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Von: Dylan

Welches ist die beste Methode für die Echtzeitreplikation mit SQL Server?

Ich muss Daten aus einer DB2-Datenbank in eine SQL Server-Datenbank replizieren – es handelt sich um etwa 80 Tabellen. Ich könnte ein SSIS-Paket erstellen, um die Daten einfach einmalig zu übertragen. Das funktioniert grundsätzlich, allerdings umfasst der Datensatz mehrere Millionen Datensätze, sodass der Vorgang viel Zeit benötigt. Für die Erstbefüllung ist dies noch akzeptabel. Ich benötige aber eine nahezu Echtzeit-Synchronisation, daher ist dieser Ansatz nicht geeignet. Welche ist die beste Vorgehensweise, um Einfügungen, Aktualisierungen und Löschvorgänge von DB2 nach SQL Server zu replizieren?

– Frage aus Stack Overflow

Seit Jahrzehnten ist IBM DB2 eine zuverlässige Plattform für geschäftskritische Prozesse. Im Zuge der digitalen Transformation, der Einführung von Cloud-Infrastrukturen und fortschrittlicher Analytik besteht jedoch ein zunehmender Bedarf, diese wertvollen Daten auf flexiblere und kostengünstigere Plattformen wie Microsoft SQL Server zu übertragen.

Wenn Sie DB2 nach SQL Server replizieren möchten, hilft Ihnen dieser Artikel. Wir liefern einen umfassenden Leitfaden und stellen geeignete Tools sowie Schritt-für-Schritt-Methoden für die Replikation von DB2 nach SQL Server vor.replicate db2 to sql server

Was ist die Replikation von DB2 nach SQL Server?

Bei der Replikation von DB2 nach SQL Server werden Daten aus einer DB2-Datenbank in eine Microsoft SQL Server-Datenbank kopiert. Üblicherweise wird ein Mechanismus eingerichtet, der zunächst eine vollständige Erstübertragung durchführt und anschließend Änderungen (Einfügungen, Aktualisierungen und Löschungen) kontinuierlich zwischen der Quell-DB2-Datenbank und der Ziel-SQL Server-Datenbank synchronisiert.

Da DB2 und SQL Server unterschiedliche Datenbanksysteme sind, spricht man von einer heterogenen Replikation. Meist werden spezielle Drittanbietertools oder herstellerseitige Schnittstellen benötigt, vielfach unter Einsatz von Change Data Capture (CDC). CDC liest das Transaktionsprotokoll der DB2-Quelle, um abgeschlossene Änderungen zu erkennen und auszulesen – mit minimaler Auslastung des Produktivsystems.

Warum wird eine Replikation von DB2 nach SQL Server benötigt?

Unternehmen replizieren Daten aus DB2 nach SQL Server aus mehreren wichtigen geschäftlichen und technischen Gründen:

  1. Auslagerung von Berichten und Analysen: DB2-Datenbanken bewältigen oft dauerhafte umfangreiche Transaktionslasten. Direkte Ausführung komplexer Abfragen für Berichte, Business Intelligence (BI) und Analysen auf dem operativen DB2-System kann geschäftskritische Anwendungen erheblich verlangsamen.
  2. Überarbeitung von Anwendungen: Unternehmen entwickeln häufig neue Anwendungen oder modernisieren alte Systeme mit zeitgemäßen Tools, die gut mit SQL Server zusammenarbeiten. Durch die Replikation können Entwickler mit aktuellen Datenkopien arbeiten, ohne direkt auf das alte DB2-System zugreifen zu müssen.
  3. Standby-System: Die SQL Server-Datenbank kann als nahezu echtzeitfähiger Standort für die Notfallwiederherstellung (Disaster Recovery) dienen. Fällt das primäre DB2-System aus, lassen sich Anwendungen schnell auf die replizierten Daten im SQL Server umleiten, um Ausfallzeiten zu minimieren.
  4. Datenkonsolidierung und -verteilung: Viele Unternehmen verfügen über heterogene IT-Umgebungen: Zentrale Transaktionsdaten liegen in DB2, während Abteilungs- oder regionale Systeme auf SQL Server laufen. Die Replikation unterstützt die Konsolidierung der Daten für eine einheitliche Sicht oder die Verteilung von Daten zur lokalen Verarbeitung.

Methode 1. Replikation von DB2 nach MS SQL Server mit SSMA (einmalige Migration)

SSMA steht für SQL Server Migration Assistant – ein Tool zur Migration von Datenbanken nach SQL Server. Es eignet sich für Projekte mit einmaligen Massenmigrationen. Wenn Sie eine kontinuierliche Echtzeitreplikation benötigen, springen Sie direkt zu Methode 2.

Schritt 1. Besuchen Sie die Downloadseite von Microsoft für SSMA für DB2 und installieren Sie das Tool.

Schritt 2. Suchen Sie auf IBM Fix Central nach dem IBM Data Server-Treiber für ODBC und CLI und laden Sie das IBM Data Server Client-Paket herunter. Dieser Treiber ist erforderlich, um eine Verbindung zu DB2 herzustellen.

Schritt 3. Öffnen Sie SSMA für DB2. Wählen Sie „Datei“ > „Neues Projekt“. Geben Sie dem Projekt einen Namen und wählen Sie SQL Server als Zielplattform aus.

Schritt 4. Klicken Sie auf „Mit DB2 verbinden“. Geben Sie Server-/Hostnamen, Port (üblicherweise 50000 bei DB2), Datenbankname, Benutzer-ID und Passwort ein.

Schritt 5. Klicken Sie anschließend auf „Mit SQL Server verbinden“. Tragen Sie den Servernamen, den Authentifizierungsmodus (SQL oder Windows) und die Zieldatenbank ein (oder erstellen Sie eine neue).

Schritt 6. In SSMA wählen Sie „Tools“ > „Datenbank bewerten“. SSMA erstellt anschließend einen Bewertungsbericht:

  • Auflistung der automatisch migrierbaren Objekte.
  • Darstellung von Problemen wie Datentypen, gespeicherten Prozeduren oder Funktionen, die manuelle Anpassungen erfordern.

Schritt 7. Prüfen Sie diesen Bericht sorgfältig, um erforderliche manuelle Änderungen einzuplanen.

Schritt 8. Wählen Sie in SSMA „Schema konvertieren“, um Tabellen, Sichten, Indizes und Beziehungen (Primär- und Fremdschlüssel) umzuwandeln. Prüfen Sie die SQL Server-kompatiblen Datentypen und beheben Sie alle Warnungen bei der Konvertierung.

Schritt 9. Klicken Sie auf „Mit Datenbank synchronisieren“, um das konvertierte Schema auf den SQL Server anzuwenden. Es werden Tabellen, Schlüssel, Indizes und Sichten in der Ziel-Datenbank erstellt.

Schritt 10. Wählen Sie danach die zu migrierenden Tabellen aus und klicken Sie auf „Daten migrieren“.

Methode 2. Kontinuierliche Replikation von DB2 nach SQL Server mit geringer Latenz

SSMA ist ein praktisches Werkzeug für einmalige Datenbankmigrationen nach SQL Server. Benötigen Sie jedoch geringe Latenz, Transaktionskonsistenz und dauerhafte Synchronisation, empfehlen sich i2Stream von Information2. Es handelt sich um eine leistungsstarke, professionelle Datenbankreplikationslösung für SQL Server.

Als unternehmensweite Replikationsplattform synchronisiert i2Stream Daten aus einer Quelldatenbank in Echtzeit oder in festgelegten Intervallen auf eine oder mehrere Zieldatenbanken über unterschiedliche Datenbanksysteme hinweg. Es ist die ideale Lösung für Datenbank-Hochverfügbarkeit, Lastverteilung, Notfallwiederherstellung und weitere Anwendungsfälle.

Hauptfunktionen von i2Stream:

  • Agentenfreie Replikation: Es ist keine Softwareinstallation im Produktivsystem notwendig. Dadurch wird die Leistung der Produktivdatenbank nicht beeinträchtigt.
  • Echtzeitreplikation: Neue und aktualisierte Daten werden sofort in die SQL Server-Datenbank übertragen mit Latenzen im Millisekundenbereich.
  • Gewährleistung der Datenkonsistenz: Unterschiede bei Zeichensätzen werden automatisch erkannt und verarbeitet, eine Konsistenz auf Transaktionsebene ist sichergestellt.
  • Umfassende Visualisierung: Über eine webbasierte Verwaltungsoberfläche können Administratoren die Synchronisation und Systemressourcen vollständig überwachen.
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Fazit

Dieser Artikel stellt zwei Methoden vor, um DB2-Datenbanken nach SQL Server zu replizieren. Die Auswahl hängt von Ihren geschäftlichen Anforderungen ab. Mit SSMA (SQL Server Migration Assistant) lassen sich Schema und Massendaten einfach einmalig migrieren.

Benötigen Sie eine dauerhafte Synchronisation und einen umfassenden Datenschutz, empfehlen Sie sich i2Stream. Die Lösung ermöglicht eine schonende Replikation von DB2-Datenbanken auf Microsoft SQL Server.

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