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Eine Oracle-Sicherungsstrategie ist für jedes Unternehmen mit Oracle-basierten Systemen unverzichtbar. Datenverluste durch Hardwareausfälle, menschliche Fehler oder Ransomware können Millionenkosten durch Ausfallzeiten und geschäftliche Beeinträchtigungen verursachen.
Dieser Leitfaden stellt drei Methoden zur Oracle-Sicherung vor: die Befehlszeile mit RMAN, die grafische Oberfläche von SQL Developer sowie i2Backup für automatisierte, unternehmensgerechte Oracle-Datenbanksicherung. Die nachfolgenden Verfahren funktionieren für die meisten Oracle-Versionen wie Oracle 19c, 21c und 23ai.
RMAN ist ein natives Oracle-Tool, das direkt mit dem Datenbankserver kommuniziert, um Sicherungen zu verwalten. Gegenüber herkömmlichen, benutzerverwalteten Verfahren bietet es folgende Vorteile:
Befolgen Sie die nachstehenden Schritte, um Oracle mit RMAN-Befehlen zu sichern.
Öffnen Sie das Terminal oder die Eingabeaufforderung. Stellen Sie anschließend die Verbindung zur Zieldatenbank her:
rman
RMAN > CONNECT TARGET /
Geben Sie anschließend das Passwort ein. Damit stellen Sie über die Betriebssystemauthentifizierung eine Verbindung zur lokalen Datenbankinstanz her.
Vor der ersten Sicherung empfiehlt es sich, eine Aufbewahrungsregel festzulegen und die automatische Sicherung der Steuerdatei zu aktivieren.
♦Aufbewahrungsregel festlegen: Sicherungen 7 Tage aufbewahren.
CONFIGURE RETENTION POLICY TO RECOVERY WINDOW OF 7 DAYS;
♦Automatische Sicherung der Steuerdatei aktivieren:
CONFIGURE CONTROLFILE AUTOBACKUP ON;
♦Sicherungsgruppen komprimieren:
CONFIGURE DEVICE TYPE DISK/sbt BACKUP TYPE TO COMPRESSED BACKUPSET;
Nach der Konfiguration können Sie mit dem Befehl SHOW ALL alle Einstellungen überprüfen.
Verwenden Sie den folgenden Befehl für eine vollständige Datenbanksicherung – wählen Sie je nach Bedarf aus.
Führen Sie diesen Befehl aus, um eine vollständige Sicherung zu erstellen:
BACKUP DATABASE;
Sie müssen nicht jedes Mal eine vollständige Sicherung durchführen. Für eine inkrementelle Sicherung (nur geänderte Daten sichern) verwenden Sie diese Befehle.
♦Level 0 (Basissicherung): Vollständige Abbildung aller genutzten Datenblöcke.
BACKUP INCREMENTAL LEVEL 0 DATABASE;
♦Level 1 (Differenzielle Sicherung): Es werden nur die Blöcke gesichert, die seit der letzten Level-0- oder Level-1-Sicherung verändert wurden.
BACKUP INCREMENTAL LEVEL 1 DATABASE;
Mit dem folgenden Befehl lassen Sie alle Sicherungsgruppen auflisten und deren Verfügbarkeit prüfen:
LIST BACKUP SUMMARY;
— Alternativ prüfen, ob die Dateien physisch auf dem Datenträger vorhanden sind
CROSSCHECK BACKUP;
Während RMAN für umfassende Notfallwiederherstellungen geeignet ist, ist die Sicherung mit SQL Developer die bevorzugte Lösung für Entwickler und Analysten. Bei diesem Verfahren handelt es sich um eine logische Sicherung: Daten und Metadaten werden in SQL-Skripte oder Dump-Dateien exportiert.
Dies ist empfehlenswert, wenn Sie vor Änderungen bestimmte Tabellen sichern oder Daten aus einem Produktionsschema in eine lokale Testumgebung übertragen möchten.
Starten Sie Oracle SQL Developer und stellen Sie die Verbindung zu Ihrer Datenbank her. Navigieren Sie über das Menü zu: „Werkzeuge“ > „Verbindungen exportieren…“
Das Fenster „Export-Assistent“ wird angezeigt. So konfigurieren Sie eine zuverlässige Sicherung:
Sie müssen nicht immer die gesamte Datenbank sichern. Auf der Seite „Zu exportierende Typen“ können Sie folgende Elemente aus- oder abwählen:
Wenn Sie nur einen Teil der Daten benötigen (beispielsweise „nur Daten aus dem Jahr 2026“), können Sie auf der Seite „Datenobjekte“ eine WHERE-Bedingung für die Tabellen ergänzen.
Auf der letzten Seite wird eine Zusammenfassung Ihrer Einstellungen angezeigt. Klicken Sie auf „Fertigstellen“. SQL Developer startet den Export und erstellt eine Datei mit allen Daten und Definitionen, die zur erneuten Erstellung dieser Objekte erforderlich sind.
RMAN und SQL Developer sind praktische manuelle Werkzeuge, doch moderne Unternehmen benötigen häufig eine zentralisierte, automatisierte und skalierbare Lösung. Hier kommt die professionelle Speziallösung i2Backup von Info2soft ins Spiel.
i2Backup ist eine spezialisierte Datensicherungslösung. Administratoren können damit sämtliche Oracle-Datenbanken zentral sichern – einschließlich aller Tabellen, CDB & PDB, Archivlogs, Steuerdateien und Parameterdateien.
Wenn Ihr Unternehmen wächst und die Verwaltung manueller Sicherungs-Skripte zu zeitaufwendig wird, oder Sie strenge Compliance- und Sicherheitsanforderungen für Oracle-Sicherungen erfüllen müssen, bietet i2Backup Automatisierung und Zuverlässigkeit, die manuelle Tools nicht erreichen.
Hauptfunktionen von i2Backup
So sichern Sie eine Oracle-Datenbank mit i2Backup:
Schritt 1: Klicken Sie auf den untenstehenden Button oder besuchen Sie die Testversion-Seite von Info2soft, um eine 60-tägige kostenlose Testversion zu erhalten. Das technische Supportteam von Info2soft unterstützt Sie bei der Bereitstellung in Ihrer Umgebung.
Schritt 2: Gehen Sie im Dashboard zu „Sichern & Wiederherstellen“ > „Anwendungsschutz“ > „Sicherungsregel“ im linken Menü. Klicken Sie anschließend auf „Neu“, um eine Sicherungsregel anzulegen. Geben Sie einen Namen ein und wählen Sie „Oracle RAC“ als Regeltyp aus.
Schritt 3: Wählen Sie „Client“ und „Sicherungsziel“ aus.
Schritt 4: Folgen Sie den Hinweisen, um den Sicherungsinhalt und Ihren Sicherungszeitplan zu konfigurieren.
Hinweis: Bei der Planung können Sie vollständige, inkrementelle und differenzielle Sicherungen stündlich, täglich, wöchentlich, jährlich usw. ausführen. Zudem legen Sie die Aufbewahrungsregeln nach Ihren Anforderungen fest.
Schritt 5: Im Fenster „Erweitert“ konfigurieren Sie „Komprimierung“, „Verschlüsselung“ und „Bandbreite“. Bestätigen Sie anschließend und übermitteln Sie den Auftrag.
Wenn Sie eine Oracle-Sicherung wiederherstellen müssen, navigieren Sie zu „Sichern & Wiederherstellen“ > „Anwendungsschutz“ > „Wiederherstellungsauftrag“, um einen neuen Wiederherstellungsvorgang zu erstellen.
F1: Kann ich eine Oracle-Datenbank während des Betriebs sichern?
Ja. Dies wird als „Online-Sicherung“ bezeichnet. Voraussetzung ist, dass sich die Datenbank im ARCHIVELOG-Modus befindet. Bei aktiviertem Modus zeichnet Oracle sämtliche Transaktionen in Archivlogs auf. Dadurch können RMAN oder i2Backup einen konsistenten Datenstand erfassen – ohne Betriebsunterbrechungen.
F2: Wie oft sollte ich vollständige und inkrementelle Sicherungen durchführen?
Die Häufigkeit hängt von der Größe der Datenbank und den branchenspezifischen Compliance-Vorgaben ab. Ein gängiger Branchenstandard ist die Strategie „Wöchentliche vollständige Sicherung / Tägliche inkrementelle Sicherung“:
F3: Kann ich eine Oracle-Datenbank während des Betriebs sichern?
Ja. Dies wird als „Online-Sicherung“ bezeichnet. Voraussetzung ist, dass sich die Datenbank im ARCHIVELOG-Modus befindet. Bei aktiviertem Modus zeichnet Oracle sämtliche Transaktionen in Archivlogs auf. Dadurch können RMAN oder i2Backup einen konsistenten Datenstand erfassen – ohne Betriebsunterbrechungen.
F4: Wie oft sollte ich vollständige und inkrementelle Sicherungen durchführen?
Ein gängiger Branchenstandard ist die Strategie „Wöchentliche vollständige Sicherung / Tägliche inkrementelle Sicherung“:
F5: Was ist der Unterschied zwischen einer Sicherung und einem Export?
Eine Sicherung (physische Sicherung) kopiert die eigentlichen Datenblöcke und Dateien (mittels RMAN). Sie dient der Notfallwiederherstellung und der Wiederherstellung des gesamten Systems.
Ein Export (logische Sicherung) nutzt SQL Developer oder Data Pump, um Daten in eine Datei auszulesen. Er eignet sich besonders für den Austausch von Tabellen zwischen Datenbanken oder die Wiederherstellung einzelner gelöschter Datensätze.
F6: Wie überprüfe ich, ob eine Oracle-Sicherung funktionsfähig ist?
Gehen Sie nicht davon aus, dass eine Sicherung nutzbar ist, nur weil das Skript ohne Fehler abgelaufen ist. Folgende Prüfverfahren stehen zur Verfügung:
Die Verwaltung von Oracle-Datenbanksicherungen erfordert individuelle Lösungen. Wie dieser Leitfaden zeigt, hängt die Auswahl der Methode vollständig von Ihren Wiederherstellungszielen, dem vorhandenen Fachwissen und den Anforderungen an die Betriebsverfügbarkeit ab.