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Wenn Sie Ubuntu verwenden – eine der weltweit beliebtesten Debian‑basierten Linux‑Distributionen für Desktops, Server, Cloud‑Infrastrukturen und IoT‑Geräte – ist die Kenntnis Ihrer genauen Ubuntu‑Version unerlässlich. Ob Sie Drittsoftware installieren, Systemprobleme beheben, wichtige Sicherheitsupdates einspielen oder einen VPS‑Server verwalten: Inkompatible Versionen können Fehler, defekte Pakete und Sicherheitslücken verursachen.
Das Überprüfen der Ubuntu‑Version geht schnell und einfach, sowohl für Einsteiger (GUI‑Klick‑Bedienung) als auch für Power‑User und Administratoren (Terminal‑Befehle). In diesem Leitfaden stellen wir alle zuverlässigen Methoden zur Ermittlung Ihrer Ubuntu‑Betriebssystemversion vor, ergänzt um einen Zusatzabschnitt zur Prüfung der Kernel‑Version (eine häufige Fehlerquelle) sowie praktische Tipps zur Verwaltung Ihrer Ubuntu‑Installation.
Wir haben jede Methode mit den aktuellen Ubuntu‑LTS‑Versionen getestet (24.04 Noble Numbat, 22.04 Jammy Jellyfish, 20.04 Focal Fossa) und sie funktionieren für alle modernen Ubuntu‑Releases – fortgeschrittene technische Kenntnisse sind nicht erforderlich!
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Bevor Sie beginnen, benötigen Sie nur zwei Dinge (bei Verwendung des Terminals ist das zweite optional):
Sudo‑Berechtigungen werden nur benötigt, wenn Sie das Tool Neofetch (ein visuelles Kommandozeilen‑Hilfsprogramm) installieren möchten; alle grundlegenden Befehle zur Versionsprüfung funktionieren ohne Root‑Zugriff.
Die GUI‑Methode eignet sich hervorragend für neue Ubuntu‑Desktop‑Benutzer, die Klick‑Bedienung dem Terminal vorziehen. Sie funktioniert bei allen modernen Ubuntu‑Releases (ab 18.04) und dauert maximal 10 Sekunden.
Hier die Schritt‑für‑Schritt‑Anleitung:
1. Klicken Sie auf das Symbol „Anwendungen anzeigen“ (neun Punkte) in der unteren linken Ecke Ihres Ubuntu‑Desktops.
2. Geben Sie in der Suchleiste „Einstellungen“ ein und öffnen Sie die Einstellungen‑App.
3. Scrollen Sie in der Seitenleiste ganz nach unten und wählen Sie „Info“ aus.
4. Ihre Ubuntu‑Version wird unter der Bezeichnung Betriebssystem angezeigt (z. B. Ubuntu 24.04 LTS, Ubuntu 22.04.5 LTS).
Für Ubuntu‑Server‑Benutzer (headless‑Systeme ohne GUI), Entwickler und Power‑User ist das Terminal die schnellste Möglichkeit zur Versionsprüfung. Alle Terminal‑Methoden beginnen mit demselben einfachen Schritt: Öffnen Sie das Terminal mit der Tastenkombination Strg + Alt + T (Desktop) oder stellen Sie über SSH eine Verbindung zum Server her.
Im Folgenden finden Sie 6 zuverlässige Terminal‑Befehle – darunter die einfachste Variante, die detaillierte Ausgabe und eine visuelle Option (Neofetch) – sowie einen Zusatzbefehl zur Prüfung der Kernel‑Version.
Das Hilfsprogramm lsb_release ist der De‑facto‑Standard zum Abrufen von Linux‑Distribution‑Details und ist bei fast allen Ubuntu‑Versionen vorinstalliert. Verwenden Sie diese Varianten, um genau die benötigten Informationen ohne überflüssige Zusatzdaten zu erhalten:
Problembehandlung: Falls lsb_release fehlt (selten), installieren Sie es mit:
sudo apt install lsb-release -y
Die Datei /etc/os‑release ist eine Systemdatei mit umfassenden Betriebssystem‑Metadaten und ist kompatibel mit Ubuntu 16.04 und allen neueren Versionen. Sie eignet sich optimal, um vollständige Versionsdaten (einschließlich Codename und offiziellen Ubuntu‑Support‑Links) ohne zusätzliche Tools abzurufen.
Führen Sie diesen Befehl aus, um den Inhalt der Datei anzuzeigen:
cat /etc/os-release
Für eine extrem schnelle Prüfung ohne Zusatzinformationen ist die Datei /etc/issue geeignet. Sie zeigt ausschließlich Ihre Ubuntu‑Version an (kein Codename, keine Links, keine Zusatzdaten) und ist auf allen Ubuntu‑Systemen vorinstalliert.
Führen Sie diesen Befehl aus:
cat /etc/issue
Beispielausgabe: Ubuntu 24.04 LTS \n \l
Der Befehl hostnamectl dient normalerweise zum Festlegen oder Ändern des Hostnamens des Ubuntu‑Systems, gibt aber zudem eine kompakte Übersicht der Systemdaten aus – darunter Ubuntu‑Version, Kernel‑Version, Architektur und Virtualisierungstyp. Eine Installation ist nicht erforderlich, ideal für Server‑Administratoren.
Führen Sie diesen Befehl aus:
hostnamectl
Ihre Ubuntu‑Version wird unter der Bezeichnung Operating System angezeigt (z. B. Operating System: Ubuntu 24.04 LTS).
Neofetch ist ein beliebtes Bash‑basiertes Kommandozeilentool, das farbige visuelle Systeminformationen ausgibt (u. a. Ubuntu‑Version, Kernel, Arbeitsspeicher, CPU, Terminal und sogar das Logo der Distribution). Es eignet sich für Anwender, die eine ansprechende Ausgabe wünschen, und lässt sich einfach unter Ubuntu installieren.
So installieren und verwenden Sie Neofetch:
1. Aktualisieren Sie den Ubuntu‑Paketindex:
sudo apt update
2. Installieren Sie Neofetch:
sudo apt install neofetch -y
3. Starten Sie Neofetch, um Ihre Ubuntu‑Version einzusehen (oben prominent angezeigt):
neofetch
Ein häufiger Fehler ist die Verwechslung von Ubuntu‑Betriebssystemversion und Linux‑Kernel‑Version – es handelt sich um zwei unterschiedliche Werte! Der Kernel ist der Kern des Betriebssystems, der Hardware, Arbeitsspeicher und Prozesse verwaltet, während die Betriebssystemversion die offizielle Veröffentlichung von Ubuntu beschreibt (gepflegt von Canonical).
Um Ihre Ubuntu‑Kernel‑Version zu prüfen (wichtig für die Hardware‑Kompatibilität), führen Sie diesen einfachen Befehl aus:
uname -r
Beispielausgabe: 6.8.0‑65‑generic
Wichtiger Unterschied: Ubuntu‑Betriebssystemversion vs. Kernel‑Version
Die beiden Werte werden leicht verwechselt – hier eine einfache Analogie zur Unterscheidung:
Ihre Ubuntu‑Betriebssystemversion entspricht dem Betriebssystem eines Smartphones (z. B. Android 14), die Kernel‑Version ist vergleichbar mit dem Motor des Geräts, der alle Hintergrundvorgänge steuert.
Nun, da Sie wissen, wie Sie die Ubuntu‑Version abfragen, helfen Ihnen diese Tipps, Ihr System sicher, aktuell und stabil zu halten:
1. Erstellen Sie einen Terminal‑Alias für eine schnelle Versionsabfrage: Fügen Sie alias ubuversion=’lsb_release -a‘ in die Datei ~/.bashrc ein und führen Sie anschließend source ~/.bashrc aus. Ab sofort können Sie jederzeit mit der Eingabe ubuversion Ihre Ubuntu‑Version abrufen.
2. Aktualisieren Sie auf die neueste LTS‑Version: Bei älteren Nicht‑LTS‑Versionen führen Sie das Upgrade mit sudo do‑release‑upgrade durch (sichern Sie zuvor immer Ihre Daten!).
3. Halten Sie Sicherheitsupdates ein: Führen Sie regelmäßig sudo apt update && sudo apt upgrade -y aus, um wichtige Sicherheits‑ und Fehlerkorrekturen einzuspielen.
4. Kurzlink für die Serververwaltung: Für Ubuntu‑Cloud‑ und VPS‑Server können Sie Tools nutzen, um die Ubuntu‑Version (und den Server) über ein einfaches Web‑Dashboard zu verwalten – ohne Terminal.
5. Beachten Sie LTS‑ gegenüber Nicht‑LTS‑Versionen: Nutzen Sie für Desktops und Server bevorzugt LTS‑Versionen (z. B. 24.04, 22.04), diese bieten Langzeitsupport; Nicht‑LTS‑Versionen werden nur 9 Monate unterstützt.
1. Wie prüfe ich, ob mein Ubuntu 32‑Bit oder 64‑Bit ist?
2. Ist lsb_release bei allen Ubuntu‑Versionen standardmäßig installiert?
Ja, es ist bei fast allen Ubuntu‑Versionen (Desktop und Server) vorinstalliert. Falls es fehlt, installieren Sie es mit sudo apt install lsb‑release -y.
3. Kann ich die Ubuntu‑Version auf einem headless‑Server (ohne GUI) prüfen?
Selbstverständlich! Alle Terminal‑Methoden (1‑5) funktionieren für headless‑Ubuntu‑Server – stellen Sie einfach per SSH eine Verbindung zum Server her und führen Sie die Befehle aus.
4. Wie lange wird eine Ubuntu‑LTS‑Version unterstützt?
Canonical stellt für alle Ubuntu‑LTS‑Versionen (Desktop, Server, Cloud) 10 Jahre lang Sicherheits‑ und Wartungsupdates zur Verfügung. Nicht‑LTS‑Versionen werden nur 9 Monate unterstützt.
Für Unternehmen, die Ubuntu auf physischen Servern, virtuellen Maschinen oder in Cloud‑Umgebungen betreiben, ist die Prüfung der Betriebssystemversion nur der erste Schritt. Zuverlässige Backup‑ und Wiederherstellungsfunktionen sind ebenso wichtig für Systemaktualisierungen, Sicherheits‑Patches, Migrationen und Notfallwiederherstellungen.
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Das Überprüfen der Ubuntu‑Version ist eine grundlegende, aber unverzichtbare Fähigkeit für jeden Ubuntu‑Benutzer – egal ob Einsteiger am Desktop oder erfahrener Server‑Administrator. In diesem Leitfaden haben wir alle zuverlässigen Methoden vorgestellt:
Egal, welche Methode Sie wählen: Die wichtigste Erkenntnis ist, dass die Kenntnis Ihrer Ubuntu‑Version Software‑Kompatibilität gewährleistet, Ihr System schützt und die Fehlerbehebung deutlich vereinfacht. Für die meisten Benutzer sind lsb_release -a (Terminal) oder Einstellungen > Info (GUI) die bevorzugten Optionen – einfach, schnell und zuverlässig.
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