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Von: Dylan

QNAP und Synology sind die zwei wichtigsten Hersteller von NAS-Geräten für Privatnutzer und Unternehmen. Beide bieten ein breites Produktportfolio, benutzerfreundliche Betriebssysteme und umfangreiche App-Ökosysteme. Ihre Herangehensweisen unterscheiden sich jedoch deutlich, wodurch die Auswahl für viele Nutzer schwierig wird.

Dieser Leitfaden vergleicht NAS-Systeme von QNAP und Synology und listet alle Unterschiede auf. Wir bewerten beide Lösungen anhand der zentralsten Kriterien – Leistung, Sicherheit und langfristige Gesamtbetriebskosten – damit Sie die passende Lösung finden.

Empfehlung der Redaktion:

  • 🏆 Für die meisten Nutzer / Privatnutzer: Synology
  • ⚡ Höchste Leistung: QNAP
  • 🖥️ Am besten für Virtualisierung und KI: QNAP
  • 👨‍💼 Für kleine Unternehmen: Synology
  • 🔍 Beste Sicherheit und einfache Verwaltung: Synology
  • 💰 Bestes Hardware-Preis-Leistungs-Verhältnis: QNAP

QNAP vs Synology

QNAP: Hardwareorientiert, funktionsreich

QNAP Systems (Quality Network Appliance Provider) entwickelt NAS-Geräte, die durch leistungsstarke Hardware und vielfältige Anpassungsmöglichkeiten überzeugen.

Ihre NAS-Systeme laufen entweder mit QTS (basiert auf dem Linux ext4-Dateisystem) oder QuTS hero (basiert auf dem fortschrittlichen ZFS-Dateisystem. Das Betriebssystem wird über eine webbasierte Oberfläche verwaltet; QNAP unterstützt die Steuerung von Windows, Mac, iOS und Android-Geräten aus.

QNAP-NAS können zudem als Medienserver (unterstützt Plex und weitere Plattformen) fungieren, virtuelle Maschinen mit GPU-Passthrough ausführen und containerbasierte Anwendungen bereitstellen. Die Plattform ist für Nutzer konzipiert, die maximale Flexibilität wünschen und Zeit für die Konfiguration und Verwaltung eines komplexeren Systems investieren möchten.

Vorteile von QNAP:

Aufgrund der hardwareorientierten Philosophie von QNAP bieten die Geräte folgende Vorteile:

  • Stärkere Prozessoren
  • Höhere Arbeitsspeicherkapazitäten
  • PCIe-Erweiterungssteckplätze
  • Mehrere Ethernet-Ports
  • 2,5-GbE- oder 10-GbE-Netzwerkschnittstellen
  • HDMI-Ausgänge
  • GPU-Erweiterung bei ausgewählten Modellen

Hauptnachteile von QNAP:

  • Komplexere Einrichtung und Wartung
  • Häufigere und schwerwiegendere Sicherheitsvorfälle
  • Komplexere, weniger intuitive Benutzeroberfläche
  • Standardmäßig aktivierte Funktionen vergrößern die Angriffsfläche
  • Breiteres App-Ökosystem mit uneinheitlicher Qualitätsstufe

Synology: Softwareorientiert, ausgereifte Benutzererfahrung

Synology verfolgt einen anderen Ansatz: Die Software steht im Vordergrund, die Hardware wird darauf abgestimmt.

Synology-NAS nutzen DSM (DiskStation Manager), ein intuitives browserbasiertes Betriebssystem, das als das ausgereifteste NAS-Betriebssystem auf dem Markt gilt. Es ist auch für Nutzer mit geringen NAS-Kenntnissen leicht verständlich. Die meisten Verwaltungsaufgaben – das Erstellen von Freigabeordnern, das Konfigurieren von Snapshots oder die Benutzerverwaltung – lassen sich über eine übersichtliche grafische Oberfläche erledigen.

Es enthält eine umfassende App-Sammlung für Dateiverwaltung, Medienorganisation, Backups, Videoüberwachung und Teamzusammenarbeit.

Vorteile von Synology:

  • Niedrige Einarbeitungszeit
  • Einheitliche Benutzererfahrung über alle Produktreihen hinweg
  • Ausführliche Dokumentation und starke Community-Unterstützung
  • Stabile Softwareaktualisierungen
  • Nahtlose Integration zwischen den Synology-eigenen Anwendungen

Nachteile von Synology:

  • Langsamere Hardware-Erneuerungszyklen, weniger Spitzenhardware
  • Bei neueren Modellen sind zertifizierte Festplatten für den vollen Funktionsumfang und TRIM-Unterstützung erforderlich
  • Der Virtual Machine Manager bietet keine erweiterten Funktionen wie GPU-Passthrough
  • Stärker kontrolliertes System im Vergleich zu QNAP
  • Nur kompatible Erweiterungseinheiten von Synology nutzbar
  • Viele Zusatzfunktionen nur bei Modellen der Plus-Klasse und höher verfügbar

Vergleich der Hardware von QNAP und Synology NAS

In diesem Abschnitt vergleichen wir die Hardware-Ausstattung der beiden NAS-Hersteller.

Prozessor (CPU)

Der Prozessor bestimmt, wie gut das NAS mehrere Nutzer, virtuelle Maschinen, Medien-Transkodierung, Verschlüsselung und Unternehmensanwendungen verarbeiten kann.

QNAP

Im direkten Preisvergleich überzeugt QNAP bei der reinen Hardware-Leistung. Es bietet mehr RAM, leistungsstärkere CPUs, mehr Netzwerkschnittstellen (10-GbE, Thunderbolt, PCIe-Steckplätze bei einigen Modellen) und unterstützt NVMe-SSDs als primären Speicher bei ausgewählten Geräten.

Aktuelle Beispiele:

Modell

Prozessor

Zielgruppe

Qu405 / Qu605 / Qu805

Intel Prozessor N150/N355

Privatnutzer & kleine Unternehmen

TS-h666TX

Intel Core i3-1215U

Virtualisierung & kleine Unternehmen

TS-h1277AFX

AMD Ryzen 7 Serie 9000

Unternehmen & Medienproduktion

Synology:

Synology wählt Prozessoren vor allem nach Stabilität, Energieeffizienz und langfristiger Software-Optimierung aus – statt auf maximale technische Spezifikationen zu setzen.

Beispiele:

Modell

Prozessor

Zielgruppe

DS925+

AMD Ryzen Embedded V1500B (4-Kern)

Kleine Unternehmen

DS1525+

AMD Ryzen Embedded V1500B (4-Kern)

Kleine Unternehmen

DS1823xs+

AMD Ryzen V1780B (4-Kern)

Große Unternehmen

RS6426xs+

Enterprise-Prozessor mit zwei integrierten 10-GbE-Ports

Große Unternehmen

Synology wechselt die Prozessorplattformen nicht häufig, sondern nutzt bewährte CPU-Architekturen über mehrere Produktgenerationen hinweg und optimiert stattdessen die Benutzererfahrung von DSM. Dieser Ansatz sorgt für hohe Stabilität, geringen Stromverbrauch und vorhersehbare langfristige Unterstützung.

Praktische Auswirkungen:

Für alltägliche NAS-Aufgaben wie Dateifreigabe, Backups und Bürozusammenarbeit bieten beide Systeme ausreichend Rechenleistung.

Wenn Sie jedoch mehrere virtuelle Maschinen, Docker-Container, KI-Anwendungen oder Medienbearbeitungsworkloads auf dem NAS ausführen möchten, bietet QNAP generell mehr Hochleistungs-Hardwareoptionen. Wenn Sie hingegen ein zuverlässiges Speichergerät mit minimalem Wartungsaufwand benötigen, sorgen Synology-Hardware und die optimierte DSM für eine langfristig reibungslosere Nutzung.

Netzwerk

QNAP:

Sowohl QNAP als auch Synology unterstützen Gigabit-Ethernet; QNAP hat schneller auf schnellere Netzwerktechnologien gesetzt.

Viele QNAP-Modelle verfügen über:

  • Zwei Ethernet-Ports
  • Integriertes 2,5-GbE
  • 5-GbE-Unterstützung
  • 10-GbE-Netzwerkschnittstellen
  • PCIe-Steckplätze für zusätzliche Netzwerkkarten

Synology:

Das DS925+ von Synology ist mit zwei 2,5-GbE-LAN-Ports ausgestattet. Viele Einsteiger- und Mittelklasse-Modelle nutzen jedoch weiterhin standardmäßiges Gigabit-Ethernet.

Wenn Ihr Unternehmen regelmäßig große Dateien überträgt, häufige Backups durchführt oder viele gleichzeitige Nutzer unterstützt, lohnt sich die Investition in schnellere Netzwerkschnittstellen, da sie Übertragungszeiten deutlich senken.

Erweiterbarkeit

Bei der Erweiterbarkeit richtet sich QNAP klar an Power-User und Unternehmenseinsätze.

Je nach Modell lassen sich über PCIe-Steckplätze folgende Komponenten installieren:

  • 10-GbE- oder 25-GbE-Netzwerkkarten
  • NVMe-SSD-Erweiterungskarten
  • WLAN-Adapter
  • Fibre-Channel-Karten
  • Zusätzliche USB-Schnittstellen

QNAP:

QNAP bietet PCIe-Steckplätze zum Einbau von 10-GbE-Netzwerkkarten, zusätzlichem M.2-Speicher oder weiteren Erweiterungskarten. Einige Modelle sind mit Thunderbolt-Schnittstellen und HDMI-Ausgang ausgestattet. Das TS-464 kann mit der QNAP-Erweiterungseinheit TL-D1600S verbunden werden, um zwölf weitere Festplatten anzuschließen und bis zu 280 TB Speicherplatz zu erreichen.

Synology:

Viele Synology-Systeme unterstützen ebenfalls Erweiterungen, diese sind jedoch meist nur bei Hochleistungsmodellen verfügbar und bieten weniger Anpassungsmöglichkeiten.

Unternehmen mit zukünftigem Wachstum profitieren von der größeren Flexibilität bei QNAP.

Festplattenkompatibilität

Dies ist einer der wichtigsten Faktoren für gewerbliche Käufer im Jahr 2026.

Ab den Modellen des Jahres 2025 hat Synology neue Kompatibilitätsregeln für HDDs und SSDs eingeführt, um Systemstabilität, Leistung und Benutzererfahrung zu verbessern. Die zentralen Ziele sind Zuverlässigkeit (gelistete Festplatten werden unter zahlreichen Lasten, Konfigurationen und Betriebsszenarien ausführlich getestet), Kosteneffizienz (Minimierung von Kompatibilitäts- und Firmware-Problemen) sowie eine einheitliche Nutzung (vereinfachte Firmware-Updates und umfassender Support).

Synology empfiehlt die Verwendung von Festplatten aus der Kompatibilitätsliste für maximale Leistung und Stabilität, Nutzer können aber nach eigenem Ermessen auch andere Laufwerke einbauen. Aufgrund zahlreicher Rückmeldungen von Unternehmenskunden, Händlern und der NAS-Community hat Synology diesen Ansatz mit DSM 7.3 angepasst. DiskStation-Modelle der Plus-, Value- und J-Serie des Baujahrs 2025 mit DSM 7.3 erlauben die Installation und Erstellung von Speicherpools mit Drittanbieter-Festplatten. Die Erstellung von M.2-basierten Speicherpools und Caches erfordert jedoch weiterhin Laufwerke aus der Hardware-Kompatibilitätsliste.

QNAP akzeptiert alle SATA-Festplatten ohne derartige Einschränkungen.

Auswirkungen auf das Budget: Dieser Unterschied beeinflusst die Gesamtbetriebskosten erheblich. Nutzer von Synology müssen bei neueren Modellen zertifizierte Festplatten einplanen, wenn sie die vollständige Statusüberwachung im Storage Manager und TRIM-Unterstützung nutzen wollen; QNAP-Nutzer können beliebige SATA-Laufwerke verwenden.

Festplattenschächte und Speichererweiterung

Die Wahl der passenden Anzahl an Festplattenschächten ist eine zentrale Kaufentscheidung.

Ein NAS mit zwei Schächten mag heute ausreichen, aber der Speicherbedarf wächst üblicherweise mit der Zeit. Modelle mit vier oder sechs Schächten bieten mehr Flexibilität für zukünftige Erweiterungen.

Sowohl QNAP als auch Synology bieten Geräte mit:

  • 2 Schächten
  • 4 Schächten
  • 6 Schächten
  • 8 Schächten
  • 12 Schächten
  • Rackmontierbaren Enterprise-Systemen

Viele Hochleistungsmodelle unterstützen zudem Erweiterungseinheiten, sodass zusätzliche Festplattengehäuse angeschlossen werden können, ohne das ursprüngliche NAS austauschen zu müssen.

Beide Hersteller bieten eine gute Skalierbarkeit durch ihr Produktportfolio.

Vergleich der Software und Ökosysteme von QNAP und Synology NAS

Software und das zugehörige Ökosystem bestimmen den täglichen Verwaltungsaufwand und die einfache Nutzung durch Ihr Team. Hier eine übersichtliche Vergleichstabelle der Software-Funktionen:

Merkmal

Synology DSM

QNAP QTS / QuTS hero

Dateisystem

Btrfs (Snapshots, Replikation)

ext4 (QTS) oder ZFS (QuTS hero)

Einrichtung

Grafischer Assistent mit fünf Schritten; die meisten Funktionen sind standardmäßig aktiv

Dienste müssen manuell aktiviert, Berechtigungen explizit vergeben werden

Einarbeitungsaufwand

Niedrig

Mittel bis hoch

Backup

Active Backup for Business – kostenfrei

Funktionsabhängig teilweise kostenpflichtig

Virtualisierung

Virtual Machine Manager

Virtualization Station (mit GPU-Passthrough)

Container-Unterstützung

Docker

Container Station (K3s, LXD, Kata)

KI-Funktionen

Synology AI Console mit Datenmaskierung und Filterung

KI-gestützte Verwaltung (QuTS hero h6.0)

Zielgruppe

Privatnutzer, kleine Büros, Nutzer von fertigen Lösungen

Power-User, ZFS-Nutzer, gemischte Unternehmenslasten

Im Folgenden werden die detaillierten Unterschiede zwischen QNAP QTS/QuTS hero und Synology DSM erläutert.

QNAP QTS / QuTS hero

QNAP bietet zwei Betriebssysteme an: QTS (basiert auf ext4) und QuTS hero (basiert auf ZFS). Einige QNAP-NAS unterstützen beide Systeme, eine direkte Aktualisierung von einem zum anderen ist jedoch nicht möglich, da sie auf grundlegend unterschiedlichen Dateisystemen basieren.

Wichtige Stärken:

  • ZFS-Unterstützung (QuTS hero): Bietet erweiterte Datenintegritätsfunktionen wie Datenkompression, Deduplizierung, Selbstreparatur und WORM-Technologie (Write Once Read Many), um Datenmanipulation zu verhindern. Im Jahr 2026 hat QNAP offiziell QuTS hero h6.0 veröffentlicht, das Hochverfügbarkeit mit zwei NAS-Systemen, unveränderbare Snapshots, zentrale Verwaltung von Verschlüsselungsschlüsseln, Speicher-Tiering, Zugriffskontrollen und eine KI-gestützte Verwaltung umfasst. QuTS hero h6.0 wurde mit dem MSP Today Product of the Year Award 2026 ausgezeichnet.
  • Virtualization Station: Überlegene Unterstützung für virtuelle Maschinen mit GPU-Passthrough für KI-Training, 3D-Modellierung und weitere GPU-intensive Arbeitslasten.
  • Container Station: Unterstützt LXD/Kata-Container und kann K3s-Kubernetes-Cluster bereitstellen.
  • Sicherheitscenter: Eingeführt mit QTS 5.2, überwacht es Dateiaktivitäten aktiv und wehrt Ransomware-Bedrohungen ab.
  • Flexibilität: Breiteres App-Ökosystem, auch wenn die Qualität weniger einheitlich ist als bei den Synology-eigenen Anwendungen.

Synology DSM

Synology DSM gilt weithin als das ausgereifteste verfügbare NAS-Betriebssystem. Es ist die Plattform, die man technisch weniger versierten Privatnutzern, kleinen Büros und Käufern empfehlen kann, die ein fertiges Speichergerät statt eines komplexen Projekt-Systems wünschen.

Wichtige Stärken:

  • Ausgereifte Oberfläche: Saubere, intuitive Arbeitsabläufe mit einheitlichem Desktop und Symbol-Layout. Funktionen sind mit alltäglichen Begriffen benannt („Fotos“, „Dateien“, „Backup“) statt technischer Fachbegriffe.
  • Niedrige Einarbeitungszeit: Die meisten Nutzer beherrschen grundlegende Operationen schnell. Es gibt zahlreiche standardisierte Tutorials in der Community.
  • Eigene Anwendungen: Synology Photos ist eine selbst gehostete Alternative zu Google Fotos mit Gesichtserkennung, Zeitachsenansicht und mobilen Apps. Synology Drive bietet Funktionen ähnlich wie Google Drive oder OneDrive. Die Surveillance Station verwaltet IP-Kameras und unterstützt hunderte Kameramodelle. Hyper Backup verwaltet Backups auf lokalen Laufwerken, entfernten NAS oder Cloud-Speichern.
  • Active Backup for Business: Es ermöglicht die agentenlose Sicherung von Windows-PCs, virtuellen VMware-Maschinen, physischen Servern, Dateiservern und Macs über eine zentrale Konsole. Es erfordert ein x64-basiertes Synology-NAS mit Btrfs-Dateisystem. Für optimale Backup-Leistung werden mindestens 4 GB RAM empfohlen. Ab Version 2.2.0 unterstützt Active Backup for Business Verschlüsselung am Backup-Ziel. Duplikate werden über Hardlinks gespeichert, ohne zusätzlichen Speicherplatz zu belegen. Die Software ist im Lieferumfang von Synology-Hardware enthalten – ohne zusätzliche Lizenzkosten, ein großer Vorteil für kleine Unternehmen.
  • Synology Hybrid RAID (SHR): Ein benutzerfreundliches RAID-Management, das die effiziente Kombination von Festplatten unterschiedlicher Kapazitäten ermöglicht – besser als herkömmliches RAID5 oder RAID6.
  • Synology Tiering: Eingeführt mit DSM 7.3, verteilt es Dateien automatisch auf verschiedene Speicherebenen je nach Zugriffshäufigkeit. Häufig genutzte „heiße“ Daten verbleiben auf Hochleistungsspeicher, selten aufgerufene „kalte“ Daten werden auf kostengünstigere Speicherebenen verschoben.
  • Synology AI Console: Seit der Veröffentlichung im August 2025 auf mehr als 430.000 Synology-Systemen installiert. Mit DSM 7.3 bietet es individuelle Datenmaskierung und Filterung, damit sensible Informationen lokal geschützt werden, bevor sie an externe KI-Anbieter übermittelt werden.
  • Sicherheitserweiterungen in DSM 7.3: Dazu gehören KEV (Known Exploited Vulnerabilities), EPSS (Exploit Prediction Scoring System) und LEV-Risikoindikatoren. Administratoren können damit Prioritäten für Sicherheitsaktualisierungen anhand realer Ausnutzungsrisiken statt bloßer CVE-Zählungen setzen.

Sicherheitsaspekte bei QNAP und Synology NAS

Sicherheit ist ein zentrales Kriterium für gewerbliche Käufer.

Synology verfolgt einen sicheren Standardansatz:

  • Kontrollierte Aktualisierungszyklen mit langfristiger Firmware-Unterstützung
  • Funktionen werden nur standardmäßig aktiviert, wenn dies sicher ist
  • Hoher Fokus auf Sicherheit ab Werk
  • DSM 7.3 umfasst KEV, EPSS und LEV-Risikoindikatoren zur Priorisierung von Patches

QNAP setzt primär auf Flexibilität:

  • Mehr Funktionen sind standardmäßig aktiviert, erfordern eine aktive Sicherheitsverwaltung
  • Größere Angriffsfläche durch mehr Dienste und Funktionen
  • Erfordert mehr Verwaltungsaufwand, um den Sicherheitsstatus aufrechtzuerhalten

Wie wählt man anhand der Sicherheitsanforderungen aus?

Keines der beiden Systeme ist unangreifbar. Beide erfordern eine korrekte Konfiguration, regelmäßige Aktualisierungen und die Einhaltung von Sicherheitsbest Practices.

Unsere Empfehlung:

  • Wenn Ihr Unternehmen nur begrenzte IT-Sicherheitsressourcen hat, senken die sicheren Standardeinstellungen und das kontrollierte Ökosystem von Synology das Risiko.
  • Wenn Ihnen dedizierte IT-Sicherheitsmitarbeiter zur Verfügung stehen, lässt sich die Flexibilität von QNAP sicher verwalten – erfordert aber ständige Aufmerksamkeit.
  • Für Umgebungen mit strengen Compliance-Vorgaben ist die vorhersehbarere Sicherheitsbilanz von Synology vorzuziehen.

Gesamtbetriebskosten (TCO)

Dies ist ein zentraler Aspekt, der bei vielen Vergleichsanalysen vernachlässigt wird.

Hardware-Kosten

QNAP bietet oft mehr Hardware zum gleichen Preis. Bei identischer Preisklasse verfügt QNAP üblicherweise über mehr RAM, stärkere CPUs und mehr Netzwerkschnittstellen. Das QNAP TS-464 kostet etwa 1.067 US-Dollar, das Synology DS925+ rund 1.005 US-Dollar.

Festplattenkosten

Synology: Bei neueren Modellen (wie DS925+, DS1825+) benötigen Sie zertifizierte Festplatten für die vollständige Statusüberwachung im Storage Manager. Zwar können Sie Drittanbieter-Laufwerke einbauen, dies führt jedoch zu Kompatibilitätswarnungen und eingeschränktem Funktionsumfang. SSD-TRIM wird nur bei SSDs aus der Synology-Kompatibilitätsliste unterstützt – bestimmte TRIM-Implementierungen können bei spezifischen Speicherkonfigurationen schwerwiegende Probleme mit der Datenintegrität verursachen. Dies erhöht die Kosten, da zertifizierte Festplatten üblicherweise teurer als vergleichbare Drittanbieter-Laufwerke sind.

QNAP: Akzeptiert alle SATA-Festplatten ohne Einschränkungen. Sie können vorhandene Laufwerke weiternutzen oder die kostengünstigsten verfügbaren Optionen erwerben.

Verwaltungsaufwand

Synology: Geringer Verwaltungsaufwand. Weniger IT-Zeit für Einrichtung, Wartung und Fehlerbehebung erforderlich.

QNAP: Hoher Verwaltungsaufwand. Mehr Konfigurations-, Überwachungs- und Sicherheitsmanagement-Arbeit nötig.

Für Unternehmen mit begrenzten IT-Ressourcen ist dieser Zeitunterschied erheblich. Wenn Sie die Arbeitszeit Ihrer IT-Mitarbeiter mit 100–200 US-Dollar pro Stunde bewerten, übersteigt der zusätzliche Verwaltungsaufwand schnell die Hardware-Kostenvorteile von QNAP.

Software-Lizenzen

Synology: Active Backup for Business ist bei kompatiblen Synology-NAS kostenlos enthalten. Für kleine Unternehmen ist dies ein großer Vorteil, da sie keine separate Backup-Software kaufen müssen.

QNAP: Viele erweiterte Funktionen erfordern zusätzliche Lizenzen. Das breite App-Ökosystem umfasst sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige Angebote.

Prognose der Gesamtbetriebskosten über 3 Jahre (4-Schacht-Gerät, 4 x 8-TB-Festplatten)

Kostenkategorie

Synology

QNAP

NAS-Gerät

~1.005 USD (DS925+)

~1.067 USD (TS-464)

4 x 8-TB-Festplatten

~800–1.200 USD (zertifizierte Laufwerke für vollen Funktionsumfang erforderlich)

~600–800 USD (beliebige SATA-Festplatten)

Verwaltungszeit über 3 Jahre

~20 Stunden × Stundensatz

~40–60 Stunden × Stundensatz

Software-Lizenzen

Inklusive (Active Backup for Business)

Funktionsabhängig unterschiedlich

Geschätzte Gesamtkosten über 3 Jahre

2.800–3.800 USD

2.800–4.500+ USD (stark abhängig vom Verwaltungsaufwand)

Hinweis: Die tatsächlichen Kosten variieren je nach Region, spezifischem Modell und Unternehmensbedingungen.

Wann wählt man QNAP bzw. Synology NAS?

Wählen Sie Synology, wenn:

  • Sie Wert auf einfache Bedienung und geringen Verwaltungsaufwand legen
  • Sie nur begrenzte interne IT-Ressourcen haben
  • Sie zuverlässige, vorhersehbare Backup- und Dateidienste benötigen
  • Sie ausgereifte Software und eine nahtlose Ökosystem-Integration bevorzugen
  • Compliance und Datenintegrität oberste Priorität haben
  • Sie Privatnutzer oder Inhaber eines kleinen Unternehmens sind und ein zuverlässiges, leicht verwaltbares NAS mit hervorragendem Software-Ökosystem und geringem Wartungsaufwand suchen.
  • Sie ein fertiges Speichergerät statt eines komplexen individuellen Systems wünschen

Wählen Sie QNAP, wenn:

  • Sie maximale Hardware-Leistung und Flexibilität benötigen
  • Sie Virtualisierung, KI-Workloads oder medienintensive Anwendungen betreiben
  • Sie über IT-Fachkräfte verfügen, die ein komplexeres System verwalten können
  • Sie beliebige Festplatten ohne Einschränkungen verwenden möchten
  • Sie erweiterte Funktionen wie ZFS, GPU-Passthrough oder Thunderbolt benötigen
  • Sie Wert auf individuelle Anpassbarkeit und maximale Kontrolle statt auf eine polierte Benutzeroberfläche legen

Warum Ihr NAS trotzdem eine dedizierte Backup-Lösung benötigt

Sowohl QNAP als auch Synology bieten integrierte Backup-Tools an, diese sind jedoch primär für Sicherungen innerhalb des jeweiligen Hersteller-Ökosystems ausgelegt. Mit wachsendem Unternehmensumfang benötigen viele Organisationen eine zentrale Backup-Plattform, um mehrere NAS-Geräte, Server, virtuelle Maschinen, Datenbanken und Cloud-Workloads zu schützen.

Info2Soft i2Backup ist eine Enterprise-Backup- und Disaster-Recovery-Lösung für heterogene IT-Umgebungen. Statt jedes NAS als isoliertes Speichergerät zu behandeln, ermöglicht i2Backup Administratoren die Verwaltung aller Backups der gesamten Infrastruktur über eine zentrale Konsole.

Wichtige Funktionen:

  • Zentrale Backup-Verwaltung: Schutz von QNAP, Synology, Servern, virtuellen Maschinen, Datenbanken und Cloud-Workloads über eine einheitliche Plattform.
  • Unveränderbarer Backup-Speicher: Verhindert die Änderung oder Löschung von Backup-Kopien durch Ransomware.
  • Deduplizierung auf Quell- und Zielseite: Senkt den benötigten Backup-Speicher und die langfristigen Speicherkosten.
  • Flexible Backup-Ziele: Sicherung von NAS-Daten auf lokalen Speichern, sekundären NAS-Geräten, Object Storage oder Cloud-Repositories.
  • Bandbreitenverwaltung: Planung und Drosselung des Backup-Datenverkehrs, um Auswirkungen auf Produktivsysteme zu minimieren.
60-tägige kostenlose Testversion

Fazit:

Wenn maximale Leistung, schnelle Netzwerkschnittstellen, Virtualisierung oder zukünftige Hardware-Erweiterbarkeit Ihre Prioritäten sind, bietet QNAP bei vergleichbaren Preisen üblicherweise ein besseres Hardware-Preis-Leistungs-Verhältnis.

Die Hardware-Spezifikationen erzählen jedoch nur einen Teil der Geschichte. Ein NAS wird letztlich durch sein Betriebssystem und das Software-Ökosystem definiert. Im nächsten Abschnitt vergleichen wir Synology DSM, QNAP QTS und QuTS hero hinsichtlich Benutzererfahrung, Speicherverwaltung und Enterprise-Funktionen im täglichen Betrieb.

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