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Von: Emma

Was bedeutet Speicherplatzrückgewinnung?

Unter Speicherplatzrückgewinnung versteht man das Zurückgewinnen von Speicher, den das System nicht mehr nutzt, aber noch nicht freigegeben hat. In Virtualisierungs- und Enterprise-Speicherumgebungen, insbesondere bei VMware, Thin Provisioning, SANs und SSDs, bedeutet dies in der Regel, dass das System gelöschte oder ungenutzte Blöcke erkennt und diese wieder dem Speicherpool zuführt.

Das Löschen einer Datei oder eines Datenbankeintrags gibt nicht immer den physischen Speicher frei; das System markiert diesen Bereich lediglich als „verfügbar“, ohne die Festplattengröße zu verringern.

Eine 100-GB-Datenbank kann nur 60 GB an tatsächlichen Daten enthalten, belegt aber trotzdem die vollen 100 GB auf dem Datenträger. Eine echte Speicherplatzrückgewinnung geht einen Schritt weiter: Sie konsolidiert Daten, verkleinert diese Container und gibt ungenutzte Kapazitäten an das Betriebssystem oder den Speicherpool zurück.

So geben Sie Speicherplatz auf Betriebssystemen frei

Die Verwaltung des lokalen Speichers ist oft der erste Ansatzpunkt. Ob auf einem Desktop oder Server – eine Kombination aus integrierten Tools und manueller Bereinigung hilft, Festplattenspeicher unter Windows, macOS und Linux freizugeben.

Speicherplatzrückgewinnung unter Windows

Egal ob Sie unter Windows 10 oder Windows 11 Speicherplatz freigeben möchten, die nachfolgenden integrierten Tools decken die meisten Anforderungen ab.

  1. Hauptmethoden
  • Storage Sense verwenden: Navigieren Sie zu Einstellungen > System > Speicher und aktivieren Sie den Schalter Ein. Windows löscht automatisch temporäre Dateien und leert den Papierkorb nach einem festgelegten Zeitplan.

Speicherplatzrückgewinnung Windows Storage Sense

  • Laufwerksbereinigung ausführen: Suchen Sie in der Taskleiste nach Laufwerksbereinigung und wählen Sie Systemdateien bereinigen. Damit werden alte Windows-Update-Dateien, Delivery-Optimization-Dateien und Systemprotokolle entfernt.

Windows Laufwerksbereinigung

  • Nicht genutzte Apps deinstallieren: Gehen Sie zu Einstellungen > Apps und sortieren Sie nach Größe. Entfernen Sie alle großen Programme, die Sie nicht mehr benötigen.

Nicht benötigte Windows-Anwendungen deinstallieren

  • Temporäre Dateien löschen: Klicken Sie im Bereich Speicher auf Temporäre Dateien. Markieren Sie Einträge wie Bereinigung von Windows-Updates und Temporäre Internetdateien und klicken Sie anschließend auf Dateien entfernen.

Temporäre Dateien unter Windows löschen

  1. Erweiterte & manuelle Bereinigung
  • Papierkorb leeren: Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Desktop-Symbol und wählen Sie Papierkorb leeren. Gelöschte Dateien verbleiben auf der Festplatte, bis dieser Schritt ausgeführt wird.
  • Temporäre Dateien manuell bereinigen: Drücken Sie Win+R, geben Sie %temp% ein und bestätigen Sie mit Eingabe. Markieren Sie alle Dateien und löschen Sie sie.

Manuelles Leeren des Temp-Ordners Windows

  • Ruhezustand deaktivieren: Wenn Sie den Ruhezustand nicht nutzen, öffnen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator und führen Sie den Befehl powercfg -h off aus. Dadurch wird die Datei hiberfil.sys entfernt, die mehrere Gigabyte groß sein kann.
  1. Empfohlene Tools
  • Storage Sense: integriert, automatisiert, keine zusätzliche Konfiguration erforderlich.
  • Laufwerksbereinigung: integriertes Alt-Tool für tiefgreifende Systembereinigungen.
  • WinDirStat: Kostenloses Open-Source-Tool mit visueller Festplattenkarte; ideal zum schnellen Auffinden großer Ordner.

Speicherplatzrückgewinnung unter macOS

macOS bietet leistungsstarke integrierte Tools zur Übersicht der Speichernutzung und zum Auslagern nicht benötigter Daten.

  1. Hauptmethoden
  • Speicherempfehlungen prüfen: Gehen Sie zu Systemeinstellungen > Allgemein > Speicher. Dort erhalten Sie eine vollständige Aufteilung der Speichernutzung mit Ein-Klick-Bereinigungsvorschlägen.
  • Speicher optimieren aktivieren: Diese iCloud-Funktion verschiebt ältere Dateien in die Cloud und hält sie nur bei Bedarf lokal vor.
  • Alte Geräte-Sicherungen löschen: Öffnen Sie den Finder, wählen Sie Ihr iPhone oder iPad aus und klicken Sie auf Sicherungen verwalten. Alte Sicherungen können unbemerkt Dutzende Gigabyte belegen.
  1. Erweiterte Bereinigung
  • App-Caches leeren: Drücken Sie im Finder Cmd+Shift+G und navigieren Sie zu ~/Library/Caches. Löschen Sie die Ordner von Anwendungen, die Sie nicht mehr nutzen.
  • Große Ordner komprimieren: Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen Ordner und wählen Sie Komprimieren, um ein kleineres ZIP-Archiv zu erstellen – praktisch, wenn Sie Daten aufbewahren, ohne viel Speicher zu belegen.
  • Entwickler-Rückstände entfernen: Wenn Sie Xcode verwenden, löschen Sie alte abgeleitete Daten und Simulator-Dateien. Diese sind eine häufige Quelle verborgener Speicherauslastung.
  1. Empfohlene Tools
  • Speicherverwaltung: Offizielles Apple-Dienstprogramm, integriert in die Systemeinstellungen.
  • GrandPerspective: Kostenloses Open-Source-Tool mit visueller Baumkarte aller Dateien.

Speicherplatzrückgewinnung unter Linux

Unter Linux lassen sich mit wenigen gezielten Befehlen überraschend große Mengen Festplattenspeicher mit geringem Aufwand zurückgewinnen.

  1. Zuerst prüfen, was Speicher belegt
  • df -h: Zeigt die Speichernutzung aller eingehängten Dateisysteme in leserlichem Format an.
  • du -sh /*: Gibt die Gesamtgröße jedes Hauptverzeichnisses aus.
  • ncdu: Interaktives terminalbasiertes Festplattenanalyse-Tool; installierbar über Ihren Paketmanager.
  1. Wichtigste Bereinigungsmethoden
  • Paket-Cache bereinigen:
    • Debian/Ubuntu: sudo apt clean && sudo apt autoremove
    • RHEL/Fedora: sudo dnf clean all
    • Arch: sudo pacman -Sc
  • Protokolldateien rotieren: Wenn Systemjournale stark angewachsen sind, führen Sie sudo journalctl --vacuum-size=200M aus, um diese zu kürzen.
  • Große Dateien finden: Führen Sie find / -type f -size +500M aus, um einzelne Dateien mit über 500 MB Größe zu lokalisieren.
  1. Empfohlene Tools
  • ncdu: Zuverlässiges interaktives Terminal-Tool zur Festplattenanalyse.
  • BleachBit: Open-Source-GUI-Bereiniger, plattformübergreifend nutzbar.
  • fdupes: Befehlszeilentool zum Auffinden und Entfernen doppelter Dateien.

Speicherplatzrückgewinnung in Datenbanken

Das Löschen von Daten in einer Datenbank verkleinert die Dateien auf der Festplatte nicht automatisch. Die meisten Datenbank-Engines behalten diesen freigewordenen Speicher intern und hinterlassen leere Lücken, an denen zuvor gelöschte Datensätze lagen – statt den Speicher an das Betriebssystem zurückzugeben. Um diesen Platz zurückzugewinnen, ist ein zusätzlicher Schritt nach einem einfachen DELETE-Befehl erforderlich.

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Bild © MySQL

Speicherplatzrückgewinnung bei MySQL

Bei Verwendung der InnoDB-Engine verkleinert MySQL seine Datendateien (.ibd oder ibdata1) nach einem DELETE-Befehl nicht. Der Speicher wird als wiederverwendbar markiert, bleibt aber auf dem Datenträger belegt.

  • Tabellen neu erstellen: Führen Sie OPTIMIZE TABLE Tabellenname aus, um die Tabelle neu aufzubauen und fragmentierten Speicher zurückzugewinnen.
Hinweis: Dieser Vorgang sperrt die Tabelle während der Ausführung. Führen Sie den Befehl in einem geplanten Wartungsfenster aus.
  • Datei-pro-Tabelle aktivieren: Stellen Sie sicher, dass innodb_file_per_table aktiviert ist. Dadurch erhält jede Tabelle eine eigene .ibd-Datei, was die Speicherplatzrückgewinnung stark vereinfacht, wenn eine Tabelle gekürzt oder gelöscht wird.
  • Binärprotokolle bereinigen: Binärprotokolle können mit der Zeit stark anwachsen, wenn sie unverwaltet bleiben. Nutzen Sie PURGE BINARY LOGS BEFORE 'Datum', um Protokolle zu entfernen, die nicht mehr für Replikation oder Wiederherstellung benötigt werden.
  • Archivieren vor der Optimierung: Nutzen Sie SHOW TABLE STATUS, um große Tabellen zu identifizieren. Verschieben Sie historische Daten zuerst auf Kalt-Speicher. Dadurch wird die Optimierung effektiver und Ihr aktiver Datensatz bleibt schlank. Vor dem Archivieren sollten Sie sicherstellen, dass Sie eine zuverlässige Möglichkeit zur Sicherung Ihrer MySQL-Datenbank haben, falls während des Vorgangs Fehler auftreten.

Speicherplatzrückgewinnung bei PostgreSQL

PostgreSQL nutzt ein Nebenläufigkeitsmodell namens MVCC (Multi-Version Concurrency Control). Wenn eine Zeile aktualisiert oder gelöscht wird, verbleibt die alte Version als „Dead Tuple“ auf dem Datenträger, bis sie explizit bereinigt wird.

postgresql

    • VACUUM: Die Ausführung von VACUUM löscht Dead Tuples und macht diesen Speicher innerhalb derselben Tabelle wiederverwendbar. Es gibt den Speicher nicht an das Betriebssystem zurück.
    • VACUUM FULL: Nutzen Sie VACUUM FULL, um die eigentliche Dateigröße der Tabelle auf dem Datenträger zu verringern. Es schreibt die Tabelle neu, ohne die vorhandenen Lücken.
Hinweis: Dieser Vorgang erfordert eine exklusive Sperre der Tabelle, sodass diese bis zum Abschluss des Prozesses nicht verfügbar ist. Es wird empfohlen, den Vorgang in einem Wartungsfenster durchzuführen.
  • ANALYZE: Nach einer umfangreichen Bereinigung führen Sie ANALYZE aus, um die Statistiken des Abfrageplaners zu aktualisieren. Dadurch trifft die Datenbank bessere Entscheidungen zur Ausführung von Abfragen auf den aktualisierten Daten.
  • Autovacuum optimieren: Prüfen Sie die Einstellungen für autovacuum_vacuum_scale_factor. Bei großen Tabellen lösen die Standardwerte die Bereinigung ggf. nicht häufig genug aus, sodass Dead Tuples mit der Zeit anwachsen.

Enterprise-Datenbanken (SQL Server / Oracle)

Enterprise-Datenbanken folgen dem gleichen Prinzip – gelöschte Daten geben nicht automatisch Festplattenspeicher frei – aber die Tools und Vorgehensweisen unterscheiden sich je Plattform.

  • SQL Server: Nutzen Sie DBCC SHRINKFILE, um die Größe einer Datenbankdatei zu verringern. Verwenden Sie den Befehl jedoch sparsam; häufiges Verkleinern kann Index-Fragmentierung verursachen und die Abfrageleistung beeinträchtigen. Das Neuaufbauen von Indizes ist oft der bessere erste Schritt, um interne Datenaufblähungen zu minimieren.
  • Oracle: Nutzen Sie DBMS_SPACE.UNUSED_SPACE, um Bereiche mit verschwendetem Speicher zu ermitteln. Führen Sie anschließend ALTER TABLE ... MOVE und danach ALTER INDEX ... REBUILD aus, um Daten zu konsolidieren und die Segmente zu verkleinern.
  • Immer archivieren vor der Speicherplatzrückgewinnung: Löschen oder geben Sie keinen Speicher frei, ohne eine klare Aufbewahrungsrichtlinie festgelegt zu haben. Archivieren Sie Daten zuerst, um Compliance-Anforderungen einzuhalten, bevor Sie mit der Bereinigung beginnen.

Speicherplatzrückgewinnung in Cloud-Speichern

In Cloud-Umgebungen steigen die Speicherkosten direkt proportional zur gespeicherten Datenmenge. Die Kostenverwaltung geht über das manuelle Löschen hinaus; es erfordert die Einrichtung automatisierter Richtlinien zum Verschieben, Ablaufen oder Entfernen von Daten über Speichertiers hinweg, bevor die Kostenrechnung ansteigt.

AWS S3, Azure Blob & Google Cloud Storage

Alle drei großen Cloud-Anbieter bieten Lebenszyklus-Tools, um zu automatisieren, wie lange Daten in jedem Speichertier verbleiben und wann sie entfernt werden.

  • Lebenszyklus-Richtlinien einrichten: Verschieben Sie Daten automatisch von teurem Hot-Speicher auf kostengünstigeren Kalt-Speicher oder löschen Sie sie nach einem festgelegten Zeitraum.
    • AWS S3: Nutzen Sie S3-Lebenszyklus-Regeln, um Objekte nach 30 Tagen nach S3 Glacier zu verschieben oder nach einem Jahr ablaufen zu lassen.
    • Azure Blob: Wenden Sie Lebenszyklus-Verwaltungsrichtlinien an, um Blobs in das Archiv-Tier zu verschieben oder anhand des letzten Änderungsdatums zu löschen. Wenn Sie zudem Azure SQL-Datenbanken schützen möchten, lesen Sie, wie Sie Azure-Datenbanksicherungen zusammen mit Ihren Speicherrichtlinien einrichten.
    • Google Cloud Storage: Konfigurieren Sie die Objekt-Lebenszyklus-Verwaltung, um automatische Wechsel der Speicherklassen durchzuführen.
  • Veraltete Objekte bereinigen: Scannen Sie Ihre Buckets regelmäßig nach veralteten Sicherungen, alten Protokolldateien und unvollständigen mehrteiligen Uploads, die nie abgeschlossen wurden. Diese werden leicht übersehen, summieren sich aber schnell zu hohem Speicherverbrauch.
  • Versionsverwaltung sorgfältig verwalten: Die Versionsverwaltung schützt vor versehentlichem Löschen, aber jede Änderung erzeugt eine neue Kopie. Legen Sie eine Richtlinie fest, um ältere Versionen nach einer definierten Anzahl von Tagen automatisch zu löschen und die Speichernutzung im Griff zu behalten.
  • Speicheranalysen nutzen: Tools wie AWS Cost Explorer, Azure Storage Analytics und GCP Cloud Monitoring zeigen Ihnen genau, welche Buckets oder Container den meisten Speicher belegen – hilfreich zur Priorisierung der Bereinigungsbereiche.
  • Vor dem Hochladen komprimieren: Bei textlastigen Daten wie CSV-, JSON- oder Protokolldateien komprimieren Sie diese vor dem Upload mit Gzip oder Zstandard. Dadurch sinken sowohl der Speicherbedarf als auch die Datenübertragungskosten beim späteren Abrufen der Dateien.

Bewährte Vorgehensweisen für eine effektive Speicherplatzrückgewinnung

Eine fehlerhafte Speicherbereinigung kann Datenverlust oder Leistungseinbußen nach sich ziehen. Diese Praktiken helfen, Speicherprobleme frühzeitig zu erkennen und eine zuverlässige Strategie zur Speicherplatzrückgewinnung aufrechtzuerhalten.

  • Zuerst den Papierkorb leeren: Gelöschte Dateien verbleiben auf dem Datenträger, bis Sie den Papierkorb (Windows) oder den Mülleimer (macOS/Linux) leeren. Das ist ein leicht vergessener Schritt, ohne den tatsächlich kein Speicher freigegeben wird.
  • Gehen Sie nicht davon aus, dass Löschen ausreicht: Ein DELETE-Befehl in einer Datenbank gibt keinen physischen Festplattenspeicher frei. Führen Sie stets nachträglich VACUUM FULL unter PostgreSQL oder OPTIMIZE TABLE unter MySQL aus, um die Kapazität an das Betriebssystem zurückzugeben.
  • Cloud-Speicher regelmäßig prüfen: Überprüfen Sie Ihre Buckets quartalsweise auf veraltete Sicherungen, redundante Versionen und verwaiste Dateien. Diese sammeln sich unbemerkt an und können die Kosten unbemerkt in die Höhe treiben.
  • Einen festen Bereinigungsrhythmus etablieren: Monatliche Systemwartung, quartalsweise Datenbankoptimierung und automatische Cloud-Verschiebungen durch Lebenszyklus-Richtlinien.
  • Archivieren vor dem endgültigen Löschen: Wenn Daten selten abgerufen, aber noch für Compliance oder Betriebszwecke benötigt werden, verschieben Sie sie auf Kalt-Speicher oder komprimieren Sie sie, statt sie dauerhaft zu löschen.
  • Vor der Bereinigung sichern: Bevor Sie aufwendige Aufgaben wie das Verkleinern von Datenbankdateien oder das Bereinigen großer Systemprotokolle ausführen, stellen Sie sicher, dass eine vollständige Sicherung vorhanden ist. Eine Speicherplatzrückgewinnung lässt sich kaum rückgängig machen.

Vor der Speicherplatzrückgewinnung: Stellen Sie sicher, dass Ihre Daten geschützt sind

Die in dieser Anleitung vorgestellten Bereinigungsmethoden wie das Verkleinern von Datenbankdateien, das Bereinigen von Systemprotokollen und das Entfernen von Cloud-Objekten lassen sich schwer oder gar nicht rückgängig machen. Bevor Sie einen dieser Vorgänge starten, müssen Sie sicherstellen, dass Ihre Daten gesichert sind.

Bei einzelnen Geräten oder kleinen Umgebungen kann eine manuelle Sicherung ausreichen. In Enterprise-Umgebungen mit mehreren Betriebssystemen, Datenbanken und Cloud-Plattformen wird die manuelle Verwaltung von Sicherungen über alle Ebenen jedoch schnell unpraktikabel. Hier kommt eine spezielle Lösung wie i2Backup ins Spiel.

Hauptfunktionen von i2Backup

i2Backup ist eine Enterprise-Sicherungsplattform, die alle in dieser Anleitung behandelten Workloads schützt – von physischen Servern und virtuellen Maschinen bis hin zu Datenbanken und Cloud-Speichern.

  • Plattformübergreifender Schutz aus einer zentralen Oberfläche: i2Backup unterstützt Windows, Linux, VMware, Hyper-V sowie gängige Datenbanken wie Oracle, MySQL, SQL Server und PostgreSQL. Statt separate Sicherungsabläufe für jede Umgebung zu verwalten, lassen sich alle Vorgänge über eine zentrale webbasierte Konsole steuern – dies löst die Komplexität der plattformübergreifenden Bereinigung heterogener Systeme.
  • Automatisierte Aufbewahrungsverwaltung und intelligente Bereinigung: Genau wie Datenbanken nachträgliche Befehle wie VACUUM FULL oder OPTIMIZE TABLE benötigen, um Speicher freizugeben, erfordert auch der Sicherungsspeicher eine aktive Verwaltung. Mit i2Backup definieren Sie Aufbewahrungsregeln, sodass veraltete Sicherungen automatisch gelöscht werden – ohne manuelle Eingriffe.
  • Datenbanksicherung mit nahezu null RPO: Für Datenbanken, auf denen Sie eine Speicherplatzrückgewinnung durchführen möchten, zeichnet i2Backup kontinuierlich Wiederholungs- und Archivprotokolle auf und unterstützt Wiederherstellung auf jeden beliebigen Zeitpunkt. Sie können bedenkenlos OPTIMIZE TABLE oder DBCC SHRINKFILE ausführen, da ein exakter Wiederherstellungspunkt vorhanden ist.
  • Sicherung auf mehrere Ziele: i2Backup unterstützt lokale Festplatten, NAS, Bandbibliotheken und Cloud-Speicher und bietet damit dieselbe mehrstufige Flexibilität wie die Lebenszyklus-Richtlinien im Abschnitt zum Cloud-Speicher – angewendet auf Ihre Sicherungen selbst.
  • Sofortige VM-Wiederherstellung: Falls während der Bereinigung einer virtuellen Maschine Fehler auftreten, kann i2Backup eine VM-Sicherung sofort remote auf der Zielplattform einhängen – Ausfallzeiten werden dadurch minimiert, ohne eine vollständige Wiederherstellung abwarten zu müssen.

Die Speicherplatzrückgewinnung ist ein notwendiger Teil der Speicherverwaltung, birgt aber echte Risiken, insbesondere auf Datenbank- und Systemebene. Eine zuverlässige Sicherung stellt sicher, dass im Fehlerfall die Wiederherstellung innerhalb weniger Minuten statt Tagen möglich ist.

60-tägige kostenlose Testversion

Häufig gestellte Fragen

F1: Was bedeutet Speicherplatzrückgewinnung?

Unter Speicherplatzrückgewinnung versteht man das Zurückgewinnen von Speicher, der nach dem Löschen von Daten noch auf dem Datenträger belegt ist. Das bloße Löschen von Dateien oder Datenbankeinträgen reicht oft nicht aus – zusätzliche Schritte wie das Leeren des Papierkorbs, die Ausführung von VACUUM FULL oder die Einrichtung von Cloud-Lebenszyklus-Richtlinien sind erforderlich, um den Speicher vollständig freizugeben.

 

F2: Wie gebe ich Festplattenspeicher auf meinem Computer kostenlos frei?

Alle benötigten Tools sind bereits integriert. Unter Windows nutzen Sie Storage Sense oder die Laufwerksbereinigung. Unter macOS navigieren Sie zu Systemeinstellungen > Allgemein > Speicher. Unter Linux starten Sie mit dem Befehl sudo apt clean && sudo apt autoremove. Es ist keine kostenpflichtige Software erforderlich.

 

F3: Ist die Laufwerksbereinigung empfehlenswert?

Ja. Sie entfernt sicher temporäre Dateien, alte Update-Dateien und Systemprotokolle, die keinen dauerhaften Nutzen haben. Führen Sie Systemdateien bereinigen für eine tiefgreifendere Bereinigung aus. Beachten Sie jedoch, dass sie nur die Betriebssystemebene abdeckt; Datenbanken und Cloud-Speicher erfordern separate Maßnahmen.

 

F4: Was sollte ich zuerst löschen, um Speicher freizugeben?

Beginnen Sie mit temporären Dateien, alten Systemupdates und nicht genutzten Anwendungen – diese sind groß, risikolos und einfach zu entfernen. Bei Datenbanken archivieren Sie zuerst alte Daten, bevor Sie optimieren. Bei Cloud-Speichern entfernen Sie zuerst veraltete Sicherungen und unvollständige Uploads.

Fazit

Die Rückgewinnung von Speicherplatz ist ein mehrschichtiger Vorgang. Das Leeren des Papierkorbs deckt die Grundlagen ab, aber Datenbankdateien, Cloud-Buckets und Systemprotokolle erfordern jeweils eigene Bereinigungsmethoden, wie in dieser Anleitung erläutert.

Der Schlüssel liegt darin, daraus einen regelmäßigen Ablauf zu machen statt einer einmaligen Korrektur. Richten Sie Lebenszyklus-Richtlinien für Cloud-Speicher ein, planen Sie quartalsweise Datenbankoptimierungen und führen Sie monatlich Systembereinigungen durch. Vor jeder umfangreichen Speicherplatzrückgewinnung sichern Sie zunächst Ihre Daten.

Für Teams mit komplexen Umgebungen auf mehreren Plattformen bietet i2Backup von Info2soft eine automatisierte Schutzschicht, die Bereinigungen in jeder Umgebungsgröße sicher durchführbar macht.

Keine Kurzbiografie vorhanden

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