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Die hyperkonvergente Infrastruktur (HCI) bildet eine flexible Grundlage für moderne IT-Umgebungen. Dennoch birgt die alleinige Nutzung der internen Datenreplikation Risiken. Echte Ausfallsicherheit erfordert eine externe Schutzschicht, mit der Daten plattform- und standortübergreifend wiederhergestellt werden können. Ein umfassender Plan für Backup und Notfallwiederherstellung bei HCI stellt sicher, dass Ihre virtuellen Maschinen (VMs) nicht nur gesichert, sondern bei Bedarf schnell wiederhergestellt werden, um den Betrieb aufrechtzuerhalten.
HCI-Systeme halten üblicherweise mehrere Datenkopien auf unterschiedlichen Knoten bereit. Dadurch sind Ausfälle einzelner Festplatten oder Server abgefedert. Wird jedoch eine zentrale Datei versehentlich gelöscht oder der Cluster durch Malware infiziert, wird dieser Fehler unverzüglich auf alle Kopien repliziert.
Eine externe Backup-Lösung erstellt eine zeitpunktbezogene Datensicherung, die außerhalb des primären HCI-Clusters gespeichert wird. Dadurch können Sie den Zustand von vor einer Stunde, einem Tag oder einer Woche wiederherstellen – ein Sicherheitsnetz, das durch interne Redundanz nicht bereitgestellt werden kann.
Für geschäftskritische Workloads auf HCI reichen herkömmliche tägliche Backups oft nicht aus. An dieser Stelle kommen spezialisierte Tools wie i2CDP (Continuous Data Protection) ins Spiel.
Statt auf festgelegte Backup-Zeitfenster zu warten, erfasst i2CDP jede Datenänderung unmittelbar auf Byte-Ebene. Diese Technologie bietet für HCI-Umgebungen zahlreiche Vorteile:
Granulare Wiederherstellung: Eine VM kann bis zu jeder beliebigen Sekunde vor einem Ausfall oder Angriff zurückgesetzt werden.
Geringe Leistungsbeeinträchtigung: Da nur inkrementelle Änderungen aufgezeichnet werden, werden weniger Systemressourcen beansprucht als bei herkömmlichen vollständigen Scan-Backups.
Kurzer RPO: Der Recovery Point Objective (RPO) kann nahe Null gesenkt werden, sodass bei einem Ausfall nahezu keine Daten verloren gehen.
Die Verwaltung umfangreicher HCI-Umgebungen vereinfacht sich durch agentlose Backup-Verfahren. Die Software kommuniziert direkt mit der HCI-Verwaltungsebene (beispielsweise VMware, Nutanix oder FusionCompute), um die VMs zu schützen. Es entfällt die Installation und Verwaltung von Software auf jeder einzelnen virtuellen Maschine, wodurch der Administrationsaufwand sinkt.
Zudem unterstützt eine leistungsstarke Lösung für HCI-Backup und Notfallwiederherstellung die Sofortwiederherstellung. Bei einem Ausfall des Primärsystems können virtuelle Maschinen direkt vom Backup-Speicher ausgeführt werden. Dadurch sinkt der Recovery Time Objective (RTO) von Stunden auf Minuten, sodass Ihr Unternehmen während der Reparatur des Hauptsystems erreichbar bleibt.
Ein strategischer Vorteil einer unabhängigen Backup- und Wiederherstellungsstrategie ist die plattformübergreifende Datenmobilität. Eine robuste Lösung ermöglicht das Backup von einer HCI-Marke und die Wiederherstellung auf einem anderen Hypervisor, einem physischen Server oder sogar einer öffentlichen Cloud. Diese Kompatibilität stellt sicher, dass Ihre Daten nicht an das Ökosystem eines einzelnen Anbieters gebunden sind.
Die HCI ist eine hervorragende Lösung zur Modernisierung der IT-Infrastruktur, erfordert jedoch eine professionelle Backup- und Wiederherstellungsstrategie. Durch den Einsatz von Technologien wie i2CDP können Unternehmen einen dauerhaften Schutz sowie eine rasche Wiederherstellung ihrer virtualisierten Workloads erreichen. Ein durchdachtes Rahmenkonzept für Backup und Notfallwiederherstellung bei HCI sorgt für maximale Sicherheit – Ihre Daten bleiben geschützt, zugänglich und für jede Störung gewappnet.