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Von: Dylan

Daten sind das Lebenselixier von Organisationen und Unternehmen. Mit dem steigenden Wert der Daten sind jedoch auch die Bedrohungen für diese immer ausgefeilter geworden. Herkömmliche Sicherungsstrategien reichen nicht mehr aus.

Laut aktuellen Branchenberichten zielen heute nahezu 89 % aller Ransomware‑Angriffe gezielt auf Sicherungsspeicher ab. Cyberkriminelle wissen: Wenn sie zuerst Ihre Backups zerstören oder verschlüsseln können, verlieren Sie Ihre Verhandlungsposition und zahlen mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit das Lösegeld.

An dieser Stelle kommt das unveränderliche Backup ins Spiel. Es hilft Organisationen sicherzustellen, dass Daten unabhängig von Angriffen unveränderlich und wiederherstellbar bleiben.

Was ist ein unveränderliches Backup?

Kurz gesagt: Ein unveränderliches Backup ist eine Datenkopie, die für einen festgelegten Zeitraum weder geändert, gelöscht noch überschrieben werden kann. Im Gegensatz zu herkömmlichen, änderbaren Backups sind unveränderliche Daten „manipulationssicher“. Selbst wenn ein Angreifer Administratorzugriff erhält, bleiben Ihre historischen Datensätze intakt.

Kerntechnologie: WORM (Write Once, Read Many)

Die Grundlage der meisten Lösungen für unveränderliche Backups ist die WORM‑Technologie. WORM steht für „Write Once, Read Many“ (Einmal schreiben, beliebig oft lesen). Werden Daten auf ein Speichermedium mit WORM‑Eigenschaften geschrieben, verhindern Hardware oder Software weitere Änderungen an diesen Datenblöcken. Sie können die Daten beliebig oft für Wiederherstellungen oder Audits auslesen – Schreib‑ oder Löschfunktionen sind hingegen bis zum Ablauf der Aufbewahrungsfrist physisch oder logisch deaktiviert.

Logische gegenüber physischen Sperren

Grundsätzlich lässt sich die Unveränderlichkeit von Datensicherungen entweder logisch oder physisch herstellen.

  • Logische Sperren (Cloud‑ und Software‑Lösungen): Sie kommen häufig bei cloudbasierten unveränderlichen Backups (z. B. AWS S3 Object Lock) oder gehärteten Software‑Repositorien zum Einsatz. Die Unveränderlichkeit wird durch API‑Richtlinien und Softwarecode durchgesetzt. Sie sind sehr flexibel und skalierbar, hängen aber von der Integrität der Sicherungsebenen der Software ab.
  • Physische Sperren (Offline‑ und Bandmedien): Dies ist die traditionelle Methode zur Herstellung von Unveränderlichkeit. Mithilfe von physischen Bandmedien mit aktiviertem Schreibschutz‑Schalter oder speziellen WORM‑optischen Datenträgern werden Daten vor elektronischer Manipulation geschützt. Da diese Medien oft offline, also vom Netz getrennt, aufbewahrt werden, bilden sie eine physische Barriere, die softwarebasierte Angriffe nicht überwinden können.

Wie funktioniert ein unveränderlicher Speicher?

Im Kern erzeugt eine Lösung für unveränderliche Backups eine „digitale Tresorstelle“, in der Daten zeitlich festgelegt eingefroren werden. Dies wird durch eine Kombination aus richtlinienbasierten Sperren, strengen Zugriffsmodi und kontinuierlichen Integritätsprüfungen erreicht.

Funktionsweise des unveränderlichen Backup‑Speichers

Zeitsperren und Aufbewahrungsrichtlinien

Die Grundlage der Unveränderlichkeit ist die Aufbewahrungsrichtlinie. Beim Anlegen eines Sicherungsauftrags wird den Daten eine festgelegte Sperrdauer zugewiesen (z. B. 30, 60 oder 90 Tage). Sobald die Daten in den Speicher geschrieben sind, wendet das System eine Zeitstempelsperre an. Während dieses Zeitfensters werden alle Befehle zum Löschen oder Bearbeiten von Dateien automatisch von der Speicherebene abgelehnt.

Die Zeitangabe ist absolut: Selbst wenn ein Benutzer versucht, die Systemzeit zu manipulieren, nutzen fortgeschrittene Lösungen für unveränderliche Backups eine unabhängige Hardware‑Uhr oder das NTP‑Protokoll, um den Schutz der Daten bis genau zum Ablauf der Richtlinie sicherzustellen.

Konformitätsmodus gegenüber Unternehmensmodus

Die meisten professionellen Lösungen für unveränderliche Backups bieten zwei unterschiedliche Schutzstufen, um Sicherheit und betriebliche Flexibilität miteinander abzuwägen:

  • Konformitätsmodus: Dies ist die strengste Schutzstufe. Im Konformitätsmodus kann die Unveränderlichkeitssperre von niemandem – auch nicht vom Root‑Administrator oder dem Dienstanbieter – verkürzt oder umgangen werden. Dieser Modus ist für strenge rechtliche Vorschriften (z. B. SEC‑Regel 17a‑4) ausgelegt und stellt sicher, dass Daten unabhängig von internem oder externem Druck erhalten bleiben.
  • Unternehmensmodus: Er stellt eine Governance‑Ebene zur Verfügung. Während er normale Benutzer und Hacker am Löschen von Daten hindert, erlaubt er unter extremen Umständen bestimmten Benutzern mit „Zwei‑Schlüssel‑“‑ oder „Sicherheitsbeauftragten“‑Berechtigungen die Anpassung von Richtlinien. Er schützt vor Ransomware und versehentlichem Löschen und bietet gleichzeitig ein Sicherheitsventil für die Speicherverwaltung.

Datenvalidierung und Prüfsummen

Um die Sicherheit der Datensicherung zu gewährleisten, muss das System stillschweigende Datenkorruption, auch als „Bit‑Rost“ bezeichnet, verhindern. Dies geschieht mithilfe von Prüfsummen und Hashing‑Verfahren.

Beim ersten Schreiben der Daten erzeugt das System eine eindeutige kryptografische Signatur (einen Hash‑Wert) für die jeweilige Datei. In regelmäßigen Abständen führt die Sicherungssoftware eine Hintergrundprüfung durch: Dabei wird der Hash‑Wert neu berechnet und mit dem Originalwert verglichen.

Stimmen die Hash‑Werte überein, gilt die Datei als zu 100 % intakt. Da der Speicher unveränderlich ist, erkennt das System bei einer Abweichung der Prüfsumme einen möglichen Hardwarefehler und alarmiert umgehend die Administratoren, damit die Datei aus einer redundanten Kopie wiederhergestellt werden kann.

Warum sind unveränderliche Backups für moderne Unternehmen unverzichtbar?

In einer Epoche, in der Daten das wertvollste Gut eines Unternehmens sind, sind unveränderliche Backups heute unerlässlich, um Betriebskontinuität, Rechtkonformität und betriebliche Ausfallsicherheit sicherzustellen. Hier die wichtigsten Gründe für die Notwendigkeit von Unveränderlichkeit bei Backups:

1. Der ultimative Schutz vor Ransomware

Herkömmliche Backups gehören zu den ersten Zielen von Ransomware‑Angriffen. Gelingt es dem Angreifer, Ihre Backups zu löschen oder zu verschlüsseln, steht Ihre Organisation vor der Wahl, das Lösegeld zu zahlen oder alle Daten zu verlieren.

Ein unveränderliches Backup wird auf Speicherebene gesperrt. Selbst wenn ein Angreifer die vollständige Kontrolle über Ihr Netzwerk übernimmt, kann er Ihre Wiederherstellungsmöglichkeit nicht zerstören. Dadurch wird die Verhandlungsposition des Angreifers wirkungsvoll aufgehoben.

2. Erfüllung strenger regulatorischer und rechtlicher Vorgaben

Viele Branchen, insbesondere Finanzwesen, Gesundheitswesen und öffentliche Verwaltung, unterliegen strengen Gesetzen zur Datenaufbewahrung. Vorschriften wie DSGVO, HIPAA, FINRA und CJIS verlangen oft, dass Organisationen unveränderbare Datensätze über mehrere Jahre aufbewahren.

  • Finanzdienstleistungen: Transaktionsaufzeichnungen müssen exakt so erhalten bleiben, wie sie entstanden sind.
  • Gesundheitswesen: Patientendaten (PHI) müssen vor jeder Form der Manipulation geschützt werden, um Patientensicherheit und Datenschutz zu gewährleisten. Eine Strategie mit unveränderlichen Backups erzeugt einen automatisierten Prüfpfad, der Behörden gegenüber beweist, dass die Daten unverändert und authentisch geblieben sind.

3. Schutz vor internen Bedrohungen und menschlichen Fehlern

Nicht jeder Datenverlust geht von externen Hackern aus. Unzufriedene Mitarbeiter mit hohen Zugriffsrechten können Sicherungsspeicher absichtlich löschen und damit den Unternehmensbetrieb stören.

Häufiger kommt es vor, dass IT‑Mitarbeiter im Rahmen von Wartungsarbeiten versehentlich kritische Sicherungsvolumina löschen. Die Unveränderlichkeit von Backups dient als Schutz vor diesen internen Risiken. Sobald Daten gesperrt sind, kann sie niemand – unabhängig von seinen Zugriffsrechten – bis zum Ablauf der Aufbewahrungsfrist löschen.

4. Gewährleistung von Datenintegrität und Datenerhaltung

Neben der Sicherheit steht auch die Datenintegrität im Fokus. Bei Rechtsstreitigkeiten oder historischen Audits müssen Unternehmen nachweisen können, dass vorgelegte Daten die ursprüngliche, unveränderte Fassung sind. Die Backups konservieren den Zustand des Unternehmens zu einem bestimmten Zeitpunkt.

So wird sichergestellt, dass bei einer Wiederherstellung exakt jene Daten zurückgeliefert werden, die ursprünglich gesichert wurden – frei von stillschweigender Korruption oder unbefugten Änderungen.

Empfohlene Lösungen für unveränderliche Backups

Die Auswahl der passenden Lösung hängt von der Infrastruktur, dem Budget und den Wiederherstellungszielen Ihrer Organisation ab. Ob cloudorientierter Ansatz, lokale Hardware‑Lösung oder spezialisierte Software‑Lösung: Es gibt mehrere branchenführende Optionen, um Ihre Daten vor Manipulation zu schützen.

1. Öffentliche Cloud‑Lösungen: Skalierbar und API‑gesteuert

Führende Cloud‑Anbieter bieten leistungsstarke, richtlinienbasierte Funktionen für Unveränderlichkeit, die sich nahtlos in moderne Sicherungsworkflows integrieren lassen.

  • AWS S3 Object Lock: Es handelt sich um eines der bekanntesten cloudbasierten Merkmale für Unveränderlichkeit. Es nutzt die WORM‑Technologie, um Objekte vor Lösch‑ oder Überschreibvorgängen zu schützen. Sie können Aufbewahrungsfristen im Governance‑ oder Konformitätsmodus festlegen, damit Daten in der Cloud unangetastet bleiben.
  • Azure Immutable Storage: Microsoft Azure bietet einen vergleichbaren Schutz für Blob‑Speicher. Über die Definition von „Unveränderlichkeitsrichtlinien“ können Unternehmen sicherstellen, dass geschäftskritische Daten in der Cloud weder von Benutzern noch vom Azure‑Kontoadministrator geändert oder gelöscht werden können.

2. Hardware‑ und NAS‑Lösungen: Lokale Kontrolle

Für Organisationen, die eine physische Datenkopie vor Ort für schnellere Wiederherstellungen bevorzugen, sind hardwarebasierte Lösungen die richtige Wahl.

  • Synology‑Lösungen für unveränderliche Backups: Synology ist bei mittelständischen Unternehmen beliebt dank „Immutable Snapshots“ und „WriteOnce“‑Ordnern. Unter Nutzung des Btrfs‑Dateisystems lassen sich Momentaufnahmen erzeugen, die für eine festgelegte Dauer gesperrt sind. Selbst wenn ein Ransomware‑Angreifer Administratorzugriff auf das NAS erhält, kann er diese geschützten Momentaufnahmen nicht löschen – ein zuverlässiger lokaler Wiederherstellungspunkt.

3. Der einfachste Weg zu unveränderlichen Backups – i2Backup

Info2soft bietet eine leistungsstarke Lösung für unveränderliche Backups an – die i2Backup. Sie vereinfacht die Handhabung: Benutzer können alle kritischen Workloads und Daten zentral sichern und die Backups unveränderlich machen, um böswillige Änderungen oder Löschvorgänge zu verhindern.

Als Unternehmens‑Sicherungslösung verfügt i2Backup über viele leistungsstarke Funktionen zur Gewährleistung von Datensicherheit und Betriebskontinuität.

  • Breite Kompatibilität: i2Backup unterstützt die Sicherung der meisten Daten auf unterschiedlichen Plattformen, darunter virtuelle Maschinen (VMware, Hyper‑V, OpenStack usw.), physische Server (Windows, Linux, NAS usw.), Big‑Data‑Umgebungen und Datenbanken (MySQL, SQL Server, MongoDB usw.)
  • Rollenbasierte Steuerung: Durch strenge Berechtigungsverwaltung erhalten nur autorisierte Benutzer Zugriff auf Sicherungsdaten. Dadurch werden unbefugte Zugriffe und potenzielle Datenlecks verhindert.
  • Integritätsprüfung: Während Sicherung und Wiederherstellung führt i2Backup Datenintegritätsprüfungen durch, um Konsistenz und Genauigkeit der Sicherungsdaten sicherzustellen und Wiederherstellungsfehler durch Datenkorruption zu vermeiden.
  • Mehrfachkopien: i2Backup unterstützt das Sichern von Daten an mehrere Ziele, z. B. lokaler Speicher, Remote‑Server oder Cloud‑Speicher. Dadurch werden Datenverfügbarkeit und Sicherheit erhöht; selbst bei Ausfall eines Sicherungsorts kann über andere Punkte wiederhergestellt werden.
  • Protokollierung und Auditing: Alle Vorgänge werden detailliert protokolliert und lassen sich nachvollziehen und prüfen. Potenzielle Sicherheitsbedrohungen können so zeitnah erkannt und behoben werden.
  • Verschlüsselung: i2Backup unterstützt die AES‑256‑Verschlüsselung, um Daten vor Abfangen oder Manipulation zu schützen.
  • Sicherung auf Bandmedien: Mit i2Backup lassen sich kritische Daten auf Bandmedien sichern – für physischen Schutz und Langzeitarchivierung. Außerdem ist die direkte Wiederherstellung von Band‑Backups möglich.

Bewährte Verfahren für unveränderliche Backups

Wenn Sie eine belastbare, funktionsfähige und kostengünstige Strategie für unveränderliche Backups aufbauen möchten, können Sie sich an folgenden bewährten Verfahren orientieren. Für einen echten Schutz Ihrer Organisation muss die Unveränderlichkeit Teil eines umfassenden strategischen Rahmens sein.

1. Einhaltung der 3‑2‑1‑1‑Sicherungsregel

Die klassische 3‑2‑1‑Regel (3 Datenkopien, 2 unterschiedliche Medien, 1 Kopie an einem externen Standort) ist seit Jahrzehnten Branchenstandard. Aufgrund ausgefeilter Ransomware‑Angriffe hat sich daraus die 3‑2‑1‑1‑Regel entwickelt:

  • 3 Kopien Ihrer Daten.
  • 2 unterschiedliche Speichermedientypen.
  • 1 Kopie an einem externen Standort.
  • 1 streng unveränderliche Kopie. Durch diese zusätzliche „1“ stellen Sie sicher, dass Sie auch bei einer Kompromittierung der primären und sekundären Backups über eine gesperrte, manipulationssichere Version für die Wiederherstellung verfügen.

2. Durchsetzung der Mehr‑Faktor‑Authentifizierung (MFA)

Obwohl die Sicherungsdateien selbst gesperrt sind, könnte ein Angreifer mit höchsten Zugriffsrechten auf die Verwaltungskonsole künftige Richtlinien ändern oder die Unveränderlichkeitsfunktion für neue Backups deaktivieren. Deshalb sollten Sie die Mehr‑Faktor‑Authentifizierung in der gesamten Sicherungsinfrastruktur durchsetzen. Ein einzelnes kompromittiertes Passwort reicht dann nicht aus, um Ihre Verteidigung außer Kraft zu setzen.

3. Optimierung der Sperr‑Zyklen

Die Festlegung der passenden Sperrdauer bzw. des Aufbewahrungsfensters erfordert eine Abwägung.

  • Bedrohungszeitfenster: Die meisten Ransomware‑Schädlinge verbringen eine gewisse Verweilzeit im System, bevor sie aktiv werden. Ihre Unveränderlichkeitsdauer sollte lang genug sein, um diesen Zyklus abzudecken – üblicherweise mindestens 14 bis 30 Tage.
  • Speicherkosten: Da unveränderliche Daten nicht zum Freigeben von Speicherplatz gelöscht werden können, kann eine zu lange Sperrdauer (z. B. 7 Jahre für alle Daten) zu stark steigenden Speicherkosten führen. Bewährte Vorgehensweise: Daten klassifizieren. Kritische Datenbanken erhalten eine lange Unveränderlichkeitsdauer, weniger wichtige Dateien kürzere Zeitfenster.

4. Regelmäßige Wiederherstellungsübungen durchführen

Eine Lösung für unveränderliche Backups ist nur dann wertvoll, wenn Sie im Krisenfall tatsächlich daraus wiederherstellen können. Die Unveränderlichkeit kann die Wiederherstellungsworkflows teilweise komplexer machen, z. B. wenn spezielle Entschlüsselungsschlüssel oder isolierte Umgebungen zum Einbinden der „gesperrten“ Daten benötigt werden. Führen Sie quartalsweise Wiederherstellungsübungen durch, um Folgendes sicherzustellen:

  • Die Daten sind intakt und weisen keine stille Korruption auf.
  • Ihr Team kennt die konkreten Schritte zur Wiederherstellung aus einem unveränderlichen Speicher.
  • Ihr Recovery Time Objective (RTO) auch unter simuliertem Druck eingehalten wird.

Häufig gestellte Fragen zu unveränderlichen Backups

Hier die Antworten auf die häufigsten Fragen zum Thema unveränderliche Backups:

F1: Worin besteht der Unterschied zwischen einem unveränderlichen Backup und einem normalen Backup?

A: Der Hauptunterschied liegt in der Veränderbarkeit der Daten.

  • Normales Backup: Es handelt sich um eine veränderbare Kopie. Sie kann modifiziert, durch Ransomware verschlüsselt oder von Administratoren zum Freigeben von Speicherplatz gelöscht werden. Trotz hoher Flexibilität ist sie sehr anfällig für Cyberangriffe.
  • Unveränderliches Backup: Es nutzt die WORM‑Technologie, damit die Daten über einen festgelegten Zeitraum unter keinen Umständen geändert oder gelöscht werden können. Selbst wenn ein Hacker Root‑ oder Administrator‑Zugriff auf das System erhält, bleiben die Daten geschützt und intakt.

F2: Was ist der Unterschied zwischen einem unveränderlichen Backup und einem Air‑Gapped‑Backup?

A: Beide dienen dem Schutz vor Ransomware, adressieren aber unterschiedliche Sicherheitsebenen:

  • Air‑Gapped‑Backup: Bezieht sich auf die Konnektivität. Das Backup ist physisch oder logisch vom Netz getrennt (z. B. ein Bandmedium im Safe oder ein Cloud‑Repository ohne aktiven Netzwerkpfad). Wird das Netzwerk kompromittiert, kann der Angreifer nicht auf die Air‑Gapped‑Kopie zugreifen.
  • Unveränderliches Backup: Bezieht sich auf den Zustand der Daten. Es kann online und über das Netz erreichbar sein, ist aber gegen Änderungen gesperrt.

Bewährte Vorgehensweise: Die sichersten Umgebungen nutzen beide Verfahren – eine unveränderliche und zusätzlich air‑gapped Kopie (das zweite „1“ der 3‑2‑1‑1‑Regel).

F3: Belegen unveränderliche Backups mehr Speicherplatz?

A: Technisch gesehen hat eine unveränderliche Sicherungsdatei die gleiche Größe wie ein normales Backup. Im Laufe der Zeit kann aber der gesamte Speicherbedarf steigen. Da alte Backups bis zum Ablauf der Sperrdauer nicht gelöscht oder bereinigt werden können, behalten Sie Daten unter Umständen länger vor als bei herkömmlichen rotierenden Sicherungsplänen.

F4: Was, wenn ich die Daten unbedingt vorzeitig löschen muss?

A: Grundsätzlich ist dies nicht möglich. Unveränderliche Backups lassen sich erst löschen, wenn sie wieder veränderbar sind. Das System ist so ausgelegt, dass selbst der Dienstanbieter oder der höchste Administrator die Sperre nicht umgehen kann. Genau das macht diese Abwehr so leistungsstark.

Wenn Sie ein Backup mit i2Backup unveränderlich machen, können Sie die Aufbewahrungsdauer auf einen kurzen Wert, beispielsweise eine Minute, setzen. Danach lassen sich die Backups löschen.

Zusammenfassung

Unveränderliche Backups sind zu einer unverzichtbaren Strategie für die Cybersicherheit geworden. Dadurch, dass Daten nicht verändert oder gelöscht werden können, wehrt man wirkungsvoll Ransomware‑Angriffe sowie Angriffe ab, die wichtige Sicherungsdaten zerstören oder manipulieren wollen.

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