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Von: Fangdi

Was ist die VMware Live-Migration?

Bei der VMware Live-Migration handelt es sich um den Vorgang, eine laufende virtuelle Maschine (VM) zwischen ESXi-Hosts oder Datenspeichern zu verschieben, ohne die Workload herunterzufahren. Sie wird häufig eingesetzt, um nahezu ausfallfreie Betriebszeiten bei Wartungsarbeiten, Aktualisierungen und der Lastverteilung zu erreichen.

Diese Funktionalität basiert auf VMware vMotion, der zentralen Live-Migrationstechnologie von VMware. vMotion überträgt den Arbeitsspeicher und den Laufzustand einer VM vom Quellhost auf den Zielhost, während die VM weiterhin aktiv bleibt. Dadurch bleiben Anwendungen und Benutzerverbindungen während des Migrationsvorgangs erhalten.

Die VMware Live-Migration unterscheidet sich von der Kaltmigration: Bei der Live-Migration bleibt die VM eingeschaltet mit nur minimalen Dienstunterbrechungen, während für die Kaltmigration die VM vor dem Verschieben heruntergefahren werden muss.

Arten der VMware Live-Migration:

  • Standard-vMotion – Nur Wechsel des Hosts;
  • Storage-vMotion – Nur Wechsel des Datenspeichers;
  • Shared-Nothing-vMotion – Gleichzeitiger Wechsel von Rechen- und Speicherressourcen;
  • Cross-vCenter-vMotion – Migration zwischen unterschiedlichen vCenter-Umgebungen;

vmware live migration

Voraussetzungen und Anforderungen für die VMware Live-Migration

Bevor eine VMware Live-Migration durchgeführt wird, müssen Administratoren sicherstellen, dass Quell- und Zielumgebungen ordnungsgemäß konfiguriert sind.

  • Kompatibilität von Host und vCenter: Die Kompatibilität zwischen ESXi-Versionen und VMware vCenter Server ist eine grundlegende Voraussetzung für die VMware Live-Migration. Es muss eine gültige Lizenz vorhanden sein, zudem sollte die Enhanced vMotion Compatibility (EVC) konfiguriert werden, um die verfügbaren CPU-Funktionen auf allen Hosts zu vereinheitlichen. Dadurch wird ein reibungsloser Wechsel von Workloads zwischen Hardwaregenerationen sichergestellt.
  • Anforderungen an die Netzwerkinfrastruktur: Ein stabiles und durchdachtes Netzwerk ist unerlässlich für den vMotion-Datenverkehr. Dazu gehören dedizierte VMkernel-Ports, ausreichende Bandbreite wie Gigabit-Ethernet oder vorzugsweise 10-Gigabit-Ethernet-Verbindungen sowie kontrollierte Latenzzeiten – typischerweise weniger als 150 ms Round-Trip-Zeit bei Fernmigrationsszenarien – um Verzögerungen oder Unterbrechungen während der Live-Migration zu vermeiden.
  • Speicherkonfiguration: Gemeinsam genutzter Speicher ist eine zentrale Voraussetzung für die Live-Migration, damit Quell- und Zielhost gleichzeitig auf dieselben Dateien der virtuellen Maschine zugreifen können. Unterstützte gängige Speichertypen sind Fibre Channel, iSCSI sowie NFS- und VMFS-Datenspeicher. Alle sorgen für Datenkonsistenz und eine ununterbrochene Verfügbarkeit der VM während der Migration.
  • VM-spezifische Voraussetzungen: Virtuelle Maschinen müssen bestimmte Bedingungen erfüllen: ISO- oder CD-ROM-Geräte müssen vor der Migration getrennt werden, um Konflikte zu vermeiden. Snapshots sind sorgfältig zu verwalten, da übermäßige oder verkettete Snapshots die Leistung beeinträchtigen oder sogar eine erfolgreiche VMware Live-Migration blockieren können.

Durchführung der VMware Live-Migration mit zwei Methoden

Die VMware Live-Migration kann je nach Größe und Komplexität der Umgebung auf zwei Arten ausgeführt werden.

Methode 1: Live-Migration über den vSphere Client (vCenter)

Schritt 1: Öffnen Sie den vSphere Client und melden Sie sich über die Benutzeroberfläche beim vCenter Server an.

Schritt 2: Wählen Sie die virtuelle Maschine aus und suchen Sie die gewünschte VM im Inventar.

Schritt 3: Klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und wählen Sie „Migrieren“;

migrate

Schritt 4: Wählen Sie je nach Migrationsszenario einen Migrationstyp aus.

select migration type

Schritt 5: Wählen Sie den Zielhost oder den Zieldatenspeicher aus;

Schritt 6: Überprüfen Sie die Kompatibilitätsprüfungen;

Schritt 7: Starten Sie die Migration, klicken Sie auf Fertigstellen, um die Live-Migration zu beginnen;

ready to complete

Der Migrationsvorgang kann im Bereich „Letzte Aufgaben“ überwacht werden.

Vorteile der Migration über den vSphere Client

  • Einfache grafische Verwaltung;
  • Einfache Handhabung für tägliche Wartungsaufgaben;
  • Geeignet für kleine und mittlere VMware-Umgebungen;
  • Es sind keine Skriptkenntnisse erforderlich;

Methode 2: Automatisierung der Live-Migration mit PowerCLI (für Cluster)

VMware PowerCLI wird häufig in großen VMware-Unternehmensumgebungen eingesetzt, um umfangreiche Live-Migrationsaufgaben zu automatisieren. Im Vergleich zu manuellen Vorgängen im vSphere Client ist PowerCLI effizienter für Massenmigrationen, Clusterverwaltung und automatisierte Wartungsabläufe.

Schritt 1: Verbindung mit vCenter herstellen

Zuerst stellen Sie über PowerCLI eine Verbindung zur gewünschten VMware vCenter Server-Umgebung her.

bash
Connect-VIServer vcenter.company.com

Schritt 2: Migration einer einzelnen VM

Führen Sie mit folgendem Befehl eine Live-Migration für eine einzelne virtuelle Maschine durch.

bash
Move-VM -VM "AppServer01" -Destination "ESXi-Host02"

Schritt 3: Migration mehrerer VMs

Für clusterweite Vorgänge können Administratoren mehrere virtuelle Maschinen gleichzeitig massenmigrieren.

bash
Get-VM -Location "Cluster01" | Move-VM -Destination "Cluster02"

Schritt 4: Durchführung eines Storage-vMotion

Mit PowerCLI lassen sich auch Storage-vMotion-Vorgänge zwischen Datenspeichern automatisieren.

bash
Move-VM -VM "Database01" -Datastore "Datastore02"

Vorteile der PowerCLI-Automatisierung

  • Geeignet für umfangreiche Migrationen
  • Unterstützung automatisierter Wartungsabläufe
  • Vereinfachte orchestrierte Massenverarbeitung von VMs
  • Höhere Betriebseffizienz über Cluster hinweg

Häufige Probleme bei der VMware Live-Migration

Obwohl die VMware Live-Migration zuverlässig arbeitet, treten Fehler zumeist in drei Bereichen auf:

Fehler „Host der virtuellen Maschine wechseln“

Dieses Problem entsteht, wenn die CPU-Funktionen von Quell- und Zielhost nicht kompatibel sind oder die Enhanced vMotion Compatibility nicht aktiviert wurde, wodurch keine passende vMotion-Kompatibilitätszuordnung möglich ist.

Lösung:

  • Aktivieren Sie EVC, um eine einheitliche CPU-Funktionsbasis herzustellen;
  • Stellen Sie die Kompatibilität von ESXi-Versionen und CPU-Generationen sicher;

Netzwerk- und Timeout-Unterbrechungen
Dieser Fehler wird durch eine instabile VMkernel-Verbindung oder unzureichende Bandbreite während der letzten Arbeitsspeichersynchronisierung der Migration verursacht.

Lösung:

  • Nutzen Sie dedizierte VMkernel-Ports für den vMotion-Datenverkehr;
  • Sorgen Sie für eine stabile Bandbreite von mindestens 10-Gigabit-Ethernet;
  • Vermeiden Sie Überlastungen durch Trennung vom Produktivdatenverkehr;

Gesperrte Dateien und Speicherprobleme

Dieser Fehler tritt auf, wenn auf die VM-Dateien nicht ordnungsgemäß zugegriffen werden kann – häufig aufgrund eingehängter ISO-Images oder vorübergehender Ausfälle der Datenspeicherverbindung.

Lösung:

  • Trennen Sie ISO-/CD-ROM-Geräte vor der Migration;
  • Prüfen Sie die Zugänglichkeit des Datenspeichers auf beiden Hosts;
  • Beheben Sie Dateisperren durch einen Neustart der ESXi-Verwaltungsdienste;

Bewährte Verfahren für die VMware Live-Migration

Um Stabilität und Leistung bei der VMware Live-Migration zu verbessern, sollten Unternehmen mehrere wichtige Best Practices einhalten.

  • Einsatz dedizierter vMotion-Netzwerke mit mehreren Netzwerkkarten

Nutzen Sie dedizierte vMotion-Netzwerkkonfigurationen mit mehreren Schnittstellen, um die Migrationsbandbreite zu erhöhen, den Durchsatz zu verbessern und Redundanz bei Migrationen großer VMs zu gewährleisten.

  • Trennung von Verwaltungs- und Migrationsdatenverkehr

Isolieren Sie den vMotion-Datenverkehr von Verwaltungs- und Produktivnetzen, um Netzwerküberlastungen zu verhindern und sicherzustellen, dass Migrationsvorgänge laufende Workloads nicht beeinträchtigen.

  • Planung umfangreicher Migrationen in verkehrsarme Zeiten zur Vermeidung von Speicher-IOPS-Spitzen

Planen Sie großangelegte Migrationsaufgaben in Nutzungsniedrigphasen, um den Druck auf die Speicher-IOPS zu senken, Leistungseinbußen zu minimieren und die allgemeine Erfolgsrate von Migrationen zu steigern.

Über native vMotion hinaus: Überwindung von Migrationsbeschränkungen im Unternehmensumfeld

Beschränkungen nativer VMware-Tools in komplexen Umgebungen

Native VMware-Migrationstools funktionieren innerhalb von VMware-Umgebungen zuverlässig, weisen jedoch klare Einschränkungen bei komplexen Unternehmensszenarien auf.

  • Keine native Live-Migration von Hyper-V zu VMware möglich
    VMware-Tools unterstützen keine direkte Live-Migration von Hyper-V oder anderen Fremdplattformen, wodurch die plattformübergreifende Migrationsfähigkeit eingeschränkt wird.
  • Höheres Risiko und hoher Bandbreitenbedarf bei Cloud- oder standortübergreifenden Migrationen
    Cloud- oder Fernmigrationen hängen stark von stabilen Hochbandbreitennetzen ab und sind anfälliger für Latenz, Paketverluste und Betriebsrisiken.
  • Fehlende automatisierte Massenorchestrierung und Rollback-Mechanismen
    Native Tools bieten nur begrenzte Unterstützung für umfangreiche automatisierte Migrationsabläufe und keine robusten Rollback-Funktionen bei fehlgeschlagenen Migrationsaufgaben.

Unternehmenslösung: Nutzung von i2Migration für nahtlose Datenmobilität

Um die starren Grenzen nativer Virtualisierungstools zu überwinden, benötigen moderne Unternehmen eine Migrationsplattform mit Flexibilität, Automatisierung und deutlich geringerem Risiko bei der Datenmobilität. Hier kommt i2Migration ins Spiel.

Als migrationsengine für Unternehmensebenen löst es komplexe Rechenzentrumsumstellungen über drei Kernfunktionen:

Heterogene plattformübergreifende Migration: Im Gegensatz zu nativen Tools, die an ein Ökosystem binden, ermöglicht i2Migration nahezu ausfallfreie Umstellungen von Hyper-V, physischen Servern oder öffentlichen Clouds direkt nach VMware.

Echtzeit-Replikation auf Byte-Ebene: Mithilfe fortschrittlicher Hot-Backup- und inkrementeller Replikation auf Byte-Ebene werden nur veränderte Datenblöcke übertragen. Dadurch sinkt der Bandbreitenbedarf drastisch und das Risiko von Migrations-Timeouts entfällt.

Automatisierte Orchestrierung & DR: Es bietet ein zentrales Dashboard zur Verwaltung von Massenaufgaben, damit IT-Teams umfangreiche Rechenzentrumsmigrationen orchestrieren und Failback-Abläufe nahtlos einrichten können.

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Häufig gestellte Fragen zur VMware Live-Migration

Benötigt die VMware Live-Migration gemeinsam genutzten Speicher?

Standard-vMotion erfordert üblicherweise gemeinsam genutzten Speicher wie NFS-, VMFS- oder iSCSI-Datenspeicher. Bei Shared-Nothing-vMotion lassen sich jedoch Rechen- und Speicherressourcen ohne gemeinsamen Speicher migrieren.

Was ist der Unterschied zwischen vMotion und Storage-vMotion?

VMware vMotion verschiebt eine VM zwischen ESXi-Hosts, wobei der Speicher unverändert bleibt. Storage-vMigration migriert die VM-Festplattendateien zwischen Datenspeichern, ohne die VM herunterzufahren.

Wie führt man eine VMware Live-Migration zwischen Clustern durch?

Je nach Größe und Komplexität der Umgebung kann dies über den vSphere Client, Cross-vCenter-vMotion oder die PowerCLI-Automatisierung erfolgen.

Ist eine Live-Migration von Hyper-V zu VMware möglich?

Native VMware-Tools unterstützen keine direkte Hyper-V-Live-Migration. Unternehmenswerkzeuge wie i2Migration ermöglichen jedoch eine plattformübergreifende Migration mit minimalen Ausfallzeiten.

Fazit

Die VMware Live-Migration erlaubt das Verschieben virtueller Maschinen zwischen ESXi-Hosts mit nur minimalen Ausfallzeiten. Technologien wie VMware vMotion, Storage-vMotion und Cross-vCenter-vMotion verbessern die Effizienz von Wartungsarbeiten, die Lastverteilung und die Geschäftskontinuität.

Für umfangreiche oder plattformübergreifende Migrationsszenarien bieten Unternehmenslösungen wie Info2soft i2Migration eine flexiblere und automatisierte Migrationsverwaltung.

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