converter

Fehler 1: Konvertierung bricht bei 1 %–2 % ab

Ursache: Zu wenig freier Speicherplatz auf dem Ziel-Datenspeicher oder Netzwerkprobleme der Hilfs-VM.
Lösung: Prüfen Sie den verfügbaren Speicher des Ziel-Datenspeichers. Bei Linux-P2V-Vorgängen überprüfen Sie die Netzwerkkonfiguration der Hilfs-VM.

Fehler 2: Linux-P2V bricht bei 1 % ab – „IP-Adresse der Hilfs-VM kann nicht abgerufen werden“

Ursache: Die Hilfs-VM bezieht automatisch eine IPv6-Adresse, obwohl die Umgebung nicht für IPv6 konfiguriert ist, oder sie erhält keine gültige IPv4-Adresse per DHCP.
Lösung:

  • Deaktivieren Sie IPv6, indem Sie das entsprechende Kästchen in der Netzwerkkonfiguration der Hilfs-VM abwählen.
  • Weisen Sie der Hilfs-VM manuell eine statische IPv4-Adresse zu.
  • Achten Sie darauf, dass die gewählte IP-Adresse im Netzwerk nicht bereits vergeben ist.

Fehler 3: Port-Verbindungsprobleme – „Der angegebene Host kann nicht kontaktiert werden“

Ursache: Erforderliche Ports werden durch Firewalls blockiert.
Lösung: Überprüfen Sie, ob alle benötigten Ports für VMware vCenter Converter freigegeben sind. Spezifische Port-Anforderungen entnehmen Sie den Broadcom-KB-Artikeln.

Fehler 4: VM stürzt beim Booten mit Bluescreen ab – „STOP 0x0000007B INACCESSIBLE_BOOT_DEVICE“

Ursache: Nicht übereinstimmende Treiber für den Festplattencontroller.
Lösung:

  • Stellen Sie sicher, dass die Konvertierungsaufgabe zu 100 % abgeschlossen wurde.
  • Prüfen Sie, ob der Typ des virtuellen Festplattencontrollers (IDE / SCSI / NVMe) mit dem des Quellsystems übereinstimmt.
  • Versuchen Sie den Start im abgesicherten Modus und installieren Sie den passenden Speichercontroller-Treiber.

Fehler 5: VM bootet nach Konvertierung nicht – UEFI/BIOS-Nichtübereinstimmung

Ursache: Das Quellsystem nutzt UEFI, die Ziel-VM ist jedoch mit BIOS-Firmware konfiguriert. Beachten Sie, dass Converter keine UEFI-Variablen auf das Ziel überträgt.
Lösung: Bearbeiten Sie die VM-Einstellungen und wechseln Sie die Firmware von BIOS auf EFI. Es wird nur der aktuelle UEFI-Boot-Eintrag übernommen.

Fehler 6: Converter-Dienste laufen fehlerhaft

Ursache: Die Dienste Converter Standalone Agent/Server/Worker befinden sich im Start- oder Stopp-Zustand.
Lösung: Überprüfen Sie, dass folgende Dienste den Status „Wird ausgeführt“ haben:

  • VMware vCenter Converter Standalone Agent
  • VMware vCenter Converter Standalone Server
  • VMware vCenter Converter Standalone Worker

Fehler 7: Konvertierung von netzwerkverbundenen Laufwerken schlägt fehl

Ursache: Früher führte die Auswahl eines netzwerkverbundenen Laufwerks mit Laufwerksbuchstaben als Zielspeicherort zu Konvertierungsfehlern.
Lösung: Ab Version 9.0 müssen für Netzwerkfreigaben UNC-Pfade statt Laufwerksbuchstaben verwendet werden.

Alternative zu VMware vCenter Converter für großangelegte Unternehmensmigrationen

VMware vCenter Converter ist nach wie vor ein praktisches Tool für einfache P2V- und V2V-Migrationen. Es wurde jedoch primär als Maschinenkonvertierungshilfsprogramm entwickelt und keine umfassende Migrationsplattform für Unternehmen.

Unternehmen mit großen Rechenzentrumsmodernisierungsprojekten stoßen häufig auf Herausforderungen, die über reine Maschinenkonvertierungen hinausgehen, darunter:

– Plattformübergreifende Migrationen
– Massenmigration von hunderten Servern
– Automatisierte Migrationsabläufe
– Verwaltung von Anwendungsabhängigkeiten
– Migrationsplanung und Orchestrierung
– Zentralisierte Projektübersicht und Berichterstattung
– Anforderungen an Migrationen mit minimaler Ausfallzeit

In diesen Szenarien ist eine spezialisierte Migrationsplattform wie i2Migration oft besser geeignet.

i2Migration, entwickelt von Information2 software, ist eine vereinheitlichte Migrationsplattform für Unternehmens-Workload-Migrationsprojekte. Es ermöglicht unterbrechungsfreie Echtzeitmigrationen zwischen physischen, virtuellen und Cloud-Umgebungen und deckt mehr Migrationsszenarien ab als VMware vCenter Converter allein.

Kernfunktionen:

  • Unterbrechungsfreie Online-Migration ohne Ausfallzeit: Migriert laufende Systeme ohne Betriebsunterbrechung; nach Abschluss übernimmt das neue System sofort den Betrieb.
  • Vollständige Szenarioabdeckung: Unterstützt P2V (Physisch zu Virtuell), V2V (Virtuell zu Virtuell), V2P (Virtuell zu Physisch) und P2P (Physisch zu Physisch).
  • Plattform- und Cloud-übergreifend: Unterstützt Migrationen zwischen VMware, Hyper-V, KVM, Citrix XenServer sowie gängigen öffentlichen Clouds wie AWS, Azure, Alibaba Cloud, Tencent Cloud und Huawei Cloud.
  • Byte-genaue Replikation: Nutzt byte-genaue Echtzeit-Datenreplikation für bandbreitenoptimierte, effiziente Übertragungen.
  • Robuste Übertragung: Unterstützt Netzwerkdrosselung, Datenkompression, fortsetzbare Übertragungen und verschlüsselte Datenübermittlung.

Sie können eine kostenlose 60-Tage-Testversion anfordern:

KOSTENLOSE 60-Tage-Testversion

Fazit

VMware vCenter Converter ist ein zuverlässiges Tool für P2V- und V2V-Migrationen, das Unternehmen bei der Umstellung physischer und virtueller Workloads auf VMware-Umgebungen unterstützt. Durch Einhaltung bewährter Vorgehensweisen bei Planung, Test und Nachprüfung nach der Migration können IT-Teams Ausfallzeiten und Migrationsrisiken minimieren.

Bei umfangreichen Migrationsprojekten mit mehreren Workloads, plattformübergreifenden Umgebungen oder Rechenzentrumsmodernisierungen bieten Lösungen wie i2Migration zusätzliche Automatisierung, Skalierbarkeit und zentralisierte Verwaltung zur Vereinfachung des gesamten Migrationsablaufs.

 

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