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Daten sind das Lebenselixier von Organisationen und Unternehmen. Mit dem steigenden Wert der Daten sind jedoch auch die Bedrohungen für diese immer ausgefeilter geworden. Herkömmliche Sicherungsstrategien reichen nicht mehr aus.
Laut aktuellen Branchenberichten zielen heute nahezu 89 % aller Ransomware‑Angriffe gezielt auf Sicherungsspeicher ab. Cyberkriminelle wissen: Wenn sie zuerst Ihre Backups zerstören oder verschlüsseln können, verlieren Sie Ihre Verhandlungsposition und zahlen mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit das Lösegeld.
An dieser Stelle kommt das unveränderliche Backup ins Spiel. Es hilft Organisationen sicherzustellen, dass Daten unabhängig von Angriffen unveränderlich und wiederherstellbar bleiben.
Kurz gesagt: Ein unveränderliches Backup ist eine Datenkopie, die für einen festgelegten Zeitraum weder geändert, gelöscht noch überschrieben werden kann. Im Gegensatz zu herkömmlichen, änderbaren Backups sind unveränderliche Daten „manipulationssicher“. Selbst wenn ein Angreifer Administratorzugriff erhält, bleiben Ihre historischen Datensätze intakt.
Die Grundlage der meisten Lösungen für unveränderliche Backups ist die WORM‑Technologie. WORM steht für „Write Once, Read Many“ (Einmal schreiben, beliebig oft lesen). Werden Daten auf ein Speichermedium mit WORM‑Eigenschaften geschrieben, verhindern Hardware oder Software weitere Änderungen an diesen Datenblöcken. Sie können die Daten beliebig oft für Wiederherstellungen oder Audits auslesen – Schreib‑ oder Löschfunktionen sind hingegen bis zum Ablauf der Aufbewahrungsfrist physisch oder logisch deaktiviert.
Grundsätzlich lässt sich die Unveränderlichkeit von Datensicherungen entweder logisch oder physisch herstellen.
Im Kern erzeugt eine Lösung für unveränderliche Backups eine „digitale Tresorstelle“, in der Daten zeitlich festgelegt eingefroren werden. Dies wird durch eine Kombination aus richtlinienbasierten Sperren, strengen Zugriffsmodi und kontinuierlichen Integritätsprüfungen erreicht.
Die Grundlage der Unveränderlichkeit ist die Aufbewahrungsrichtlinie. Beim Anlegen eines Sicherungsauftrags wird den Daten eine festgelegte Sperrdauer zugewiesen (z. B. 30, 60 oder 90 Tage). Sobald die Daten in den Speicher geschrieben sind, wendet das System eine Zeitstempelsperre an. Während dieses Zeitfensters werden alle Befehle zum Löschen oder Bearbeiten von Dateien automatisch von der Speicherebene abgelehnt.
Die Zeitangabe ist absolut: Selbst wenn ein Benutzer versucht, die Systemzeit zu manipulieren, nutzen fortgeschrittene Lösungen für unveränderliche Backups eine unabhängige Hardware‑Uhr oder das NTP‑Protokoll, um den Schutz der Daten bis genau zum Ablauf der Richtlinie sicherzustellen.
Die meisten professionellen Lösungen für unveränderliche Backups bieten zwei unterschiedliche Schutzstufen, um Sicherheit und betriebliche Flexibilität miteinander abzuwägen:
Um die Sicherheit der Datensicherung zu gewährleisten, muss das System stillschweigende Datenkorruption, auch als „Bit‑Rost“ bezeichnet, verhindern. Dies geschieht mithilfe von Prüfsummen und Hashing‑Verfahren.
Beim ersten Schreiben der Daten erzeugt das System eine eindeutige kryptografische Signatur (einen Hash‑Wert) für die jeweilige Datei. In regelmäßigen Abständen führt die Sicherungssoftware eine Hintergrundprüfung durch: Dabei wird der Hash‑Wert neu berechnet und mit dem Originalwert verglichen.
Stimmen die Hash‑Werte überein, gilt die Datei als zu 100 % intakt. Da der Speicher unveränderlich ist, erkennt das System bei einer Abweichung der Prüfsumme einen möglichen Hardwarefehler und alarmiert umgehend die Administratoren, damit die Datei aus einer redundanten Kopie wiederhergestellt werden kann.
In einer Epoche, in der Daten das wertvollste Gut eines Unternehmens sind, sind unveränderliche Backups heute unerlässlich, um Betriebskontinuität, Rechtkonformität und betriebliche Ausfallsicherheit sicherzustellen. Hier die wichtigsten Gründe für die Notwendigkeit von Unveränderlichkeit bei Backups:
1. Der ultimative Schutz vor Ransomware
Herkömmliche Backups gehören zu den ersten Zielen von Ransomware‑Angriffen. Gelingt es dem Angreifer, Ihre Backups zu löschen oder zu verschlüsseln, steht Ihre Organisation vor der Wahl, das Lösegeld zu zahlen oder alle Daten zu verlieren.
Ein unveränderliches Backup wird auf Speicherebene gesperrt. Selbst wenn ein Angreifer die vollständige Kontrolle über Ihr Netzwerk übernimmt, kann er Ihre Wiederherstellungsmöglichkeit nicht zerstören. Dadurch wird die Verhandlungsposition des Angreifers wirkungsvoll aufgehoben.
2. Erfüllung strenger regulatorischer und rechtlicher Vorgaben
Viele Branchen, insbesondere Finanzwesen, Gesundheitswesen und öffentliche Verwaltung, unterliegen strengen Gesetzen zur Datenaufbewahrung. Vorschriften wie DSGVO, HIPAA, FINRA und CJIS verlangen oft, dass Organisationen unveränderbare Datensätze über mehrere Jahre aufbewahren.
3. Schutz vor internen Bedrohungen und menschlichen Fehlern
Nicht jeder Datenverlust geht von externen Hackern aus. Unzufriedene Mitarbeiter mit hohen Zugriffsrechten können Sicherungsspeicher absichtlich löschen und damit den Unternehmensbetrieb stören.
Häufiger kommt es vor, dass IT‑Mitarbeiter im Rahmen von Wartungsarbeiten versehentlich kritische Sicherungsvolumina löschen. Die Unveränderlichkeit von Backups dient als Schutz vor diesen internen Risiken. Sobald Daten gesperrt sind, kann sie niemand – unabhängig von seinen Zugriffsrechten – bis zum Ablauf der Aufbewahrungsfrist löschen.
4. Gewährleistung von Datenintegrität und Datenerhaltung
Neben der Sicherheit steht auch die Datenintegrität im Fokus. Bei Rechtsstreitigkeiten oder historischen Audits müssen Unternehmen nachweisen können, dass vorgelegte Daten die ursprüngliche, unveränderte Fassung sind. Die Backups konservieren den Zustand des Unternehmens zu einem bestimmten Zeitpunkt.
So wird sichergestellt, dass bei einer Wiederherstellung exakt jene Daten zurückgeliefert werden, die ursprünglich gesichert wurden – frei von stillschweigender Korruption oder unbefugten Änderungen.
Die Auswahl der passenden Lösung hängt von der Infrastruktur, dem Budget und den Wiederherstellungszielen Ihrer Organisation ab. Ob cloudorientierter Ansatz, lokale Hardware‑Lösung oder spezialisierte Software‑Lösung: Es gibt mehrere branchenführende Optionen, um Ihre Daten vor Manipulation zu schützen.
Führende Cloud‑Anbieter bieten leistungsstarke, richtlinienbasierte Funktionen für Unveränderlichkeit, die sich nahtlos in moderne Sicherungsworkflows integrieren lassen.
Für Organisationen, die eine physische Datenkopie vor Ort für schnellere Wiederherstellungen bevorzugen, sind hardwarebasierte Lösungen die richtige Wahl.
Info2soft bietet eine leistungsstarke Lösung für unveränderliche Backups an – die i2Backup. Sie vereinfacht die Handhabung: Benutzer können alle kritischen Workloads und Daten zentral sichern und die Backups unveränderlich machen, um böswillige Änderungen oder Löschvorgänge zu verhindern.
Als Unternehmens‑Sicherungslösung verfügt i2Backup über viele leistungsstarke Funktionen zur Gewährleistung von Datensicherheit und Betriebskontinuität.
Wenn Sie eine belastbare, funktionsfähige und kostengünstige Strategie für unveränderliche Backups aufbauen möchten, können Sie sich an folgenden bewährten Verfahren orientieren. Für einen echten Schutz Ihrer Organisation muss die Unveränderlichkeit Teil eines umfassenden strategischen Rahmens sein.
1. Einhaltung der 3‑2‑1‑1‑Sicherungsregel
Die klassische 3‑2‑1‑Regel (3 Datenkopien, 2 unterschiedliche Medien, 1 Kopie an einem externen Standort) ist seit Jahrzehnten Branchenstandard. Aufgrund ausgefeilter Ransomware‑Angriffe hat sich daraus die 3‑2‑1‑1‑Regel entwickelt:
2. Durchsetzung der Mehr‑Faktor‑Authentifizierung (MFA)
Obwohl die Sicherungsdateien selbst gesperrt sind, könnte ein Angreifer mit höchsten Zugriffsrechten auf die Verwaltungskonsole künftige Richtlinien ändern oder die Unveränderlichkeitsfunktion für neue Backups deaktivieren. Deshalb sollten Sie die Mehr‑Faktor‑Authentifizierung in der gesamten Sicherungsinfrastruktur durchsetzen. Ein einzelnes kompromittiertes Passwort reicht dann nicht aus, um Ihre Verteidigung außer Kraft zu setzen.
3. Optimierung der Sperr‑Zyklen
Die Festlegung der passenden Sperrdauer bzw. des Aufbewahrungsfensters erfordert eine Abwägung.
4. Regelmäßige Wiederherstellungsübungen durchführen
Eine Lösung für unveränderliche Backups ist nur dann wertvoll, wenn Sie im Krisenfall tatsächlich daraus wiederherstellen können. Die Unveränderlichkeit kann die Wiederherstellungsworkflows teilweise komplexer machen, z. B. wenn spezielle Entschlüsselungsschlüssel oder isolierte Umgebungen zum Einbinden der „gesperrten“ Daten benötigt werden. Führen Sie quartalsweise Wiederherstellungsübungen durch, um Folgendes sicherzustellen:
Hier die Antworten auf die häufigsten Fragen zum Thema unveränderliche Backups:
F1: Worin besteht der Unterschied zwischen einem unveränderlichen Backup und einem normalen Backup?
A: Der Hauptunterschied liegt in der Veränderbarkeit der Daten.
F2: Was ist der Unterschied zwischen einem unveränderlichen Backup und einem Air‑Gapped‑Backup?
A: Beide dienen dem Schutz vor Ransomware, adressieren aber unterschiedliche Sicherheitsebenen:
Bewährte Vorgehensweise: Die sichersten Umgebungen nutzen beide Verfahren – eine unveränderliche und zusätzlich air‑gapped Kopie (das zweite „1“ der 3‑2‑1‑1‑Regel).
F3: Belegen unveränderliche Backups mehr Speicherplatz?
A: Technisch gesehen hat eine unveränderliche Sicherungsdatei die gleiche Größe wie ein normales Backup. Im Laufe der Zeit kann aber der gesamte Speicherbedarf steigen. Da alte Backups bis zum Ablauf der Sperrdauer nicht gelöscht oder bereinigt werden können, behalten Sie Daten unter Umständen länger vor als bei herkömmlichen rotierenden Sicherungsplänen.
F4: Was, wenn ich die Daten unbedingt vorzeitig löschen muss?
A: Grundsätzlich ist dies nicht möglich. Unveränderliche Backups lassen sich erst löschen, wenn sie wieder veränderbar sind. Das System ist so ausgelegt, dass selbst der Dienstanbieter oder der höchste Administrator die Sperre nicht umgehen kann. Genau das macht diese Abwehr so leistungsstark.
Wenn Sie ein Backup mit i2Backup unveränderlich machen, können Sie die Aufbewahrungsdauer auf einen kurzen Wert, beispielsweise eine Minute, setzen. Danach lassen sich die Backups löschen.
Unveränderliche Backups sind zu einer unverzichtbaren Strategie für die Cybersicherheit geworden. Dadurch, dass Daten nicht verändert oder gelöscht werden können, wehrt man wirkungsvoll Ransomware‑Angriffe sowie Angriffe ab, die wichtige Sicherungsdaten zerstören oder manipulieren wollen.
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