Info2soft verwendet Cookies, um Ihnen ein besseres und angenehmeres Surferlebnis auf unserer Website zu ermöglichen. Datenschutzerklärung
Wird geladen...
Mit dem Wachstum virtueller Infrastrukturen werden herkömmliche Voll‑Backups schnell ineffizient. Das wiederholte Sichern kompletter virtueller Festplatten verbraucht unnötigen Speicherplatz, verlängert das Backup‑Fenster und erzeugt eine hohe E/A‑Last.
Zur Lösung dieses Problems haben moderne Virtualisierungsplattformen das Change‑Block‑Tracking (CBT) eingeführt.
Das Change‑Block‑Tracking ermittelt exakt, welche Festplattenblöcke seit dem letzten Backup verändert wurden. Dadurch verarbeitet die Backup‑Software nur die modifizierten Daten. Dies verbessert die Backup‑Leistung drastisch, senkt den Speicherbedarf und verkürzt die Backup‑Fenster.
Das Change‑Block‑Tracking (CBT) ist eine Virtualisierungs‑Funktion, die protokolliert, welche Festplattenblöcke einer virtuellen Maschine seit dem vorherigen Backup oder Snapshot verändert wurden.
Statt die gesamte Festplatte zu durchsuchen, verwaltet CBT Metadaten zu den veränderten Blöcken. Die Backup‑Software kann diese Informationen abfragen und ausschließlich die geänderten Daten sichern.
Ohne CBT funktioniert ein inkrementelles Backup üblicherweise wie folgt:
Bei großen virtuellen Maschinen verschwendet dieser Vorgang Zeit und Rechenressourcen.
Bei aktiviertem CBT:
Dadurch wird die Backup‑Effizienz deutlich gesteigert.
Das Change‑Block‑Tracking (CBT) überwacht Änderungen auf Block‑Ebene einer virtuellen Festplatte. Statt bei jedem Backup die gesamte Festplatte zu scannen, verfolgt CBT, welche Blöcke seit dem letzten Backup verändert wurden. Dadurch verarbeiten inkrementelle Backups nur die geänderten Daten.
Die Funktionsweise im Einzelnen:
CBT kommt weit verbreitet in virtualisierten Umgebungen wie VMware und Hyper‑V zum Einsatz. Es verbessert die Effizienz inkrementeller Backups deutlich und belastet die Leistung virtueller Maschinen nur geringfügig.
In VMware‑Umgebungen arbeitet CBT innerhalb der Speicherschicht des Hypervisors.
Der typische Ablauf ist folgender:
Da CBT auf Hypervisor‑Ebene ausgeführt wird, sind keine Agenten innerhalb der virtuellen Maschinen erforderlich.
Das Change‑Block‑Tracking (CBT) bietet erhebliche Vorteile für Unternehmen mit virtualisierten Umgebungen. Indem nur die seit dem letzten Backup veränderten Blöcke verfolgt werden, reduziert CBT die zu verarbeitende Datenmenge drastisch. Dadurch laufen inkrementelle Backups schneller und die Backup‑Fenster verkürzen sich. Das spart nicht nur Zeit, sondern entlastet auch Speicher‑ und Netzwerkressourcen. Backups werden effizienter und stören den laufenden Betrieb weniger.
Zudem verbessert CBT die Skalierbarkeit großer Umgebungen. Statt zeitaufwendige Komplettscans der Festplatten durchzuführen, können IT‑Teams auch umfangreiche virtuelle Infrastrukturen mit geringer Leistungsbeeinträchtigung über CBT verwalten. In Kombination mit Backup‑Lösungen wie i2Backup ermöglicht CBT leistungsstarke und ressourcensparende Backup‑Strategien für den Datenschutz ohne Einbußen bei der Systemverfügbarkeit.
| Merkmal | Change‑Block‑Tracking | Snapshot | Inkrementelles Backup |
|---|---|---|---|
| Zweck | Verfolgung geänderter Festplattenblöcke | Festhalten des VM‑Zustands | Speichern geänderter Daten |
| Ebene | Hypervisor‑Metadaten | Speicherschicht | Backup‑Software |
| Gespeicherte Daten | Nur Änderungskarte | Vollständiger VM‑Zustand | Geänderte Blöcke |
| Leistungseinfluss | Niedrig | Mäßig bei langfristiger Nutzung | Niedrig |
Diese Technologien ergänzen sich und stehen nicht im Wettbewerb zueinander. CBT ermittelt Änderungen, Snapshots erfassen den Systemzustand und inkrementelle Backups speichern die modifizierten Daten.
| Merkmal | VMware CBT | Hyper‑V RCT |
|---|---|---|
| Plattform | VMware | Microsoft Hyper‑V |
| Verfolgungsmethode | CTK‑Metadateien | Hyper‑V‑Änderungsprotokoll |
| Eingeführt in | vSphere 4 | Windows Server 2016 |
| Zweck | Optimierung inkrementeller Backups | Optimierung inkrementeller Backups |
Wenn Sie das Change‑Block‑Tracking (CBT) in VMware‑Umgebungen aktivieren, kann die Backup‑Software effizient feststellen, welche Blöcke einer virtuellen Festplatte seit dem letzten Backup verändert wurden. Dadurch werden inkrementelle Backups deutlich beschleunigt. Folgen Sie diesen Schritten zur sicheren und korrekten Aktivierung von CBT:
Schritt 1. Prüfen der Voraussetzungen für die virtuelle Maschine
Bevor Sie CBT aktivieren, stellen Sie sicher, dass die virtuelle Maschine die erforderlichen Bedingungen erfüllt: Sie muss eingeschaltet sein, über die virtuelle Hardware‑Version 7 oder höher verfügen und keine aktiven Snapshots besitzen. Liegen Snapshots oder nicht unterstützte Festplattenkonfigurationen vor, kann CBT nicht initialisiert werden, sodass statt inkrementeller Backups Voll‑Backups ausgeführt werden.
Schritt 2. Aufrufen der VM‑Einstellungen
Öffnen Sie den VMware vSphere‑Client, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Ziel‑VM und wählen Sie Einstellungen bearbeiten. Wechseln Sie zur Registerkarte VM‑Optionen, klappen Sie den Punkt Erweitert auf und öffnen Sie Konfigurationsparameter.
Schritt 3. CBT für die VM und die Festplatten aktivieren
Prüfen Sie, ob folgende Parameter vorhanden sind:
ctkEnabled = "TRUE" – Aktiviert CBT für die virtuelle Maschine.scsiX:Y.ctkEnabled = "TRUE" – Aktiviert CBT für jede einzelne virtuelle Festplatte, wobei X:Y durch die SCSI‑Controller‑ und Gerätenummern zu ersetzen ist.Falls diese Parameter fehlen, fügen Sie sie manuell hinzu. Beim Speichern der Konfiguration werden im Datastore Dateien mit der Endung -ctk.vmdk erstellt, in denen die Metadaten für die Änderungsblöcke abgelegt werden.
Schritt 4. Ausführen eines Basis‑Voll‑Backups
Unmittelbar nach der Aktivierung von CBT führen Sie ein Voll‑Backup durch. Dadurch legen Sie die Basis für alle zukünftigen inkrementellen Backups fest. Wird dieser Schritt übersprungen, können inkrementelle Backups unvollständig oder inkonsistent ausfallen.
Schritt 5. Vorgänge vermeiden, die CBT zurücksetzen
Seien Sie vorsichtig bei Änderungen der virtuellen Hardware, dem Löschen von Snapshots oder VM‑Migrationen. Diese Aktionen können die CBT‑Metadaten zurücksetzen oder ungültig machen. In diesem Fall muss CBT erneut aktiviert und ein neues Voll‑Backup erstellt werden.
Viele Unternehmens‑Backup‑Lösungen nutzen CBT zur Beschleunigung inkrementeller Backups. Beispielsweise ist i2Backup von Info2Soft nahtlos mit CBT integriert und ermöglicht schnellere, ressourcensparende Backups in virtualisierten Umgebungen.
Unternehmens‑Backup‑Plattformen wie die i2Backup von Info2Soft nutzen das Change‑Block‑Tracking zur deutlichen Beschleunigung inkrementeller Backup‑Vorgänge. Statt komplette virtuelle Festplatten zu durchsuchen, fragt i2Backup beim Hypervisor die Informationen zu den geänderten Blöcken ab und überträgt ausschließlich die modifizierten Daten.
Dadurch können Unternehmen große VMware‑Umgebungen effizienter schützen und gleichzeitig Speicherbedarf sowie Backup‑Fenster verringern.
In einigen Fällen können die CBT‑Metadaten zurückgesetzt werden, unter anderem bei:
Wird CBT zurückgesetzt, läuft das nächste Backup üblicherweise als Voll‑Backup ab.
Moderne Unternehmens‑Backup‑Plattformen kombinieren Change‑Block‑Tracking mit Replikation und Continuous‑Data‑Protection. Dadurch verkürzen sich Wiederherstellungszeiten drastisch und Datenverluste werden minimiert.
Mit fortschrittlichen Backup‑ und Notfallwiederherstellungs‑Lösungen können Unternehmen virtuelle Maschinen, Datenbanken und Anwendungen bei nur geringer Leistungsbeeinträchtigung schützen.
Das Change‑Block‑Tracking ist eine Virtualisierungs‑Funktion, die protokolliert, welche Blöcke einer virtuellen Festplatte seit dem letzten Backup verändert wurden.
Nein. CBT arbeitet auf Hypervisor‑Ebene und wirkt sich üblicherweise nur minimal auf die Leistung virtueller Maschinen aus.
Viele Virtualisierungs‑Backup‑Lösungen sind auf CBT angewiesen, um geänderte Blöcke effizient zu ermitteln und inkrementelle Backups durchzuführen.
Ja. Ereignisse wie Abstürze, Änderungen der Festplatten‑Layouts oder Snapshot‑Probleme können die CBT‑Metadaten zurücksetzen.
Zusammengefasst ist das Change‑Block‑Tracking (CBT) eine leistungsstarke Technologie, mit der Backup‑Software ermittelt, welche Blöcke einer virtuellen Festplatte seit dem letzten Backup verändert wurden. Durch die Aktivierung von CBT können Unternehmen die Backup‑Zeit deutlich senken, die E/A‑Auslastung minimieren und die allgemeine Backup‑Effizienz verbessern. Es ist wichtig, dass die virtuelle Maschine die Voraussetzungen erfüllt und dass nach der Aktivierung von CBT ein Voll‑Backup zur Erstellung einer Basis ausgeführt wird. Mit Backup‑Lösungen wie i2Backup lassen sich die Vorteile von CBT in Unternehmensumgebungen zusätzlich maximieren.