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Von: Dylan

Warum ist die Sicherung von Oracle-Datenbanken unerlässlich?

Eine Oracle-Sicherungsstrategie ist für jedes Unternehmen mit Oracle-basierten Systemen unverzichtbar. Datenverluste durch Hardwareausfälle, menschliche Fehler oder Ransomware können Millionenkosten durch Ausfallzeiten und geschäftliche Beeinträchtigungen verursachen.

Dieser Leitfaden stellt drei Methoden zur Oracle-Sicherung vor: die Befehlszeile mit RMAN, die grafische Oberfläche von SQL Developer sowie i2Backup für automatisierte, unternehmensgerechte Oracle-Datenbanksicherung. Die nachfolgenden Verfahren funktionieren für die meisten Oracle-Versionen wie Oracle 19c, 21c und 23ai.

Backup Oracle Database

Methode 1: Sicherung der Oracle-Datenbank über die Befehlszeile (RMAN)

RMAN ist ein natives Oracle-Tool, das direkt mit dem Datenbankserver kommuniziert, um Sicherungen zu verwalten. Gegenüber herkömmlichen, benutzerverwalteten Verfahren bietet es folgende Vorteile:

  • Automatisierung der Sicherung: Es automatisiert komplexe Sicherungs- und Wiederherstellungsabläufe. Dateinamen, Speicherorte und Aufbewahrungsregeln werden automatisch verwaltet, wodurch der Verwaltungsaufwand für DBAs sinkt.
  • Inkrementelle Sicherungen: Im Gegensatz zur einfachen Dateikopie kann RMAN blockbasierte inkrementelle Sicherungen durchführen, bei denen nur die seit der letzten Sicherung veränderten Datenblöcke gesichert werden.
  • Aufbewahrungsregeln: Alte Sicherungen werden automatisch anhand eines festgelegten Zeitfensters oder einer Redundanzanzahl gelöscht.
  • Integritätsprüfung: RMAN erkennt physische und logische Blockfehler während der Sicherung. Für jeden Block wird eine Prüfsumme berechnet; bei Abweichungen erfolgt umgehend eine Warnung.

Befolgen Sie die nachstehenden Schritte, um Oracle mit RMAN-Befehlen zu sichern.

Hinweis: Wenn Sie eine Online-Sicherung durchführen (Sicherung bei laufender Oracle-Datenbank), muss sich die Datenbank im ARCHIVELOG-Modus befinden.
Melden Sie sich als SYSDBA bei SQL*Plus an: sqlplus / as sysdba
Führen Sie den Befehl „archive log list“ aus
Wird unter „Database log mode“ der Wert No Archive Mode angezeigt, müssen Sie diesen Modus aktivieren. Hierfür ist ein Neustart der Datenbank erforderlich; verwenden Sie den Befehl ALTER DATABASE ARCHIVELOG zum Aktivieren des Archivlogmodus.

Schritt 1: Verbindung mit RMAN herstellen

Öffnen Sie das Terminal oder die Eingabeaufforderung. Stellen Sie anschließend die Verbindung zur Zieldatenbank her:

rman

RMAN > CONNECT TARGET /

Geben Sie anschließend das Passwort ein. Damit stellen Sie über die Betriebssystemauthentifizierung eine Verbindung zur lokalen Datenbankinstanz her.

Schritt 2: Grundeinstellungen für die Sicherung konfigurieren

Vor der ersten Sicherung empfiehlt es sich, eine Aufbewahrungsregel festzulegen und die automatische Sicherung der Steuerdatei zu aktivieren.

Aufbewahrungsregel festlegen: Sicherungen 7 Tage aufbewahren.

CONFIGURE RETENTION POLICY TO RECOVERY WINDOW OF 7 DAYS;

Automatische Sicherung der Steuerdatei aktivieren:

CONFIGURE CONTROLFILE AUTOBACKUP ON;

Sicherungsgruppen komprimieren:

CONFIGURE DEVICE TYPE DISK/sbt BACKUP TYPE TO COMPRESSED BACKUPSET;

Nach der Konfiguration können Sie mit dem Befehl SHOW ALL alle Einstellungen überprüfen.

Schritt 3: Vollständige Sicherung der Oracle-Datenbank ausführen

Verwenden Sie den folgenden Befehl für eine vollständige Datenbanksicherung – wählen Sie je nach Bedarf aus.

Führen Sie diesen Befehl aus, um eine vollständige Sicherung zu erstellen:

BACKUP DATABASE;

Backup Oracle Database RMAN

Hinweise:✎
Wenn Sie die gesamte Datenbank zusammen mit den archivierten Redo-Logs sichern möchten, verwenden Sie folgenden Befehl: BACKUP DATABASE PLUS ARCHIVELOG;
Wenn Sie nur einen Datenbanktablespace sichern wollen, führen Sie BACKUP AS BACKUPSET TABLESPACE; aus.

Schritt 4: Inkrementelle Sicherung durchführen

Sie müssen nicht jedes Mal eine vollständige Sicherung durchführen. Für eine inkrementelle Sicherung (nur geänderte Daten sichern) verwenden Sie diese Befehle.

Level 0 (Basissicherung): Vollständige Abbildung aller genutzten Datenblöcke.

BACKUP INCREMENTAL LEVEL 0 DATABASE;

Level 1 (Differenzielle Sicherung): Es werden nur die Blöcke gesichert, die seit der letzten Level-0- oder Level-1-Sicherung verändert wurden.

BACKUP INCREMENTAL LEVEL 1 DATABASE;

Schritt 5: Überprüfung der Sicherungen

Mit dem folgenden Befehl lassen Sie alle Sicherungsgruppen auflisten und deren Verfügbarkeit prüfen:

LIST BACKUP SUMMARY;

— Alternativ prüfen, ob die Dateien physisch auf dem Datenträger vorhanden sind

CROSSCHECK BACKUP;

Tipp: Sie können diese Befehle in einem .sh-Skript (Linux) oder .bat-Skript (Windows) zusammenfassen und über Crontab oder den Aufgabenplaner zeitgesteuert ausführen. Dadurch läuft der Sicherungsvorgang automatisch jede Nacht.

Methode 2: Sicherung der Oracle-Datenbank über SQL Developer

Während RMAN für umfassende Notfallwiederherstellungen geeignet ist, ist die Sicherung mit SQL Developer die bevorzugte Lösung für Entwickler und Analysten. Bei diesem Verfahren handelt es sich um eine logische Sicherung: Daten und Metadaten werden in SQL-Skripte oder Dump-Dateien exportiert.

Dies ist empfehlenswert, wenn Sie vor Änderungen bestimmte Tabellen sichern oder Daten aus einem Produktionsschema in eine lokale Testumgebung übertragen möchten.

Schritt 1: Export-Assistent der Datenbank öffnen

Starten Sie Oracle SQL Developer und stellen Sie die Verbindung zu Ihrer Datenbank her. Navigieren Sie über das Menü zu: „Werkzeuge“ > „Verbindungen exportieren…

Export Connection Oracle SQL Server

Schritt 2: Exporteinstellungen konfigurieren

Das Fenster „Export-Assistent“ wird angezeigt. So konfigurieren Sie eine zuverlässige Sicherung:

  • Verbindung: Wählen Sie die Datenbankverbindung aus, deren Inhalt gesichert werden soll.
  • DDL exportieren: Aktivieren Sie diese Option, wenn Sie die Tabellenstrukturen (CREATE-Anweisungen) sichern möchten.
  • Daten exportieren: Aktivieren Sie diese Option, um die eigentlichen Datensätze in den Tabellen zu sichern.
  • Format: Wählen Sie „insert“, um eine .sql-Datei mit standardisierten SQL-Anweisungen zu generieren. Nutzen Sie „loader“ bei sehr großen Datensätzen.
  • Speichern unter: Wählen Sie „Einzeldatei“ und navigieren Sie zum gewünschten Sicherungsspeicherort.

Schritt 3: Zu sichernde Objekte auswählen

Sie müssen nicht immer die gesamte Datenbank sichern. Auf der Seite „Zu exportierende Typen“ können Sie folgende Elemente aus- oder abwählen:

  • Tabellen
  • Ansichten
  • Indizes
  • Einschränkungen
  • Gespeicherte Prozeduren / Trigger

Schritt 4: Datenfilter festlegen (optional)

Wenn Sie nur einen Teil der Daten benötigen (beispielsweise „nur Daten aus dem Jahr 2026“), können Sie auf der Seite „Datenobjekte“ eine WHERE-Bedingung für die Tabellen ergänzen.

Schritt 5: Überprüfung und Abschluss

Auf der letzten Seite wird eine Zusammenfassung Ihrer Einstellungen angezeigt. Klicken Sie auf „Fertigstellen“. SQL Developer startet den Export und erstellt eine Datei mit allen Daten und Definitionen, die zur erneuten Erstellung dieser Objekte erforderlich sind.

Methode 3: Oracle-Datenbanksicherung mit i2Backup (Empfohlene Lösung)

RMAN und SQL Developer sind praktische manuelle Werkzeuge, doch moderne Unternehmen benötigen häufig eine zentralisierte, automatisierte und skalierbare Lösung. Hier kommt die professionelle Speziallösung i2Backup von Info2soft ins Spiel.

i2Backup ist eine spezialisierte Datensicherungslösung. Administratoren können damit sämtliche Oracle-Datenbanken zentral sichern – einschließlich aller Tabellen, CDB & PDB, Archivlogs, Steuerdateien und Parameterdateien.

Wenn Ihr Unternehmen wächst und die Verwaltung manueller Sicherungs-Skripte zu zeitaufwendig wird, oder Sie strenge Compliance- und Sicherheitsanforderungen für Oracle-Sicherungen erfüllen müssen, bietet i2Backup Automatisierung und Zuverlässigkeit, die manuelle Tools nicht erreichen.

Hauptfunktionen von i2Backup

  • Umfassende Architekturunterstützung: Egal ob eigenständige Oracle-Instanz oder komplexe Cluster wie Oracle RAC (Real Application Clusters) und ADG (Active Data Guard) – i2Backup bietet native Unterstützung.
  • Automatisierte „Einmal einrichten, dauerhaft laufen“-Abläufe: Administratoren können Aufbewahrungsregeln und Zeitpläne (stündlich, wöchentlich, monatlich) definieren. Das System löscht veraltete Sicherungen automatisch, um Speicherkosten zu optimieren.
  • Zentralisierte Web-Verwaltung: Anstatt einzelne Skripte auf zahlreichen Servern zu verwalten, überwachen und planen Sie alle Datenbanksicherungen über ein einheitliches B/S-Dashboard (Browser/Server).
  • Blockbasierte Änderungsverfolgung: Ähnlich wie bei inkrementellen RMAN-Sicherungen verfolgt i2Backup Änderungen auf Blockebene. Dadurch werden Sicherungsfenster und Speicherbedarf deutlich reduziert.
  • Mehrere Zielspeicherorte: Sie können Oracle-Sicherungen auf lokalen Festplatten, Bandbibliotheken, NAS oder S3-kompatible Cloud-Speicher ablegen, um die 3-2-1-Sicherungsregel einzuhalten.
  • Unveränderbare Sicherungen (Schutz vor Ransomware): Auf WORM-kompatiblem Speicher (Write-Once-Read-Many) erstellt i2Backup unveränderbare Sicherungen, die vor unbefugter Änderung oder Löschung durch Ransomware geschützt sind.

So sichern Sie eine Oracle-Datenbank mit i2Backup:

Schritt 1: Klicken Sie auf den untenstehenden Button oder besuchen Sie die Testversion-Seite von Info2soft, um eine 60-tägige kostenlose Testversion zu erhalten. Das technische Supportteam von Info2soft unterstützt Sie bei der Bereitstellung in Ihrer Umgebung.

60-TAGE KOSTENLOSE TESTVERSION
Sicherer Download

Schritt 2: Gehen Sie im Dashboard zu „Sichern & Wiederherstellen“ > „Anwendungsschutz“ > „Sicherungsregel“ im linken Menü. Klicken Sie anschließend auf „Neu“, um eine Sicherungsregel anzulegen. Geben Sie einen Namen ein und wählen Sie „Oracle RAC“ als Regeltyp aus.

basic parameters i2backup backup oracle

Schritt 3: Wählen Sie „Client“ und „Sicherungsziel“ aus.

backup client and target i2Backup backup Oracle

Schritt 4: Folgen Sie den Hinweisen, um den Sicherungsinhalt und Ihren Sicherungszeitplan zu konfigurieren.

Backup content and schedule i2Backup backup oracle

Hinweis: Bei der Planung können Sie vollständige, inkrementelle und differenzielle Sicherungen stündlich, täglich, wöchentlich, jährlich usw. ausführen. Zudem legen Sie die Aufbewahrungsregeln nach Ihren Anforderungen fest.

Schritt 5: Im Fenster „Erweitert“ konfigurieren Sie „Komprimierung“, „Verschlüsselung“ und „Bandbreite“. Bestätigen Sie anschließend und übermitteln Sie den Auftrag.

compress encryption backup oracle i2backup

Wenn Sie eine Oracle-Sicherung wiederherstellen müssen, navigieren Sie zu „Sichern & Wiederherstellen“ > „Anwendungsschutz“ > „Wiederherstellungsauftrag“, um einen neuen Wiederherstellungsvorgang zu erstellen.

Häufig gestellte Fragen: Sicherung und Wiederherstellung von Oracle-Datenbanken

F1: Kann ich eine Oracle-Datenbank während des Betriebs sichern?

Ja. Dies wird als „Online-Sicherung“ bezeichnet. Voraussetzung ist, dass sich die Datenbank im ARCHIVELOG-Modus befindet. Bei aktiviertem Modus zeichnet Oracle sämtliche Transaktionen in Archivlogs auf. Dadurch können RMAN oder i2Backup einen konsistenten Datenstand erfassen – ohne Betriebsunterbrechungen.

F2: Wie oft sollte ich vollständige und inkrementelle Sicherungen durchführen?

Die Häufigkeit hängt von der Größe der Datenbank und den branchenspezifischen Compliance-Vorgaben ab. Ein gängiger Branchenstandard ist die Strategie „Wöchentliche vollständige Sicherung / Tägliche inkrementelle Sicherung“:

  • Vollständige Sicherung (Level 0): Einmal pro Woche (beispielsweise Sonntagabend).
  • Inkrementelle Sicherung (Level 1): Jede Nacht, um nur die seit dem Vortag vorgenommenen Änderungen zu erfassen. Für geschäftskritische Daten bieten Unternehmenslösungen wie i2Backup einen nahezu kontinuierlichen Schutz, sodass der Recovery Point Objective (RPO) auf wenige Minuten sinkt.

F3: Kann ich eine Oracle-Datenbank während des Betriebs sichern?

Ja. Dies wird als „Online-Sicherung“ bezeichnet. Voraussetzung ist, dass sich die Datenbank im ARCHIVELOG-Modus befindet. Bei aktiviertem Modus zeichnet Oracle sämtliche Transaktionen in Archivlogs auf. Dadurch können RMAN oder i2Backup einen konsistenten Datenstand erfassen – ohne Betriebsunterbrechungen.

F4: Wie oft sollte ich vollständige und inkrementelle Sicherungen durchführen?

Ein gängiger Branchenstandard ist die Strategie „Wöchentliche vollständige Sicherung / Tägliche inkrementelle Sicherung“:

  • Vollständige Sicherung (Level 0): Einmal pro Woche (beispielsweise Sonntagabend).
  • Inkrementelle Sicherung (Level 1): Jede Nacht, um nur die seit dem Vortag vorgenommenen Änderungen zu erfassen. Für geschäftskritische Daten bieten Unternehmenslösungen wie i2Backup einen nahezu kontinuierlichen Schutz, sodass der Recovery Point Objective (RPO) auf wenige Minuten sinkt.

F5: Was ist der Unterschied zwischen einer Sicherung und einem Export?

Eine Sicherung (physische Sicherung) kopiert die eigentlichen Datenblöcke und Dateien (mittels RMAN). Sie dient der Notfallwiederherstellung und der Wiederherstellung des gesamten Systems.

Ein Export (logische Sicherung) nutzt SQL Developer oder Data Pump, um Daten in eine Datei auszulesen. Er eignet sich besonders für den Austausch von Tabellen zwischen Datenbanken oder die Wiederherstellung einzelner gelöschter Datensätze.

F6: Wie überprüfe ich, ob eine Oracle-Sicherung funktionsfähig ist?

Gehen Sie nicht davon aus, dass eine Sicherung nutzbar ist, nur weil das Skript ohne Fehler abgelaufen ist. Folgende Prüfverfahren stehen zur Verfügung:

  • RMAN: Führen Sie den Befehl VALIDATE DATABASE; oder RESTORE DATABASE VALIDATE; aus. Dadurch werden Blockschäden geprüft, ohne Ihre vorhandenen Daten zu überschreiben.
  • i2Backup: Nutzen Sie das integrierte Dashboard, um Erfolgsprotokolle einzusehen und automatisierte Wiederherstellungstests durchzuführen.

Fazit

Die Verwaltung von Oracle-Datenbanksicherungen erfordert individuelle Lösungen. Wie dieser Leitfaden zeigt, hängt die Auswahl der Methode vollständig von Ihren Wiederherstellungszielen, dem vorhandenen Fachwissen und den Anforderungen an die Betriebsverfügbarkeit ab.

  • Für umfassende Notfallwiederherstellungen: Nutzen Sie die Oracle-Sicherung über die Befehlszeile mit RMAN. Es ist die stabilste Lösung zum Schutz vor Hardwareausfällen und ermöglicht eine präzise Punkt-in-Zeit-Wiederherstellung.
  • Für einfachen Datentransport: Verwenden Sie die Oracle-Sicherung mit SQL Developer. Das ideale Werkzeug für Entwickler, die bestimmte Tabellen oder Schemas zu Test- und Migrationszwecken exportieren müssen.
  • Für unternehmensweite Automatisierung und Sicherheit: Wechseln Sie zu einer professionellen Lösung wie i2Backup von Info2soft. Es beseitigt Risiken durch fehlerhafte manuelle Skripte, bietet ein zentrales Dashboard und schützt mit unveränderbaren Sicherungen vor Ransomware. Zudem unterstützt es die Sicherung weiterer Datenbankplattformen, wie etwa SQL Server, MongoDB, DB2 und weitere.
Keine Kurzbiografie vorhanden

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