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Von: Dylan

Warum von SQL Server zu MySQL wechseln?

Microsoft SQL Server und MySQL sind beides weit verbreitete Datenbanksysteme für Unternehmen zur Datenverwaltung und Geschäftsunterstützung. Dennoch möchten Nutzer von SQL Server aus verschiedenen Gründen ihre Datenbanken zu MySQL konvertieren, beispielsweise aus folgenden Motiven:

  • Kosteneinsparungen: Die Enterprise-Version von MySQL ist kostengünstiger als das Angebot von Microsoft. Sowohl bei kleinen als auch umfangreichen Bereitstellungen fallen bei MySQL geringere Kosten als bei SQL Server an.
  • Open-Source-Ökosystem: MySQL lässt sich gut mit Open-Source-Stapeln wie LAMP (Linux, Apache, MySQL, PHP/Python) kombinieren. Entwickler erhalten uneingeschränkten Zugriff auf den Quellcode und können das Verhalten der Datenbank individuell anpassen oder optimieren.
  • Höhere Kompatibilität: SQL Server unterstützt Windows, Linux und Docker-Container, während MySQL nahtlos unter Windows, macOS und Linux läuft. Darüber hinaus bieten viele Cloud-Dienste wie AWS RDS, Google Cloud SQL und verwaltete Datenbanken native Hosting-Möglichkeiten für MySQL an.
  • Einfachere Verwaltung: MySQL verfügt über schlanke Verwaltungswerkzeuge sowie vereinfachte Sicherungs- und Wiederherstellungsprozesse und erzielt gute Ergebnisse auch in Umgebungen mit geringeren Ressourcen oder Shared-Hosting-Umgebungen.

Egal aus welchem Grund – lesen Sie weiter, wir stellen Ihnen vier Methoden zur Konvertierung von SQL-Server-Datenbanken zu MySQL vor.

Methode 1: Konvertierung von SQL Server zu MySQL mit MySQL Workbench

MySQL Workbench ist ein grafisches Werkzeug zur Verwaltung von MySQL-Datenbanken. Es enthält einen integrierten Migrationsassistenten, der SQL-Server-Datenbanken in MySQL umwandelt und Sie bei der Übertragung von Schema und Daten unterstützt.

Bevor Sie beginnen, stellen Sie Folgendes sicher:✎…
Laden Sie MySQL Workbench 6.3 oder eine neuere Version herunter und installieren Sie es. Auf der Downloadseite von Workbench erhalten Sie das Installationspaket.
Sie benötigen Zugriff auf die SQL-Server-Datenbank mit einem Login, das Leserechte für alle Tabellen besitzt.
Der SQL-Server-ODBC-Treiber oder der SQL Server Native Client muss installiert sein, damit MySQL Workbench eine Verbindung zum SQL Server herstellen kann.

Schritt 1: Öffnen Sie MySQL Workbench. Wählen Sie Datenbank > Migrationsassistent aus.

Schritt 2: Folgen Sie den Anweisungen auf den angezeigten Bildschirmen. Wählen Sie Microsoft SQL Server als Quell-RDBMS aus.

Schritt 3: Klicken Sie auf „Neu…“, um eine Quellverbindung zu erstellen.

Schritt 4: Geben Sie „Hostname“, „Port“, „Benutzername“ und „Kennwort“ ein. Testen Sie anschließend die Verbindung; ggf. müssen Sie den korrekten ODBC-Treiber auswählen.

Schritt 5: Wählen Sie nun MySQL als Ziel-RDBMS aus.

Schritt 6: Erstellen Sie eine neue Zielverbindung oder wählen Sie eine vorhandene Verbindung aus.

Schritt 7: Tragen Sie „Hostname“, „Port“, „Benutzername“ und „Kennwort“ ein und führen Sie einen „Verbindungstest“ durch.

Schritt 8: Der Assistent zeigt nun die verfügbaren SQL-Server-Datenbanken an. Wählen Sie je nach Bedarf ein oder mehrere Schemata für die Migration aus und klicken Sie auf „Weiter“.

Schritt 9: MySQL Workbench analysiert das SQL-Server-Schema, indem es Tabellen, Sichten, Prozeduren und weitere Objekte ausliest. Anschließend wandelt es das SQL-Server-Schema automatisch in MySQL-Syntax um.

Schritt 10: Prüfen Sie das generierte Skript. Vor dem Fortfahren können Sie Zuordnungen manuell bearbeiten. Klicken Sie danach auf „Weiter“.

Schritt 11: Sie können Workbench entweder das Schema automatisch erstellen lassen oder das Skript exportieren und zuerst manuell prüfen.

migrate with workbench

Anschließend kann der Assistent die Daten direkt von SQL Server zu MySQL kopieren. Abhängig von der Datengröße kann dieser Vorgang einige Zeit dauern.

Nach Abschluss der Migration öffnen Sie MySQL Workbench und navigieren zum neuen Schema. Überprüfen Sie die Datenintegrität und testen Sie wichtige Abfragen oder Anwendungen.

Hinweis: MySQL Workbench versucht gespeicherte Prozeduren zu migrieren. Da SQL Server T-SQL nutzt und MySQL eine an PL/SQL angelehnte Syntax verwendet, ist häufig eine manuelle Überarbeitung erforderlich.

Methode 2: Umstellung von MS SQL Server zu MySQL mit SQLyog

SQLyog ist eine weitere Möglichkeit, von SQL Server zu MySQL zu wechseln. Das Werkzeug führt jedoch keine native Schema-Konvertierung durch, Sie müssen das Schema exportieren und importieren. Hier die detaillierten Schritte:

Schritt 1: Zuerst exportieren Sie das Schema (nur Struktur) aus SQL Server. Klicken Sie im SQL Server Management Studio (SSMS) mit der rechten Maustaste auf „Datenbank“ > „Aufgaben“ > „Skripte generieren“ > „Nur Schema“.

Schritt 2: Öffnen Sie die .sql-Datei und bearbeiten Sie diese manuell, um sie an die MySQL-Syntax anzupassen:

Folgende Inhalte müssen entfernt oder abgeändert werden:

  • GO-Anweisungen
  • IDENTITY(1,1) → AUTO_INCREMENT
  • [Spaltenname] → `Spaltenname`
  • NVARCHAR(MAX) → TEXT
  • BIT → TINYINT(1)
  • DATETIME2 → DATETIME
  • UNIQUEIDENTIFIER → CHAR(36)

Speichern Sie die Datei anschließend als mysql_schema.sql ab.

Schritt 3: Verbinden Sie sich in SQLyog mit Ihrem MySQL-Server und führen Sie diese .sql-Datei aus: „Datei“ > „SQL-Skript öffnen“ > „Ausführen“.

Schritt 4: Öffnen Sie die ODBC-Datenquellenverwaltung. Gehen Sie zu „System-DSN“ oder „Benutzer-DSN“ > klicken Sie auf „Hinzufügen“. Wählen Sie den „ODBC-Treiber für SQL Server“ aus.

Schritt 5: Wählen Sie die zu migrierende Datenbank aus. Geben Sie „Datenquellenname“, „Servername“ und die „Authentifizierung“ ein und speichern Sie die Einstellungen.

Schritt 6: Öffnen Sie SQLyog und navigieren Sie zu „Werkzeuge“ > „Externe Daten importieren“ > „Aus ODBC-Datenquelle importieren“. Wählen Sie die ODBC-Quelle aus sowie die SQL-Server-Datenbank und die Ziel-MySQL-Datenbank.

mysqlyog-import from odbc data source

Schritt 7: Legen Sie fest, ob Tabellen automatisch erstellt werden oder nur Daten in vorhandene Tabellen importiert werden sollen. Starten Sie anschließend den Import.

Warten Sie bis der Migrationsvorgang abgeschlossen ist.

Hinweis: SQLyog kann T-SQL-Logik nicht automatisch migrieren. Wenn Sie Prozeduren, Sichten und Trigger übertragen möchten, exportieren Sie diese über SSMS aus SQL Server und schreiben sie in MySQL-kompatible SQL um (es bestehen Unterschiede bei Syntax und Funktionen).

Methode 3: Manuelle Datenübertragung von SQL Server zu MySQL

Schritt 1: Gehen Sie erneut zum SQL Server Management Studio, um das SQL-Server-Schema zu exportieren: „Skripte generieren“ > Wählen Sie die „Datenbank“ aus > Aktivieren Sie „Schema und Daten“. Speichern Sie das Ergebnis als .sql-Datei.

Schritt 2: Wandeln Sie anschließend die SQL-Syntax um. Ersetzen Sie Datentypen wie:

  • BIT → BOOLEAN oder TINYINT(1)
  • DATETIME2 → DATETIME
  • NVARCHAR(MAX) → TEXT
  • UNIQUEIDENTIFIER → CHAR(36)
  • MONEY → DECIMAL(19,4)

Behandlung von Bezeichnern:

  • SQL Server nutzt [Spaltenname]; MySQL verwendet Backticks `Spaltenname`.
  • Entfernen Sie GO-Anweisungen (diese werden von MySQL nicht unterstützt).
  • Passen Sie IDENTITY(1,1) auf AUTO_INCREMENT an.

Schritt 3: Das umgewandelte .sql-Skript können Sie in MySQL importieren:

mysql -u root -p IhreDatenbank < converted_schema.sql

Schritt 4: Exportieren Sie CSV-Dateien mit bcp oder dem SQL Server Import-/Export-Assistenten, danach führen Sie folgenden Befehl aus:

  • LOAD DATA INFILE ‚Tabelle.csv‘
  • INTO TABLE IhreTabelle
  • FIELDS TERMINATED BY ‚,‘
  • ENCLOSED BY ‚“‚
  • LINES TERMINATED BY ‚\n‘
  • IGNORE 1 ZEILEN;

Methode 4: Konvertierung von SQL Server zu MySQL mit einer professionellen Migrationslösung (Empfohlen)

Alternativ können Sie auf eine professionelle Datenbankmigrationslösung wie i2Stream zurückgreifen. Gegenüber manuellen Vorgehensweisen mit MySQL Workbench, SQLyog oder Kommandozeilenbefehlen bietet es deutliche Vorteile, insbesondere bei großen und komplexen Umgebungen.

Die zentralen Vorteile von i2Stream:

  • Geringere Ausfallzeiten: Unterstützt die Online-Konvertierung von Microsoft SQL Server zu MySQL, sodass keine Betriebsunterbrechungen entstehen.
  • Einfache Bedienung: Die Datenbankmigration erfolgt ohne manuelle Syntaxumwandlungen oder komplexe Befehle.
  • Transaktionskonsistenz: Überprüfung der Datenintegrität mittels prüfpunktbasierter und rollbackvalidierter Synchronisationskontrollen.
  • Automatisierung & Fehlerreduktion: Automatisierte Schema-Zuordnung, Objektanalyse und Zielumlenkung senken menschliche Fehler und sparen Zeit.
  • Effiziente und sichere Datenmigration: Kombiniert Kompression, AES-/SM4-Verschlüsselung, Bandbreitensteuerung und parallele Übertragung für schnelle, sichere Datenübertragungen über weite Strecken.

Klicken Sie auf den Download-Button, um eine kostenlose Testversion zu erhalten:

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Fazit

In diesem Beitrag wurde erläutert, wie Sie SQL-Server-Datenbanken mithilfe von MySQL Workbench, SQLyog, Kommandozeilenbefehlen sowie einem professionellen Datenbankmigrationswerkzeug zu MySQL konvertieren. Wählen Sie die passende Methode entsprechend Ihren Anforderungen aus.

Im Vergleich ist die professionelle Datenmigrationslösung i2Stream deutlich besser geeignet. Es vereinfacht den gesamten Ablauf und eignet sich hervorragend für die meisten großen Datenbankumgebungen.

 

Häufig gestellte Fragen zur Konvertierung von SQL Server zu MySQL

Frage: Kann ich SQL-Server-Datenbanken ohne Ausfallzeiten zu MySQL migrieren?
Antwort: Ja. Professionelle Migrationswerkzeuge wie i2Stream ermöglichen eine Echtzeitreplikation und damit Migrationen mit minimalen oder keinen Ausfallzeiten.

Frage: Wie lange dauert eine Migration von SQL Server zu MySQL?
Antwort: Die Migrationsdauer hängt von der Datenbankgröße, der Komplexität des Schemas und dem gewählten Werkzeug ab. Kleine Datenbanken lassen sich binnen weniger Minuten migrieren, während unternehmensweite Migrationen mehrere Stunden oder Tage erfordern können.

Frage: Kann ich eine SQL-Server-.bak-Sicherungsdatei online zu MySQL umwandeln?
Antwort: Nein. Eine direkte Online-Umwandlung einer .bak-Datei (SQL-Server-Sicherungsdatei) zu MySQL ist nicht möglich, da .bak ein proprietäres Sicherungsformat von SQL Server darstellt und kein standardisiertes SQL-Skript oder Daten-Dump ist.

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