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Mit der Reife von Cloud-Architekturen stehen Dienstanbieter häufig vor der komplexen Herausforderung, riesige Datenmengen aus Altsystemen in moderne Infrastrukturen zu migrieren – ohne laufende Dienste zu unterbrechen. Der folgende Fall zeigt, wie ein großer Netzbetreiber diesen Übergang in großem Maßstab umgesetzt hat.
Im Rahmen der frühen Entwicklung wurden für die „Mobile Cloud“ Ressourcenpools in Nordchina (Peking), Zentralchina (Changsha) und Südchina (Guangzhou) aufgebaut. Zur Verbesserung des Kundenerlebnisses, der Dienstqualität sowie zur Bereitstellung stabiler und leistungsstarker Produkte entschied sich der Betreiber für die Migration von Diensten aus diesen alten Pools auf eine neue optimierte Infrastruktur.
Der Migrationsumfang war enorm: Es waren mehr als 4.000 Unternehmenskunden, über 100 interne Eigenentwicklungsdienste und insgesamt mehr als 14.000 Cloud-Host-Instanzen betroffen.
Die Migration umfasste eine heterogene technische Umgebung mit ECS-Hosts, RDS-Datenbanken, OSS-Objektspeichern, Microservices, IoT-Plattformen sowie verschiedenen standardisierten und nicht standardisierten Datenbanktypen. Aufgrund der hohen Anzahl an Hosts, des großen Kundenstamms und der zentralen Vorgabe minimaler Ausfallzeiten war das Projekt technisch sehr anspruchsvoll.
Zur Bewältigung dieser Herausforderungen stellte Information2 jedem Mandanten der Mobile Cloud eine umfassende, individuelle professionelle Migrationsdienstleistung zur Verfügung. Dieses End-to-End-Modell umfasst die Kundenkoordination, Infrastrukturprüfung, Ressourcenbereitstellung, Lösungsplanung, Durchführung sowie die abschließende Umschaltung. Mithilfe von Echtzeit-Datenreplikationssoftware, Werkzeugen für die System-Live-Migration und spezialisierten Hilfsprogrammen für die Datenbankmigration gelang es dem Team, alle Daten sicher und vollständig zu migrieren – ohne laufende Dienste zu beeinträchtigen.
Mithilfe der professionellen Online-Migrationssoftware und des technischen Know-hows von Information2 senkte der Netzbetreiber die technische Komplexität bei der Migration alter Ressourcenpools deutlich. Die Lösung steigerte Effizienz und Erfolgsrate der Migration, erhöhte damit nachhaltig die Zufriedenheit der Mandanten und beschleunigte die gesamte Geschäftsentwicklung der Mobile Cloud.
Für Telekommunikationsbetreiber ist die Verfügbarkeit zentraler Abrechnungs- und Supportsysteme unerlässlich. Hierfür wird eine Katastrophenwiederherstellungsarchitektur benötigt, die große geografische Entfernungen überbrückt, um vor regionalen Störungen zu schützen.
Das „XX-System“ – ein zentrales Abrechnungs- und Supportsystem – bildet das Herzstück des Betreiberbetriebs und erfordert eine strenge 7×24-Hochverfügbarkeit (HA). Die zentrale Anforderung bestand darin, im Ausfall der Primärdatenbank schnell auf die Standby-Datenbank umzuschalten, um die Dienstkontinuität zu gewährleisten.
Zwingend erforderlich war zudem die Einhaltung behördlicher und sicherheitsrelevanter Standards für die Katastrophenvorsorge: Das Wiederherstellungszentrum musste mehr als 300 Kilometer vom Produktivstandort entfernt angesiedelt werden. Darüber hinaus benötigte der Betreiber Mechanismen für regelmäßige Katastrophenübungen zur Prüfung der Lösungszuverlässigkeit. Bei diesen Übungen wurden Ausfälle der Primärdatenbank simuliert, um die Funktionsweise der Umschaltung und der Datensynchronisation zu überprüfen. Hierfür mussten zwei voneinander unabhängige MySQL-Cluster aufgebaut werden. Herkömmliche Synchronisierungsmethoden können jedoch die Synchronbeziehungen zwischen weit entfernten eigenständigen Clustern nur unzureichend aufrechterhalten.
Information2 implementierte eine Lösung auf Basis der semantischen Replikation zwischen MySQL-Clustern unter Verwendung des GTID (Global Transaction Identifier)-Mechanismus. GTID ist maßgeblich dafür verantwortlich, Datenkonsistenz und Integrität zwischen separaten MySQL-Clustern sicherzustellen.
In dieser Replikationsarchitektur verfolgt der GTID-Mechanismus den Transaktionsverlauf und ermöglicht somit die Wiederaufnahme der Datenübertragung an Checkpunkten. Bei Netzwerkunterbrechungen oder Systemumschaltungen kann die Übertragung exakt an der Unterbrechungsstelle fortgesetzt werden. Dadurch verbessert sich die Stabilität der Synchronisation auch über große Entfernungen erheblich.
Der Einsatz zweier unabhängiger MySQL-Cluster zur Katastrophenwiederherstellung bot mehrere strategische Vorteile für das mobile Abrechnungssystem:
Letztendlich garantiert dieser Doppelcluster-Ansatz die Betriebskontinuität. Bei Hardwaredefekten oder unerwarteten Betriebsunterbrechungen kann der Betreiber zentrale Abrechnungs- und Kommunikationsdienste aufrechterhalten, wodurch Systemstabilität und eine hohe Nutzerzufriedenheit sichergestellt werden.
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